Spanien, Kanararen, Gran Canaria - Gran Canarais Bergwelt, Seite 5

Ein Ausflug in Gran Canarias Bergwelt - Über das Fataga-Tal nach Artenara, Teror und Arucas



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Am Mirador de Tunte im Fataga-Tal

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Am Mirador de Tunte, ein Aussichtspunkt mit Restaurant und einem Hotel für Wanderer, gelegen im Fataga-Tal, legen wir den ersten Stop unserer großen Inselrundfahrt durch die Bergwelt Gran Canarias ein.
Ein recht vielfältiges Panorama: Da sieht man in ein urbar gemachtes Tal, auf kahle Berge und schließlich auf ein Dorf aus weißen Häusern, eine Ansammlung weit verstreuter Gebäude, zum Teil mehr eine Ballung einzelner Gehöfte als geschlossene Ortschaft.


San Bartolemeos

Der Ort, den wir dann als ersten nach unserem Stopp passieren, ist immerhin das offizielle Verwaltungszentrum von Maspalomas. Dabei macht San Bartolomeos eher den Eindruck eines Bergdorfs als eines Bergstädtchens. Daran ändern auch nicht nichts das etwas größere Rathausgebäude und die große Kirche, die eher wie eine Kathedrale wirkt, was aber für spanische Dörfer auch nicht ungewöhnlich ist.
Die Gassen, durch die wir fahren, schlängeln sich durch den Ort, vor einigen Cafés sitzen die fast ausschließlich männlichen und wohl auch einheimischen Gäste. Davon, dass von hier aus die wichtigste Touristenregion der Insel verwaltet wird, ist jedenfalls nichts zu spüren,

Artenara, das Dorf der Höhlenwohnungen

Unser nächstes Ziel ist Artenara, das höchstgelegene Bergdorf von Gran Canaria. Auch hier wieder: Eine überdimensionierte Kirche am Hauptplatz des Dorfes – und fast menschenleere Straßen. Das Dorf ist überaus sauber, die Häuser sind alle gepflegt, fast so, als wären sie erst kürzlich restauriert worden – aber belebt ist der Ort am späten Nachmittag nicht gerade.
Klicke auf das BildAuf unserem Besuchsprogramm stehen aber weder die Dorfkirche noch die überdimensionale Christusstatue, die sich außerhalb auf einem Hügel weithin sichtbar über die Landschaft erhebt, sondern die Emita de la Cueva, eine in den Fels geschlagene Höhlenkapelle. Artenara gilt nämlich auch als das Dorf der Höhlenbewohner. Die leben vor allem an der Straße, die am Rand des Dorfes an einen massiven Felsen entlangführt. An dieser Straße zwischen Felsen Klicke auf das Bildund dem ins Tal fallenden Abgrund liegt auch die Kapelle.
Das ist ein kleines, bescheidenes Gotteshaus, bestehend aus einem einzigen Raum. Es riecht muffig, nach Schimmel – und der einzige nennenswerte Schmuck ist eine Madonnenfigur.
Klicke auf das BildNeben der Kirche liegen die „Häuser“ der Höhlenbewohner. Eines davon, bewohnt von einer älteren Frau, kann von Touristengruppen besichtigt werden. Die Wohnung ist etwas höher als die Straße gelegen, und die Treppen nach oben führen durch einen etwas verwilderten, aber hübschen Garten. Die Wohnhöhle selbst ist unterteilt in mehrere kleine Räume, eigentlich ganz normale Zimmer, nur eben ohne Fenster, etwas muffig vielleicht, aber mit elektrischem Licht, sogar mit Badezimmer und Toilette. Die Einrichtung ist altertümlich, etwas kitschig, erinnert an ein Puppenhaus, aber alles in allem passend zu einer älteren alleinstehenden Dame der Kanaren.
Höhlenbewohner zu sein ist in Artenara jedenfalls kein soziales Stigma, auch, wenn es die jüngeren Einwohner des Ortes eher in die gemauerten Häuser des Zentrums oder gleich an die Küste zieht.

Die Caldera de los Pinos de Gáldan

Klicke auf das BildDas nächste Ziel ist der Montano Negro, der 1540 Meter hohe „Schwarze Berg“, von dem aus wir in die Caldera de los Pinos de Gáldan schauen, ein tiefer Abgrund in der Erde, entstanden bei einem Vulkanausbruch vor rund 3000 Jahren.
Nach dem Mittagessen in einem einsamen Berg-Restaurant in der Nähe von Vallesco mit Blick auf Gran Canarias Hauptstadt Palma steht noch der Besuch von zwei weiteren Städten auf dem Programm.

Teror, Stadt der Balkone

Zunächst geht es nach Teror, 650 Meter hoch gelegen, damit nicht nur eine der höchstgelegenen, sondern mit seinen 12500 Einwohnern auch eine der bevölkerungsreichsten Orte der Insel. Diese Zahlen erfährt der Besucher von einem Mosaik, das eines der Gebäude am zentralen Parkplatz schmückt. Dazu zeigt dieses Mosaik eine hübsche Ansicht von Terors Hauptstraße mit der Kirche, vermittelt so einen ersten Eindruck von dieser „Stadt der Balkone“.
Klicke auf das BildKlicke auf das BildZentrum der Stadt ist natürlich die Kirche, die „Kirche der Madonna der Pinien“, der Schutzheiligen der Stadt. Am Kirchplatz finden sich einige Marktstände. Der eigentliche Markttag ist zwar der Sonntag, zu dem es dann etliche tausend Besucher nach Teror zieht, aber zumindest die Händler, die es weniger auf einheimische als auf touristische Kundschaft abgesehen haben, sind auch an den anderen Tagen präsent. Touristen sind schließlich fast immer in dem Städtchen, jedenfalls rund um den Kirchplatz, auf der – autofreien – Hauptstraße, gesäumt von schmucken, Wohlstand zeigenden Bürgerhäusern mit hölzernen Balkonen, etliche von denen zusätzlich verschönt durch blühende Blumenpracht.
Für einen Bummel durch die Seitengassen bleibt den meisten dieser Gäste aber wohl kaum Zeit. Die sind fast menschenleer. Nur wenige ältere, einheimische Männer sitzen hier an den Tischen vor den Straßencafés.

Die Kathedrale von Arucas

Klicke auf das BildAuch in Arucas spielt sich das touristische Leben rund um die Kirche, die Iglesia de San Juan Bautista ab. Das ist ein fast monumentaler Bau in grauem Stein, gehalten in gotischem Stil, der neben klaren Linien hier auch verspielte Verzierungen zeigt, eine Kirche, mit der die Einwohner Arucas um 1900 ihren Reichtum demonstrieren wollten.



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