Spanien, Kanararen, Teneriffa - Costa Adeje, Loro-Parque und Teide, Seite 1

Die Costa Adeje: Teneriffas Südwestküste zwischen Playa de Las Americas, Playa Paraiso und Los Gigantes



Anzeige

 




Das Video bei YouTube

Druckversion dieser Seite (PDF)

Anzeige

 




Zwischen Flughafen und Playa de Las Americas

Klicke auf das Bild
Die Fahrt vom südlichen Flughafen Teneriffas entlang der Costa Adeje, teils auf der Autobahn, teils durch die Ortschaften, ist vor allem eine Tour durch das zusammengewachsene Tourismus-Konglomerat von Los Christianos und Playa de Las Americas.
Die Touristenstadt ist der pulsierende Mittelpunkt der Costa Adeje, ein Ort, der fast nur aus Hotels, Ferienanlagen und Shopping-Malls besteht, sich dabei immer noch ausbreitet. Denn Siedlungen mit Ferienwohnungen gibt es nicht nur in Küstennähe, sondern auch schon ziemlich weit vom Meer entfernt an den umliegenden Berghängen.
Klicke auf das BildSeine Rolle als Zentrum des Tourismus an der Costa Adeje verdankt Playa de Las Americas seinem langen und breiten Sandstrand, ausgestattet mit zahllosen strohgedeckten Sonnenschirmen. Die Strandpromenade mit ihren Boutiquen und Restaurants übernimmt dazu die Rolle des Stadtzentrums.
Klicke auf das BildWenn man nicht zuviel erwartet, kann man für den stolzen Preis von neun Euro eine Fahrt mit der Touristenbahn unternehmen. Echte „Sehenswürdigkeiten“ werden bei dieser Tour jedoch nicht angefahren: Die gibt es in Playa de las Americas nämlich nicht. Einzig eine „kanarische Mühle“, wohl aber auch eher ein moderner Neubau denn historisches Original, erinnert an das, was in früheren Jahrzehnten hier gestanden haben könnte. Dafür geht es aber vorbei Klicke auf das Bildan Einkaufszentren, am Siam-Park, dem Wasser-Vergnügungspark, einer Schwesterneinrichtung des Loro-Parque, ein kleines Stück über die Autobahn und schließlich wieder über die Strandpromenade zum Ausgangspunkt der Tour.
Höhepunkt der Fahrt ist da einzig der Abstecher in den Puerto Colon, den Hafen von Playa de Las Americas. Fischerboote sieht man im Hafenbecken zwar nicht, dafür liegen hier aber die Jachten und Ausflugsboote dicht an dicht.

Am Playa Paraiso bei Adeje

Erst nördlich von Playa de Las Americas wird es etwas ruhiger, die Bebauung etwas aufgelockerter, sieht man auch etliche Bananenplantagen zwischen nun mitunter sogar dörflich anmutenden Siedlungen. Aber schon bald folgt der nächste Urlaubsort mit den Hotels großer internationaler Ketten wie Riu und Hard Rock.
Klicke auf das BildPlaya Paraiso nennt sich dieser Strandabschnitt des zu der Ortschaft Adeje gehörenden Ferienzentrums. Ein Uferweg führt rund um das RIU herum bis zu den anderen Hotels, meist über schwarze Klippen. Eigentlich ist es verboten, den Weg zu verlassen, aber einige Mutige klettern trotzdem die Klippen hinab, um es sich dann auf den aus dem Wasser ragenden Steinen und Felsen mehr oder weniger gemütlich zu machen.
Klicke auf das BildIn nördlicher Richtung des RIU liegt – zwischen weiteren Hotelanlagen – eine bis an die Klippen reichende Bananenplantage, im Süden eine schmale, von steilen Felswänden umgebene Badebucht, Las Galgas, nicht viel mehr als 50 bis 70 Meter breit, aber mit einem Sand-Kiesstrand und einigen Palmen.
Sieht man Richtung Inselinneres, fällt der Blick auf die dunklen Höhenzüge, deren Spitzen bereits von Wolken umhüllt sind.

Nach Norden Richtrung Los Gigantes

Auch die Ortschaften, die man bei einer Fahrt weiter in den Norden passiert, sind allesamt jüngeren Datums, sind entstanden und schnell gewachsen ab den 1970er Jahren. Vorher gab es in dieser unfruchtbaren Gegend ohne Regen, ohne Süßwasser und ohne Böden, auf denen irgendetwas gedeihen konnte, nur ein paar Fischerhütten. Der Teide im Zentrum der Insel ist schließlich nicht nur Spaniens höchster Berg, er ist auch Teneriffas Klimascheide. Regen fällt nur im Norden, im Süden bleibt es das ganze Jahr über trocken. Erst die künstliche Bewässerung und die massenweise Ausbringung von Mutterboden erlaubte die Anlage von Bananenplantagen auch an der Küste, das Entstehen von Dörfern, die dann durch den Tourismus rasant wuchsen. Dieses Wachstum bedeutet vielerorts allerding auch wieder das frühe Aus etlicher gerade angelegter Bananenplantagen. Die müssen nun neuen Hotels und Ferienanlagen weichen.
Einer der neuen Ferienorte an der Südwestküste, der nördlichste Punkt der Costa Adejhe, ist Los Gigantes, Der ist zwar kleiner als das weiter südlich gelegene Play de las Americas, wirkt aber bei der Durchfahrt – vielleicht auch wegen der engeren, verwinkelten und kurvigen Straßen – sogar noch etwas lebendiger als die eigentliche Touristenmetropole der Südküste. Die natürliche Attraktion von Los Gigantes, die so kein anderer Ort Teneriffas zu bieten hat: Die Klippen, die hier wie eine steile Felswand 450 Meter hoch wie ein unbezwinglicher Wall über den Meeresspiegel ragen, ein Anblick, der in der Tat seinesgleichen sucht.



Anzeige