Ein Tagesausflug von Lissabon nach Sintra - zu Schlössern, Palästen und der Mauren-Festung

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Sintra - das königliche Bergstädtchen bei Lissabon

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Die anderen Stationen dieser Lissabon-Reise


Lissabon, Cascais, Estoril, Sintra - Städte-Trip nach Portugal: die Index-Seite dieses Berichtes


Rund um den Rossio



Alfama, Belém, Expo-Viertel


Cais do Sodré und Cacilhas



Cascais und Estoril  

 

Ein Tagesausflug von Lissabon nach Sintra - zu Schlössern, Palästen und der Mauren-Festung


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Mit dem Zug von Lissabon nach Sintra

Klassizistisch, wie in manchen Reiseführern gepriesen, ist der Bahnhof am Rossio nur mit seiner Fassade. Hinter denen verbirgt sich ein an Zweckmäßigkeit orientierter Verkehrsknotenpunkt, der Lissabons Zentrum mit den Vororten und dem Umland verbindet. Die Fahrt zu unserem Ziel, zum Bergstädtchen Sintra, dauert etwa 45 Minuten.

Rund um den Bahnhof macht Sintra den Eindruck eines ganz normalen,, unscheinbaren Bergstädtchens, eher ein Dorf, über dem sich allerdings hoch oben auf einem Berg die grauen Mauern einer mittelalterlichen Festung erheben. Und für ein normales Bergdorf wohl auch so zumindest in der Dimension nicht üblich: Die Masse von Cafés und Restaurants, die jetzt aber noch alle leer sind. Dazu wird überall für Hop-on-Hop-off-Touren und Stadtrundfahrten geworben, zu Preisen, die den Lissaboner Preisen jedenfalls in nichts nachstehen. Wir entscheiden uns für einen der kleineren, unabhängigen Tourenanbieter, der uns eine Sintra-Rundfahrt im Privatwagen anbietet.

Nationalpalast und UNESCO-Welterbe

Die führt nun zunächst zum Nationalpalast im Zentrum der Altstadt. Der Nationalpalast ist als ältestes königliches Schloss die Keimzelle des royalen Sintra, der Grund, warum sich der nun zum UNESCO-Welterbe zählende Ort zum Treffpunkt des Hochadels entwickelte. Nun hat sich – wie bei allen Sehenswürdigkeiten – an der Kasse eine lange Schlange von Wartenden gebildet, die das Schloss in der Stadtmitte auch von innen besichtigen möchten.

Dabei wirkt der weiße, im maurischen Stil gehaltene Bau, der, wenn man sich der Altstadt von der Hauptstraße nähert, noch das Bild des gesamten Ortszentrums prägt, aus der Nähe betrachtet  nicht einmal wie ein Schloss, sondern eher wie ein überdimensioniertes Herrenhaus, eine große Finca.

Dafür hat man vom Schlossplatz aus den besten Blick auf die hügelige Altstadt. Enge Gassen führen von der Hauptstraße aus nach oben in die höheren Regionen des von herrschaftlichen Villen umgebenen Ortes. Die großzügigste dieser Villen, so klärt uns unser Sintra-Führer auf, diente in früheren Zeiten übrigens als Sanatorium für – betuchte – Nervenkranke.

Besuch in einem Märchenschloss

Vom Nationalpalast aus fahren wir die Bergstraße hoch in Richtung der maurischen Festung, legen aber zunächst einen Besichtigungsstopp an der Quinta da Regaleira ein. Zeigte sich der Nationalpalast als „Herrenhaus“ – das hier ist ein Schloss, ein Märchenschloss umgeben von einem nicht minder märchenhaften Park mit Tümpeln, künstlichen Wasserfällen und Grotten.

Diese verspielte Anlage war dabei nie der Sitz eines Angehörigen der Königsfamilie oder des Hochadels, das ließ sich im 19. Jahrhundert ein reich gewordener Plantagenbesitzer aus Brasilien errichten, der sich bei seinen Vorstellungen wohl von allen romantischen Mittelaltervorstellungen leiten ließ, die zu seiner Zeit kursierten.

Im Hauptgebäude der Anlage steigen wir die Wendeltreppe hoch auf die Aussichtsplattform, sehen auf die Ziertürme mit den Dämonenfiguren, auf die fast versteckt liegenden weiteren Bauten, auf andere Türme, Pavillons im Grünen und mehr, machen dann einen  kleinen Rundgang durch das Gelände, das auch eines „echten“ Königsschlosses würdig wäre.

Bei der Weiterfahrt zum Mauren-Kastell halten wir am Lawrence-Hotel, auch das ein alter Adels-Sitz, nun Luxus-Hotel mit labyrinthartig angelegtem Park – und, durch das Tor der Einfahrt – einem wirklich einmaligen Blick auf den Palacio de Pena, dem nach den Aussagen der Reiseführer bedeutendsten Palast von Sintra.

An der Festung der Mauren

Unser Ziel ist allerdings die maurische Festung. Und zumindest den Weg unterhalb der Festungswälle kann man nehmen, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Regelmäßig werden die noch intakten grauen Mauern auf der Spitze des Berges von Wehrtürmen unterbrochen. Dazu liegt mitunter auch direkt am Weg eine zusätzliche Wehranlage. Angeblich soll die Festung von Sintra für die Mauren eine strategisch eher unwichtige Anlage gewesen sein – die aber doch um etliches gewaltiger war als das, was die Christen dieser Zeit an Festungen aufzubieten hatten.

Große Angst vor einem Sturm auf ihre Festungsmauern scheinen die Mauren nicht gehabt zu haben. Einige der Vorratssilos befinden sich unterhalb der Wälle. Dazu gibt es einen maurischen Friedhof mit einigen nun unter Glas liegenden  Skeletten, eine Moschee, für den Nicht-Archäologen kaum also solche erkennbar, die nun als Museum dient.

Die Ausstellungsstücke reichen zurück bis in die Jungsteinzeit. Immerhin weisen die ersten Siedlungsspuren auf dem Berg von Sintra zurück bis 5000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung.

Palacio de Pena - Portugals Neuschwanstein

Wir unternehmen noch einen Abstecher zum Palacio de Pena, dem Schloss auf einer anderen Bergkuppe. Das Schloss von Pena gilt zwar als „Neuschwanstein Portugals“, doch von weitem wirkt die in gelben und roten Tönen gehaltene Anlage eher nicht wie ein die Romantik nachspielendes „Märchenschloss“, sondern wie eine farbenfrohe Burgaanlage mit spielerischen Elementen.

Unsere Sintra-Rundfahrt endet auf einem Parkplatz nahe der Altstadt, durch die wir nun noch einen kleinen Bummel unternehmen. Rund um den Hauptplatz unterhalb des Nationalpalastes drängen sich die Restaurants und Cafés, alle gut besucht, eine von diesem Platz in die höher gelegenen Ortsteile führende, gerade mit bunten Wimpeln geschmückte Gasse ist voller Andenkenläden. Doch am Ende dieser Gasse verläuft sich die Touristenmenge, geht es fast ruhig zu. Auf einem kleinen Platz steht ein öffentlicher Brunnen mit allegorischen Motiven, die verwinkelten, steilen Gassen, zu steil und zu eng selbst für Motorräder oder Fahrräder, erinnern als die Alfama in Lissabon – nur, dass hier alles noch kleiner und beschaulicher ist.

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