Eine Städtetour durch Budapest, mit Donaufahrt, Besuch des Königspalastes, unterwegs im Parlamentsviertel, auf dem Heldenplatz und im Stadtwald

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Ungarn: Drei Tage Budapest zu Fuß, mit Taxi und U-Bahn

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Blick auf die Donau, Buda und Pest, gesehen vom Gellértberg  Die Elisabethbrücke verbindet Buda und Pest über die Donau Das Parlamentsgebäude in der ungarischen Hauptstadt Das Schloss der Habsburger auf dem Burgberg

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Die Matthiaskirche im historischen Burgviertel Neoromantische Spielereien: Die Fischerbastei  Imposant: Das Parlament - von der Donau aus gesehen Im Stadtwald: Vajdahunyad - 1000 Jahre Geschichte

Das Szécheny-Bad war einst Europas größtes Freibad

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Denkmal des "anonymen Dichters" im Stadtwald

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Die Stationen: Gellértberg - Zentrum von Pest - Parlamentsviertel - Burgberg (Buda) mit Königsschloss, Burgviertel, Matthiaskirche und Fischerbastei - Donaufahrt zur Margareteninsel - Heldenplatz - Stadtwald mit Burg Vajdahunyad 

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Samstag, 18. Mai 2002: Gellértberg, rund um den Vörösmarty tér, Parlamentsviertel

Gegen 12.30 Uhr erreicht unser Reisebus, gestartet in Berlin gestern Abend um 19.30 Uhr, die Vororte von Budapest,.

Zunächst steuern wir die Zitadelle auf dem Gellértberg, der höchsten Ergebung der ungarischen Hauptstadt, an. Für den Bus endet die Tour allerdings auf einem Parkplatz etwa 200 Meter unterhalb der Zitadelle; an Dutzenden von Souvenirständen gehen wir das letzte Stück des Weges also zu Fuß.

Die erste von mehreren Aussichtsplattformen mit Blick auf die beiden durch die Donau getrennten Stadtteile und der sich lang in den Fluss hinziehenden Margareteninsel, auf die Prachtbauten auf beiden Seiten der Donau, liegt bereits unterhalb der Zitadelle.

Die Zitadelle selbst, ein Militärbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, ist ein langgezogener Komplex aus grauem Feldstein. Der Eintritt kostet 300 Forint, etwa 1,20 Euro – aber wir haben insgesamt ja ohnehin nur 20 Minuten Zeit, so dass eine Besichtigung nicht infrage kommt.

An der Spitze der Zitadelle erhebt sich das heroische Denkmal für die Rote Armee, eine auf einem etwa 20 Meter hohen Sockel stehende allegorische Frauenfigur – sozialistischer Realismus der späten Stalin-Periode in Reinkultur.

Am gegenüberliegenden, also dem Pester Ufer der Donau liegen die weißen Ausflugs- und Restaurantschiffe.

Über die Elisabethbrücke gelangen wir nun nach Pest, in eine belebte Innenstadt mit Fußgängerzonen, edlen Geschäften in prachtvollen klassizistischen Prunkbauten, teilweise verziert mit Ornamenten, vorzugsweise Heldenfiguren, wobei hier und da einige dieser Gebäude einen frischen Fassadenanstrich vertragen würden.

Unser Hotel heißt Expo, ist ein elfgeschossiger Bau aus den siebziger oder frühen achtziger Jahren und liegt am Rande des Budapester Messegeländes, soll angeblich eine gute Anbindung mit U-Bahn und Bus ans Zentrum haben.

Aus Bequemlichkeit nehmen wir aber lieber für 2500 Forint das Taxi, um in die Innenstadt von Pest zurückzukehren.

An der Markthalle, genau an der Elisabethbrücke gelegen, lassen wir uns absetzen. Für einen Besuch der Markthalle sind wir aber zu spät gekommen. Die letzten Käufer verlassen gerade die Halle – und nur durch die Gitterstäbe werfen wir einen Blick auf die abgesperrten Kioske mit den heruntergezogenen Rollläden in dem großzügigen Bau.

Gleich neben der Markthalle schließt sich die weitläufige Fußgängerzone mit Straßencafés und Souvenirständen an. Hier schlendern wir nun – ziemlich ziel- und planlos – entlang, allmählich auf der Suche nach einem Restaurant.

