Kenia: Mombasa,  Seite 4

Mombasa - Ein Streifzug durch Kenias große Hafenstadt, zum Fort Jesus, durch die portugiesische Altstadt und zum Hafen der Daus


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An der Grenze von Alt- und Neustadt

Klicke auf das BildAn einer Tankstelle gegenüber dem Fleisch- und Obstmarkt ist die Endstation für den Bus von Malindi nach Mombasa. Hier grenzen Mombasa-Altstadt und das neue Mombasa aneinander.
Ich folge der Hauptstraße. Was auffällt: Mombasa ist eine kosmopolitische Stadt. Suaheli bestimmt zwar das Sprachgewirr in den Straßen, aber die meisten Geschäfte zeigen arabische oder indische Namen ihrer Eigentümer an.
Quer über den Boulevard ermahnt ein an einer Moschee-Attrappe befestigtes Schild Autofahrer und Passanten, den Koran als "Gottes letzte Offenbarung gegenüber der Menschheit" zu lesen. Schließlich passiere ich Mombasas Wahrzeichen: Gigantische Stoßzähne, zwei Bögen über die Straße bildend.

Fort Jesus, die portugiesische Festung

Der Hauptstraße folgend erreiche ich Fort Jesus, erkennbar auch an den obligatorischen Reisebussen, die vor der Burgauffahrt parken.
Der Blick vom Fort geht auf das Festland hinüber, auch die Kanonen deuten meist auf das Festland. Aus dieser Richtung fühlten sich die Portugiesen offensichtlich am meisten bedroht.
Klicke auf das BildAußer dem Museum gibt es kaum etwas in den Fort, was es von gleichartigen Bauwerken abhebt. Im Museum: Schiffsimitationen, Keramiken, alte Töpferarbeiten aus Mombasas Frühzeit. Und - aus jüngerer Zeit Marken der Kolonialepochen, darunter auch ein deutsches Markenheft, bereits von Reklame verziert.
Nächste Station: Die Altstadt. Man wähnt sich, was die einzelnen Häuser betrifft, in einer verschlafenen portugiesischen Provinzstadt, an der bereits der Zahn der Zeit nagt. Trotzdem: Die höheren Balkone vor den Häusern wirken alle noch durchaus stabil.
Dieses portugiesische Bild wird von den zahlreichen kleinen Moscheen unterbrochen - und zur Mittagszeit sind auch nur noch die Frauen und Kinder auf der Straße zu sehen, während die Männer in der Moschee sind.


Im Hafen der Daus

Im alten Hafen ist das Fotografieren verboten. Nur das Hafenmanagement erteilt eine Sondergenehmigung, die es aber nicht an der Besucherkasse zu haben gibt.
Fünf alte Segler, wohl Daus, haben an den beiden Stegen festgemacht; auf einem Boot sitzt die Besatzung gerade vor der Kajüte. Von buntem Hafentreiben kann hier nicht die Rede sein - am Kai hängt die Wäsche zum Trocknen aus.
Und selbst das Wasser kann hier nicht so schmutzig sein wie in modernen Großhäfen. Ein Einheimischer schwimmt seelenruhig im Hafenbecken, um sich zu erfrischen.
Vom Hafen aus durchquere ich noch einmal ohne besonderes Ziel die Altstadt. Für einen Autofahrer, der sich nicht auskennt, muss dieser Teil der Stadt ein Alptraum sein. Die Straßen sind zwar keine eigentlichen Sackgassen, aber irgendwann werden sie teilweise auch durch Häuservorbauten so eng, dass sie nur ein einzelner Fußgänger noch passieren kann. Aber auch der wird behindert durch die herumhängenden Wäscheleinen.
Eher zufällig endet mein Rundgang durch die Altstadt an der Stelle, an der ich in Mombasa aus dem Bus gestiegen bin, an der Haltestelle gegenüber dem Markt. Das eigentliche Marktleben spielt sich aber nicht in den beiden Gebäuden, sondern in den umliegenden Straßen ab. Meist Frauen sitzen auf dem Bürgersteig, bieten ihre Ware an, die entweder in einem Korb oder auf einem einfachen Stück Stoff liegt.


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