Nirgends dürfte die Welt "englischer" sein als in den Schlössern und Gärten von Südirland - doch überall stößt man auf die Spuren der keltischen Kultur...

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Irland, der Süden: Von Dublin auf den Ring of Kerry

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Gesehen vor Howth: Landzunge mit Leuchtturm Ehrwürdig: die Trinity-Universität in Dublin Das Schloss der Familie Butler in Kilkenny .Rock of Cashel - Wehrkirche des Dorfes Cahir

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Edel: Das Bantry-Haus in dem Hafenstädtchen Bantry Auf dem Ring of Kerry durch die Berge der grünen Insel Ladys View: Ein Aussichtspunkt von Queen Victoria Im Gutshof von Killarney blüht der Rhododendron

Gesehen im Bunratty Folk Park: Wagen des "Fahrenden Volks"

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Die Burg der O'Brians im Bunratty Folk Park

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Die Reiseroute: Dublin - Howth - Kilkenny - Rock of Cashel - Cork - Bantry - Kenmare - Ring of Kerry - Killarney - Adare - Limmerick - Bunratty Folk Park

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  Freitag, 14. Juni 1996: Berlin - Dublin - Howth

Gegen 16.30 Uhr landet die Air-Lingus-Maschine auf dem Flughafen von Dublin.

Die Stadt macht einen extrem sauberen Eindruck. Überall sieht man gepflegte Vorgärten, und in manchen davon wachsen sogar Palmen.

Nach dem Einchecken in Jurys Hotel geht es mit dem Bus Richtung Howth, einem Fischerstädtchen vor Dublin. Olga, unsere Reiseleiterin, eine alternde Lehrerin, erzählt uns einiges aus der Geschichte Dublins, der aus einer Wikinger-Siedlung hervorgegangenen Hauptstadt Irlands, macht uns auf die georgianischen Häuser aus dem 18. Jahrhundert aufmerksam, aus der Zeit also, als die Stadt ihren eigentlicher Aufschwung erlebte - und schließlich biegen wir, aus der Innenstadt kommend, auf die Küstenstraße nach Howth ein.

Die Straße ist mit ihren zwei Spuren eigentlich viel zu schmal, und eine Baustelle sorgt außerdem noch für einen kilometerlangen Stau. Aber die hügelige Gegend überzieht das allmählich auslaufend Stadtgebiet, überall grünt es, und in der Ferne entdecken wir eine Insel mit mittelalterlichen Bauten. Vor Howth wandern wir ein kleines Stück an der Küste entlang: Einsam steht ein Leuchtturm auf der vorgeschobenen Landzunge an der Einfahrt zum Dubliner Hafen.

Wegen Staus erreichen wir Howth erst mit einiger Verspätung. Im Stadtzentrum von Howth, gegenüber dem Yachthafen, steh eine verfallene Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert. Ein ehemaliger Kirchenanbau dient heute als Restaurant, in dem auch wir essen - Fischsuppe als Vorspeise - und nach dem Essen noch einer Folkgruppe zuhören.

Olga berichtet, dass der Erhalt der alten Häuser von Howth erst seit kurzer Zeit gesichert ist. Bis vor wenigen Jahren noch war zum Beispiel das Hafenmeisterhaus völlig verfallen, versuchten Bauspekulanten, die ganze Gegend um den Hafen herum aufzukaufen.

Samstag, 15. Juli 1996: Dublin - Kilkenny - Rock of Cashel - Cork

Vormittags besuchen wir die Trinity-Universität in Dublin, ein vornehmer Bau mit Säulen, gelegen in einem wundervollen Hof. Das beeindruckendste an dieser Universität ist aber die Bücherei. Zum einen dreht sich hier alles um das "Book of-Kells", eine Bibel, an der die Mönche mit Unterbrechungen rund 300 Jahre arbeiteten, um sie zu kopieren und mit Hunderten von Bildern auszuschmücken; und zum anderen ist da der eigentliche Bibliotheksraum, eine lange Galerie, zweistöckig, alles voller antiquarischer Kostbarkeiten, sogar alphabetisch geordnet.

Von Dublin aus fahren wir nun nach Kilkenny, wo wir das Schloss der Familie Butler - sie stellten tatsächlich die Butler der Könige von England - besichtigen. Berühmt ist das Schloss vor allem wegen seiner Bildersammlung - untergebracht zusammen mit den Gobelins in einem eigenen langgezogenen Anbau - und außerdem für seinen großzügigen Garten.

Kilkenny, die erste Kleinstadt, in der wir halten, zeichnet sich durch seine kleinen bunten Holzhäuser aus. Das Touristenzentrum ist allerdings in dem einzigen Feldsteinbau, einem Überbleibsel aus dem Mittelalter, untergebracht. Das Restaurant, in dem wir zu Mittag essen, verfügt über einen Anbau mit einem gläsernen Dach, das die Hitze heute regelrecht aufsaugt.

Unsere nächste Station ist der Rock of Cashel bei dem Dorf Cahir. Schon von weitem prägt das mächtige Kastell auf Felsen die Landschaft. Die alte befestigte Kathedrale ist weitgehend verfallen: Die einst unbezwingbaren Bauten der Burganlage ragen in die Höhe wie hohle Zähne. Am beeindruckendsten scheint mir - neben dem Rundblick auf die Wiesen im Tal - der Friedhof: Steinkreuze aus dem Lauf der Jahrhunderte, dicht an dicht, gut erhalten und ehrwürdig.

