Ägypten, Makadiybay: Madinat Makadi, Seite 1

Ägypten, Makadibay: Das Madinat Makadi und sein direkt am Strand liegendes Hausriff



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Hotelstadt im Süden von Hurghada

Klicke auf das BildEine Polizeistation markiert das südliche Ende von Hurghada, einige wenige Kilometer geht es durch wirklich verlassen wirkende Einöde, dann folgt der Abzweig in das „Madinat Makadi“.
„Madinat“ ist der Begriff für „Stadt“ – und tatsäsächlich ist hier eine Stadt aus Hotels entstanden, eine Stadt mit einem bewachten Eingangstor, einer Umzäunung, einer Hauptstraße, wo auch die diversen Andenkengeschäfte zu finden sind und schließlich mit Hotelanlagen, die die Bezirke dieser Stadt darstellen.

Hausriff am Strand

Das Hausriff der Makadibay beginnt direkt am Ende des Bootssteges vor der Basis von Extra Divers, denn in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem Bootssteg liegt bereits ein mittelgroßer Korallenhügel, an dem sich auch schon einige Fische tummeln.
Zu denen gehören wohl auch der Hornhecht, der an uns vorbei schwimmt und auch der große sowie ziemlich dicke Kugelfisch, der sich hier im sandigen Boden niedergelassen hat, trotz der sich nahenden Taucher seine Ruhe bewahrt.

Ein Hügel aus Amphoren

Klicke auf das BildWeiter Richtung Meer hinaus passieren wir einen Hügel von Amphoren, nicht die Hinterlassenschaft eines in der Antike untergegangenen Schiffes, sondern erst im November 2009 angelegt, um den Platz für Taucher und Schnorchler etwas interessanter zu gestalten. Vor allem die kleineren Fische scheinen sich hier nun wohl zu fühlen, und zwischen den Gefäßen wachsen auch schon einige Trichterkorallen empor.
Bevor es zu den beiden eigentlichen lang gezogenen Riffen geht, überqueren wir noch ein Seegrasfeld, in dem wir einen so genannten Seegrasfisch entdecken. Allerdings: Ob die nun ihren Namen haben, weil sie vorzugsweise im Seegras leben oder aber, weil sie von diesem Seegras kaum zu unterscheiden sind, lässt sich nach dieser Begegnung nicht genau sagen. Selbst beim Schwimmen verhalten sich diese Fische wie ein Büschel Seegras, bewegen sich mit dem Kopf nach unten, die Schwanzspitze in die Höhe gereckt fort.
Und dann, am Rand des Seegrasfeldes, kreuzt ein Adlerrochen, von einem Schnapper oder einem ähnlichen Fisch begleitet, beeilt sich aber dabei doch, möglichst schnell aus unserem Blickfeld zu verschwinden.
Dem Seegrasfeld folgt wieder sandiger Boden, kurz darauf liegt dann links von uns das Riff. Die beeindruckendsten Begegnungen in diesem Bereich sind die beiden Skorpionfische, auf die wir treffen. Das erste der beiden Tiere hat sich in der Mulde eines Korallenblocks versteckt – und wäre uns ohne Klicke auf das Bildunseren Tauchguide gar nicht aufgefallen. So gut hat es sich seiner Umgebung angepasst. Der zweite Skorpionfisch, etwas kleiner, ist von Farbe und Form her zwar nicht weniger getarnt, hat aber gerade sein Versteck verlassen, bewegt sich zwischen Koralle und sandigem Boden, ist deshalb etwas auffälliger. Das merkt dann auch noch rechtzeitig ein kleiner Fisch, der sich dem Skorpionfisch nähert, aber noch rechtzeitig ausweicht, bevor der zuschnappt. Ansonsten stößt man am Riff natürlich auf Schnapper, Rotmeer-Wimpelfische, Demoiselles, aber auch Papageien- und einige Drückerfische.
Kurz vor dem Ausstieg, wieder in der Nähe des Stegs, kommen wir noch an einer hier versenkten Palme vorbei. Auch diese Palme wurde für einige Meeresbewohner zum neuen Zuhause: Unten am Stamm, am Grund, residieren drei Rotfeuerfische, oben an der Spitze schaut vorsichtig eine kleine Muräne zwischen den Blättern

Ein Riff namens „Klaus“

Ziel eines zweiten Tauchganges am Hausriff ist nicht der „Sharky“ genannte Riffblock, sondern sein parallel verlaufender nördlicher Nachbar mit dem Namen „Klaus“.
Kurz nach dem Einstieg treffen wir den Kugelfisch wieder, dem wir schon beim ersten mal begegnet sind – ein standorttreues Tier, das wir diesmal aber in Begleitung eines Krokodilsfisches finden. Der Krokodilsfisch zeigt aber keinerlei Aktivität, verharrt still halb im Sand vergraben.
Klicke auf das BildBei „Klaus“ stoßen wir gleich auf eine ganze Schar von Feuerfischen, die uns fast schon angriffslustig entgegenschwimmen. All zu nahe kommen sie uns dann aber doch nicht... Und schließlich entdecken wir in den Mulden des Riffs eine riesige Muräne, ein Prachtexemplar, das sicherlich seine eineinhalb Meter misst.
Krönender Abschluss des Tauchganges: Aus einer Sandmulde im Seegrasfeld wirbelt eine Staubwolke hervor. Beim Näherkommen erkennt man einen peitschenden Schwanz – ganz so, als fände in dieser Staubwolke ein Kampf statt. Dann schießt plötzlich ein Blaupunktrochen hervor, schwimmt eilig davon.
Fazit: Ein fast perfekter Tauchgang. Viel mehr als dieses einfach zu betauchende Hausriff bieten auch die anderen Riffe der Umgebung kaum.


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