Dabei kommen wir am „Pariser Hof“ am Franziskanerplatz vorbei, ein Jugendstilbau mit edlen Geschäften im ersten Stock, einer holzgetäfelten Decke, durchsetzt mit lichtdurchlässigen Kuppeln, ursprünglich, so der Reiseführer, als reines Wohnhaus gebaut, jetzt ein Shoppingcenter für den höheren Bedarf.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdecken wir den „Biergarten“, trotz seines deutschen Namens ein durchaus einheimisches Lokal, in dem gerade eine Hochzeit statt findet. Die Hochzeitsgäste und wir sind zur späten Mittagszeit die einzigen Gäste – wobei wir unter dem Baldachin im Innenhof Platz nehmen, während die Hochzeitsgesellschaft mit Musikbegleitung im eigentlichen Gastraum isst.

Ungarische Küche: Das ist heute für uns vor allem Gulasch, etwa als Kesselgulasch, serviert in einem Topf, von dem man sich bei Bedarf nachschenkt oder aber ein ausgesprochen zartes Gulasch mit Salzkartoffeln, dazu eine pikante rote Sauce, die dem Fleisch eine kräftige und scharfe Würze gibt. Allerdings: Auch wenn wir hier nicht in einem Touristen-Nepp-Lokal gelandet sind – billig ist ein Restaurantessen in Budapest nicht, allenfalls „kostengünstig“. Ungefähr acht Euro pro Mahlzeit müssen wir schon hinlegen.

Frisch gestärkt geht es nun wieder zurück Richtung Markthalle und Fußgängerzone, entlang der Donau, mit Blick auf Gellértberg und das Burgviertel und dem alles überragenden alten Königsschloss.

Hinter einem kleinen Park mit Springbrunnen in der Mitte liegt das Konzertgebäude, die Straße daneben führt uns nun auf den Vörösmarty tér, den zentralen Platz der Altstadt von Pest. Unter dem patriotischen Denkmal des ungarischen Nationaldichters Vörösmarty machen sich nun Breakdance-Gruppen breit, um vor den zahlreichen Touristen ihr Können zum Besten zu geben, es gibt ein großes Straßencafé vor dem Denkmal – aber alles in allem ist der Platz, der doch angeblich der Hauptplatz von Budapest sein soll, eher unscheinbar.

Vom Vörösmarty tér begeben wir uns langsam Richtung Parlamentsviertel, kommen dabei an der St. Stephans-Basilika, der größten Budapester Kirche mit Platz für 8500 Gläubige vorbei. In dem pompösen Bau findet gerade ein Gottesdienst statt – aber besonders voll ist die Kirche hier auch nicht.

Durch etwas ruhigere Straßen, viele davon noch reine Fußgängerzonen, mit kleinen Lebensmittelgeschäften, Pubs und Kneipen, in denen kaum noch Touristen sitzen, marschierend  erreichen wir den Freiheitsplatz mit der Ewigen Flamme für die Opfer des Ungarn-Aufstandes von 1956 und dem am Donau-Ufer gelegenen Parlament, dem größten aller Gebäude in der Altstadt von Pest, auf der anderen Seite des Flusses nur noch vom Königsschloss übertroffen. Das Budapester Parlament erinnert an das Parlamentsgebäude in England – und tatsächlich war London hier das Vorbild, wobei die ungarische dann allerdings noch etwas größer ausfiel.

Vor dem Parlament zu spazieren ist allerdings nur von der Seite des Freiheitsplatzes möglich; auf der Donauseite führt die Autostraße unmittelbar an dem Komplex vorbei, ist er für Fußgänger nicht zugänglich.

Zum Abendessen suchen wir uns eines der Restaurantschiffe an der Donau, die „Kossuth“, aus, mit Zigeunerkapelle und Blick auf die angestrahlte Kettenbrücke. Das Essen ist jedoch beileibe nicht so gut und reichlich wie mittags im „Biergarten“, kostet dafür aber gut das Dreifache. Hier zahlt man für den Ausblick – und nicht für Service oder Essen.

Den Rest des Abends verbringen wir in einem Pub in der Nähe des Parlamentsviertels, lassen uns dann ein Taxi kommen – und zahlen für den Weg zurück ins Hotel rund 1800 Forint, also weit weniger als für die Tour, die wir vom Hotel in die Innenstadt gezahlt hatten.

Sonntag, 19. Mai 2002: Auf dem Burgberg und im Jüdischen Viertel

Dass Taxipreise wirklich Glückssache sind, erfahren wir bei unserer Tour zur Station der Zahnradbahn, mit der wir auf den Burgberg wollen. Zwar müssen wir nun über die Brücke auf die Seite von Buda, fahren also um einiges weiter als gestern – kommen aber trotzdem mit einem Fahrpreis von 1800 Forint davon.

An der unteren Station der Zahnradbahn, der Sikló, neben einem kleinen Wasserfall gelegen, haben sich bereits Schlangen von Wartenden gebildet, die die vielleicht etwas über hundert Meter lange Strecke, die aber immerhin über eine Höhendistanz von etwa 40 Metern führt, mit dem seltsamen Schienengefährt zurücklegen wollen.