Von Cork bekommen wir leider nicht viel mehr mit, als dass die Stadt bei der Einfahrt den Eindruck einer tristen Industriestadt hinterlässt. Nach dem Abendessen im Hotel machen wir uns noch einmal auf den Weg über die Hauptstraße, schauen in einige Pubs, die zwar alle hoffnungslos überfüllt sind, sich ansonsten aber nicht von Kreuzberger Kiddie-Treffs unterscheiden.

Sonntag, 16. Juni 1996: Cork - Limerick

Nachdem wir Cork am frühen Vormittag verlassen haben, kommen wir zunächst durch einige sogenannte Pflanzerstädte, die im späten Mittelalter von den Einwanderern aus Schottland und Wales gegründet wurden. Die Straßen laufen im spitzen Winkel aufeinander zu, die Häuserreihen bilden Dreiecke - angeblich, weil sich die Einwanderer durch diese Bauweise besser gegen Angriffe der ursprünglichen Bewohner wehren konnten.

Unsere erste Station ist Bantry, ein Hafenstädtchen mit einer romantisch vorgelagerten Insel. Wir besichtigen das Bantry-Haus, ein vornehmer Landsitz in einem ,,italienischen Garten" mit wunderbarem Blick auf die Bucht.

Einen kurzen Fotostop legen wir dann in Glengarriff ein: Auch hier vorgelagerte Inseln in der Bucht, über und über mit blühendem Rhododendron bewachsen.

In Kenmare essen wir Mittag in einem romantischen Restaurant, einem wohl 150 Jahre alten Bau aus grauem Schiefer. Danach schlendern wir durch die Stadt mit ihren rot, gelb und grün angemalten Häusern.

Von Kenmare geht es nun auf den "Ring of Kerry", eine enge, kaum als zweispurig zu bezeichnende Straße, die durch den Nationalpark führt, vorbei an den tausend Meter hohen Bergen Westirlands.

An einem Pass - natürlich ausgestattet mit einem Souvenirgeschäft - legen wir einen Stop ein, genießen den Blick über die Täler. Weit unter uns grasen die Schafe.

Nach einer kurzen Strecke erreichen wir den "Ladys View", benannt nach Königin Victoria und ihren Hofdamen, die von diesem Punkt aus den Blick auf die drei beieinanderliegenden Seen genossen haben sollen. Die drei Seen selbst, reines spiegelglattes Blau, tragen dagegen nur unscheinbare Namen: Oberer, Unterer und Mittlerer See.

Am Endpunkt des Nationalparks liegt Killarney, wo wir das am See gelegene Gutshaus und den dazugehörenden Park besuchen. Die Rhododendrenbüsche - sie blühen in den Farben rot, lila und weiß - erreichen hier eine Höhe von bis zu fünf Meter. Von den Rehen ist heute nichts zu sehen: Dafür scheint der Park auch bei den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Es wimmelt von Besuchern, weswegen sich wohl die Rehe scheu zurückgezogen haben dürften.

In Adare, es ist mittlerweile nach 17 Uhr, nehmen wir noch Tee und Scom, einen trockenen Kuchen, der aufgeschnitten und dann mit Butter, Marmelade und Sahne bestrichen wird. Das Dorf selbst ist bekannt für seine kleinen strohbedeckten Häuser. Im Ortskern steht eine gewaltige Kirche, am Ortsausgang kommen wir an einem alten Zisterzienser-Kloster vorbei.

Gegen 20 Uhr erreichen wir unser Ziel, das Schlosshotel von Dromoland Castle in der Nähe von Limerick.

Montag, 17. Juni 1996: Bunratty Folk Park

Das Dromoland Castle - gelegen an einem See, im Rücken das Moor - ist ein im romantischen Stil des 19. Jahrhunderts errichtetes Schloss der O'Brians, die vor Jahrhunderten hier erst als Könige und dann als englische Vizekönige residierten ten. Heute ist das Familienschloss zum Golfhotel umfunktioniert.

Auf dem Weg zum Bunratty Folk Park kommen wir immer wieder an den ca. 20 Meter hohen mittelalterlichen Wehrtürmen vorüber. Eigentlich könnte man meinen, dass es für diese Türme mehr Interessenten geben sollte, die sie kaufen und instand setzen. Doch die meisten Türme ragen nur als hohle Zähne in die Höhe.

Der Bunratty Folk Park ist ein künstliches Dorf aus historischen Bauernhäusern, alten Scheunen und Koppeln mit einigen Tieren und schließlich einer Dorfstraße, die gut als Filmkulisse dienen könnte. Die Attraktion ist die  alte Burg der O'Brians - doch der Touristenstrom, den es da hineinzieht, hält uns dann doch von einer Turmbesteigung ab.

Nach 13 Uhr sind wir auf dem Flughafen von Shannon, besuchen noch kurz den Duty-free-Shop - den ältesten der Welt - und treten schließlich die Heimreise an.

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