Zwischen Rossio und Pracio do Comercio  - Höhepunkte der Lissaboner Altstadt im Chiado, der Baixa und im Bairro Alto

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Alfama, Belém, Expo-Viertel



Cais do Sodré und Cacilhas


Cascais und Estoril  


Sintra

 

Zwischen Rossio und Pracio do Comercio  - Höhepunkte der Lissaboner Altstadt im Chiado, der Baixa und im Bairro Alto


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Rund um den Chiado

Unser Hotel, das Borges, liegt im Chiado, eine U-Bahnstation vom Rossio entfernt, fast im Zentrum der Lissaboner Altstadt. Ein besserer Ausgangspunkt für eine Erkundung der Stadt ist kaum vorstellbar. Unmittelbar neben unserem Hotel befindet sich das Café A Brasileira, einst Treff der Lissaboner Literaten, woran nun das Denkmal für eines dieser Dichter erinnert, heute vor allem ein teures Café für die Touristen.

 

Aber "literarisch" geht es im Chiado noch immer zu. In direkter Nachbarschaft zum Hotel finden sich eben nicht nur Cafés, Eisdielen, Restaurants - sondern auch einige Antiquariate, eines direkt neben dem Borges. Zu dessen Angebot gehören auch deutschsprachige antiquarische Bücher, Leckerbissen für Liebhaber, die dafür allerdings auch entsprechend in die Tasche greifen müssen.

 

In den Gassen des Bairro Alto

 

Die hügelabwärts gehenden Gassen führen zum Ufer des Tejo, zu den Cais do Sodré. Bestimmt wird die Aussicht hier von der – noch einige Kilometer weiter westlich gelegenen – Brücke des 25. April, die wie eine Kopie der Golden Gate Bridge in San Francisco wirkt, die auf der anderen Seite des Tejo fast in gerader Linie zu der auf einem Hügel stehenden Christus-Figur führt, einer Christus-Figur, die wiederum der Statue in Rio de Janeiro nachempfunden ist. 

 

Auf dem Rückweg fällt vor allem in den kleinen Seitengassen des Bairro Alto auf: An vielen Gebäuden sind die Fassaden noch mit den traditionellen Kacheln verziert, meist in blau, mit Landschafts- und maritimen Motiven oder Heiligenbildern. Aber: Viele dieser alten Häuser stehen noch leer, haben vielleicht ein Restaurant oder ein Café im Erdgeschoss, während die darüber liegenden Stockwerke immer noch auf ihre Instandsetzung warten.

 

Auf dem Weg zum Rossio

 

Der Weg vom Borges zum Rossio,  zu dem Herz der Lissaboner Altstadt, führt erst einmal über den Chiado, dabei vorbei Elevador de Santa Justa. Rund 30 Meter hoch ist das verzierte gusseiserne Gestell des Fahrstuhles, der die zum Rossio führende Straße mit dem höher gelegenen Chiado verbindet, eine Konstruktion des Jahres 1902, bei der man sich spontan an den Eiffelturm erinnert fühlt. Aber schließlich wurde dieser Fahrstuhl, der der berühmteste von 30 ähnlichen Stadt-Fahrstühlen ist und zum Wahrzeichen seines Viertels wurde, ja auch von einem Mitarbeiter und Schüler Eiffels entworfen. Fünf Euro soll die 30-Meter-Fahrt mit dem Fahrstuhl kosten, ein stolzer Preis, der aber nicht wirklich abschreckt. Jedenfalls hat sich vor der Kasse eine lange Schlange gebildet.

 

An der Nordseite des lang gezogenen Rossio setzen wir uns in ein Café. Der viereckige Platz selbst, bestimmt von den Brunnen und Denkmälern, ist aber fast leer. Hier bestimmt das aus dunklen Pflastersteinen gebildete Wellenmuster das Bild: geht man, auf den Boden schauend, über den Platz, meint man tatsächlich, durch Wellen zu laufen.

 

Und natürlich ist es die Umgebung, die den Reiz des Platzes ausmacht. Das ist weniger der klassizistische Bau des Nationaltheaters, das sind vielmehr die Bürgerhäuser entlang der anderen Seiten.

 

Schließlich bummeln wir von der Nordseite aus durch die Nebengassen am Rossio. Da führt der Weg zunächst zu einer alten Kirche – und davor steht ein kleines Denkmal mit dem Davidstern, eine Erinnerung an die erste Judenverfolgung im mittelalterlichen Lissabon. Gleich daneben verraten die in allen Weltsprachen gehaltenen Wandinschriften, wie sich die portugiesische Hauptstadt heute gern sehen würde: „Lissabon, die tolerante Stadt.“ In der Nachbarschaft zu Kirche, Denkmal und Wandinschriften hat sich ein Treffpunkt afrikanischer Flüchtlinge herausgebildet.

 

Eine Fahrt mit der Elécritico

 

Zurück am Chiado steigen wir in die Elécritico: Bei den Straßenbahnen, die in diesem Teil der Innenstadt verkehren, gibt es jeweils nur einen Waggon – und bei jedem dieser Waggons könnte es dem optischen Eindruck nach um ein Originalstück aus dem 19. Jahrhundert handeln. Diese Wagen sind weit kleiner als die neuen Straßenbahnwaggons, vielleicht halb so lang wie die modernen Wagen, wurden aber auch bei der Inneneinrichtung nie modernen Anforderungen angepasst. Selbst der Leitstand des Fahrers wirkt immer noch altertümlich. Zwar gibt es gibt es direkt für die Touristen ausgewiesene „historische“ Linien, aber die unterscheiden sich nur im Preis von den „normalen“ alten Straßenbahnen, die durch das Bairro Alto kreuzen.

 

Unabhängig von den Sehenswürdigkeiten: Eine Fahrt mit der Eléctrico ist wie die Mischung zwischen einer Achterbahn- und einer Geisterbahnfahrt. So altersschwach die einzelnen Waggons auch sein mögen: Hier rattern und tuckern unter Aufbietung aller Reserven die Hügel hoch, rasen dann quietschend wieder hinab durch die engen Straßen. Und die sind so eng, dass man an manchen Stellen durch ein offenes Waggonfenster die Hauswände berühren könnte.

 

Auf der Avenida da Liberdade zum Pracio do Comercio

 

Ein abendlicher  Spaziergang in der Baixa, durch den südlichen Teil der Avenida da Liberdade zum Pracio do Comercio: Südlich des Rossio wird Lissabons Prachtboulevard zur – sehr breiten – Fußgängermeile, mit teuren Geschäften links und rechts, mit den Freiluft-Restaurants in der Mitte. Auch in einigen Nebengassen sieht es ganz ähnlich aus, wenn auch auf kleinerem Raum.

 

Die Avenida da Liberdade endet an einem Torbogen. Der kleine Platz dahinter scheint allabendlich für eine schwarzafrikanische Tanzgruppe zur Bühne zu werden, die hier – relativ zwanglos – ihr Können präsentieren.

 

Verglichen mit dem Gedränge auf der Avenida da Liberdade scheint der Pracio do Comercio fast menschenleer. Aber der von repräsentativen Gebäuden umgebene Platz mit einem monumentalen Reiterdenkmal in der Mitte ist aber auch so riesig, dass sich hier auch die größte Menschenmenge verlieren würde.

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