Zwei „Züge“ verkehren auf der Strecke, wobei die vermeintlichen Züge aus jeweils drei ineinander verschachtelten Kabinen bestehen, die Sichtfenster entweder in oder gegen Fahrtrichtung.

Nur wenige Minuten dauert die langsame Höhenfahrt, dann sind wir an der Station des Schlosses.

Hier residierten die Habsburger mit ihrem Prunk und Reichtum, und das Schloss ist eben kein einzelnes Schloss, sondern ein Komplex etlicher Einzelbauten, Palais, von Höfen und Grünflächen, verbunden durch prunkvolle Toreinfahrten, fast eine eigene Stadt – nur ohne Wohnhäuser für die Menschen, die hier tatsächlich arbeiten mussten.

Am Rand des Schlosskomplexes laufen nach wie vor Ausgrabungen, werden die Überbleibsel aus der Zeit vor den Habsburgern aus der Erde frei gelegt. Man sieht die Reste von Gewölben, Mauern – und an einigen Stellen sind auch fast antik anmutende Säulenschäfte und Stelen abgelegt. Schließlich kann Budapest auch auf eine römische Vergangenheit verweisen.

Ein Fußgängerweg, fast eine kleine Allee, führt um das alte Wohnviertel des Burgberges herum, vorbei an ruhigen zwei- bis dreistöckigen Wohngebäuden, immer mit Blick auf die Stadt zu Füßen des Berges. In einem der Häuser entlang dieser Allee ist das Militärmuseum untergebracht, erkennbar vor allem an den Kanonen, die vor dem Museum die Allee verzieren, Geschütze aus den letzten Jahrhunderten, von dem tonnenschweren gusseisernen Kanonenrohr bis zu Haubitzen und Flaks aus der Zeit des zweiten Weltkrieges.

In der Höhe des Nordtores endet unser Allee-Spaziergang, und nun wenden wir uns der „Innenstadt“ des Burgviertels zu. Schon vom Nordtor aus sieht man die Türme der Matthiaskirche, gleich neben dem Hilton-Hotel.

Wirklich mittelalterlich ist das Bild des Burgviertels nicht: Die ältesten noch erhaltenen Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert, auch wenn an manchen Häusern Tafeln darauf verweisen, dass die jetzigen Bauten auf noch ältere zurückgehen. Aber es sind kleine und anheimelnde Häuschen in den – für das 18. Jahrhundert großzügigen – Gassen, mit Cafés in den Hinterhöfen, mit Kunsthandwerkläden und Antiquariaten, und fast als Kuriosität entdecken wir in einem der Häuser sogar ein Museum des Gastronomiegewerbes.

Touristisches Zentrum des Viertels ist die gotische – eher schon neugotische – Matthiaskirche mit ihren völlig ungleichen Türmen, einem eher gedungenen Kirchturm mit bunten, ein Mosaik bildenden Ziegeln auf rechten Seite des Kirchenschiffes, und einem fast doppelt so hohem, filigranen Turmbau mit Erkern und etlichen Ornamenten, eine „Rekonstruktion“ aus dem 19. Jahrhundert.

Die an die Matthiaskirche angebaute „Fischerbastei“, ein Säulengang entlang des Bergrandes,  ist der andere touristische Anziehungspunkt. Hier gibt es nun zum Beispiel ein „Dom-Café“, dessen herausragendster Reiz der Blick durch die Säulen auf Donau und Stadt ist.

Nach einem Abstecher auf einen kleinen Kunsthandwerkmarkt – angeboten werden vor allem Decken und Spitzen, aber auch Schachspiele und Lederarbeiten – machen wir uns zu Fuß zurück auf den Weg nach Pest, wo wir uns im ehemaligen jüdischen Viertel die Synagoge ansehen, ein eher schmuckloser Zweckbau, an dem an einer Stelle eine Tafel daran erinnert, dass hier einst das Geburtshaus von Theodor Herzl stand.

Unser Abendessen nehmen wir im „Sport Vendéglö“, laut „Polyglott on Tour“ einst Geheimtipp, aber immer noch mit deftigen ungarischen Speisen „zu angemessenen Preisen“. Um sieben Uhr ist das Restaurant noch fast leer, aber wir lassen uns trotzdem sicherheitshalber für 20 Uhr einen Platz auf der Straße reservieren.  Als wir zurück kommen, sind die Außenplätze natürlich alle schon besetzt – und auch der Gastraum ist relativ schnell voll. Von „Geheimtipp“ kann nach der Nationalität der Gäste – darunter viele Japaner – jedenfalls nicht mehr die Rede sein.

