Kenia: Tsavo,  Seite 5

Tsavo - Eine Safari durch den östlichen und westlichen Teil des Tsavo-Nationalparks,  in das afrikanische Wildlife und zum Tsavo-River


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Durch den Grabenbruch nach Tsavo-Ost

Die Wolken zeichnen ihre Schattenbilder auf die Savanne, hinterlassen große dunkle Flecken im satten Grün, durchzogen von den rotsandigen Pisten: Das ist der stärkste Eindruck, wenn man von einer Anhöhe hinunter auf das Land blickt, über endloses Grün, aus dem sich die Berge und Hügel erheben.
Wenn die Menschheit wirklich hier im ostafrikanischen Grabenbruch ihren Ursprung hat, dann kann hier in der Savanne die Bezeichnung vom Garten Eden ihre Gültigkeit haben!
Klicke auf das BildIm Bereich der Einfahrt zum Tsavo-Nationalpark treten die Tiere nur vereinzelt auf: Antilopen, Giraffen, Paviane. Die größte Attraktion dieser ersten Etappe: Ein Löwenpaar, er wohl schon etwas altersschwach, bereits mit halb ausgefallener Mähne.
Je weiter es nun nach Westen geht, desto hügeliger wird die Landschaft, desto saftiger wird das Grün.xxx Die erste Herde, die wir sehen, ist eine Zebraherde. Ich erkenne die Tiere zunächst nicht: Vom Herumwälzen auf der Erde sind sie mit einer rötlichen Staubschicht überzogen, die die schwarzweißen Streifen verdeckt.
Mittags erreichen wir eine Raststation. Ich will eine Cola trinken, dazu zwei Kuchen essen. Während ich zum Wagen zurückgehe, um noch meine Zigaretten zu holen, stibitzt ein Pavianmännchen, offensichtlich ein altes Familienoberhaupt, die Kuchen vom Tisch. Die Tiere stellen sich in Position, um ihre Beute zu verteidigen, zeigen keinerlei Scheu vor Menschen.

Tsavo-West – Zu den Quellen des Tsavo-River

Kurz darauf überqueren wir die Grenze zum Westteil des Parks, fahren zur "Nagulia Safari Lodge", wo wir die Nacht verbringen werden. Nach dem Mittagessen starten wir aber erst einmal zur zweiten Tour des Tages, diesmal zu den Quellen des Tsavo-Flusses.
Klicke auf das BildDer Tsavo kommt hier aus der Erde und aus dem Gestein hervor, bildet einen kleinen Wasserfall und gleich darunter einen Tümpel. Ein Weg führt um den Tümpel herum, auf Schildern wird vor Krokodilen gewarnt. Von einem Pavillon am Tümpel beobachten wir die Nilpferde, sehen sogar die Fische in dem klaren Wasser - nur Krokodile sind keine da.
Während der Rückfahrt kühlt es bereits merklich ab. An uns zieht eine Herde Elefanten - ich zähle elf Tiere - vorbei; Giraffen säumen unseren Weg.
Die Lodge ist unmittelbar an einer Wasserstelle gebaut. Am Nachmittag beobachteten wir hier noch von der Terrasse aus die Tiere beim Trinken, nun am Abend gibt es ein anderes Schauspiel zu sehen: Das Hotelpersonal hat ein Stück Fleisch an einen toten Baum gehängt. Das lockt einen Leoparden an, der nun zum Zirpen der Grillen und dem Quaken der Frösche auf diesem Baum sein Abendessen verspeist.

An der Wasserstelle der Voi-Lodge

Klicke auf das BildAm nächsten Morgen um 7.30 Uhr brechen wir erneut auf, aber außer vereinzelten Antilopen, Gazellen und Pavian-Familien sehen wir keine größeren Tiere, abgesehen allerdings von einem einsamen Elefanten.
Schließlich schauen wir auf den Kilimandscharo: Gut 250 Kilometer entfernt, eingehüllt in einer Wolkendecke, erhebt er sich über das gesamte Land. Sogar aus dieser Entfernung erscheinen im Vergleich zu ihm die anderen Berge als unbedeutende Hügel. Die Schneekuppe liegt wie eine Krone auf dem mächtigen Koloss.
Das Mittagessen nehmen wir in der Voi-Lodge wieder auf der Ostseite des Parkes ein. Die liegt auf einer Anhöhe, die einen Rundblick über die Steppe gewährt: Grün ohne Unterbrechung, umrahmt von den Bergen Nachts soll, wie wir hören, hier eine Elefantenherde an der Tränke gewesen sein. Nun halten sich an der Tränke aber nur noch die Marabus und einige Warzenschweine auf.


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