Montag, 20. Mai 2002: Donaufahrt, Heldenplatz und Stadtwald

Keine Budapest-Reise ohne Donau-Fahrt: Unsere Donaufahrt führt uns an der Margareteninsel vorbei fast an den nördlichen Stadtrand und dauert exakt 90 Minuten.

Nirgends besser als von der Donau aus lassen sich die Ausmaße des Königspalastes im Vergleich zu den umstehenden Gebäuden wirklich erkennen, kann man die Unmenge von Kirchen abschätzen, erhält man einen Eindruck von der wirklichen Imposanz des Parlamentsgebäudes.

Die Margareteninsel scheint für die Budapester ein beliebtes innerstädtisches Ausflugsziel zu sein. Die Margaretenbrücke führt zwar knapp an der Insel vorbei, aber auf dieser Brücke gibt es eine eigene Straßenbahnhaltestele, und von hier zweigt eine kleinere Brücke auf die Insel selbst ab. Einige Sonnenhungrige liegen am „Strand“ – aber ins Wasser fühlt sich heute niemand gezogen.

Wieder an Land fahren wir mit der U-Bahn zum Heldenplatz. Steile und schnelle Rolltreppen führen in die Budapester U-Bahn-Tunnel, die um einiges tiefer als beispielsweise in Berlin liegen; schließlich führen einige Linien unter der Donau hindurch.

Die eigentlichen Bahnhöfe sind allerdings dann ziemlich klein, kaum länger als 20 Meter – und entsprechend kurz sind dann auch die Züge, deren Waggons zum großen Teil wohl schon ihre hundert Jahre gesehen haben dürften.

Auf dem überdimensionierten Heldenplatz, umrahmt von zwei Museumsbauten, wirken die Touristengruppen unterhalb der Säule mit dem Engel auf ihrer Spitze und den Kollonaden links und rechts mit den Heldengespannen regelrecht verloren.

Uns interessieren allerdings weniger die Denkmäler, die hier 1896 zur ungarischen Tausendjahrfeier errichtet wurden, als vielmehr das dahinterliegende Stadtwäldchen, ebenfalls zur Tausendjahrfeier in einen ungarischen Erlebniswald mit Schloss am See und luxuriöser öffentlicher Badeanstalt, dem Szécheny-Bad, einem gelblichen neobarocken Bau, der angeblich Europas größte Badeanstalt umgibt. Durch die Fenster an der Kasse des Vorraumes kann man immerhin einen Blick auf das muntere Treiben in der wahrhaft riesigen Badeanstalt werfen.

Nun spazieren wir noch um die „Burg“ Vajdahunyad, die natürlich nie eine echte Burg ist, sondern als architektonisches Denkmal zur Jahrtausendfeier die Geschichte Ungarns nacherzählen, die verschiedenen Baustile aus diesen tausend Jahren verkörpern sollte. Trotzdem hinterlässt der Bau einen romantischen Eindruck, fast, als handele es sich um ein echtes Schloss.

Mit der U-Bahn fahren wir nun zurück in die Innenstadt, laufen noch einmal Richtung Parlamentsviertel zur Postparkasse mit ihrem chinesischen Dach, gehen dann zum Abendessen in den Biergarten.

Zwischen 1800 und 2500 hatten unsere Taxifahrten vom Hotel in die Innenstadt bzw. zurück bisher gekostet; nun heißt es, als wir fragen, ob man uns ein Taxi für die Heimfahrt rufen könne, wir müssten mit einem Fahrpreis von 4000 Forint rechnen. Das erscheint uns zu teuer – und deshalb halten wir auf der Straße ein Taxi an. Der Fahrer, der kaum ein Wort spricht, hat zu Beginn der Tour, auf der er dann die kürzeste Strecke teilweise mit Tempo 80 nimmt, nicht mit sich handeln lassen, nur auf das Taxameter verwiesen, das den korrekten Einstiegstarif von 180 Forint anzeigte. Während der Fahrt versuche ich ständig, ein Blick auf das Taxameter zu werfen, aber weil der Fahrer ständig die Hand auf der Kupplung hält, ist das nicht möglich: Als er am Ende der Fahrt die Hand einmal weg nimmt, zeigt das Taxameter 3990 Forint an! Offensichtlich manipuliert – aber leider nicht nachweisbar.

Ich zahle mit einem 10.000-Forint-Schein – und erlebe dann im Hotel die nächste böse Überraschung: Das Wechselgeld, das ich herausbekommen habe, waren 6000 rumänische Lei, vielleicht 20 oder 30 Forint wert.

Die guten Erfahrungen hatten uns sorglos gemacht – so dass wir zum Schluss denn doch noch von den Betrügereien eingeholt wurden, vor denen in den Reiseführern immer gewarnt wird.

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