Samos-Rundfahrt von Mykali zum Hera-Tempel und Kloster Megali Panagias, über Pyrgos, Karlovasi nach  Kakkari

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Samos-Rundfahrt mit Hera-Tempel, Megali Panagias und Kakkari 

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Die anderen Stationen dieser Samos-Reise


Griechenland, Samos: Kerveli und eine Insel-Tour - die Index-Seite dieses Berichtes



Kerveli und seine Tauchplätze



Káto Vathi - in Samos-Stadt



Pythagórió - antike Hauptstadt


 

Samos-Rundfahrt von Mykali zum Hera-Tempel und Kloster Megali Panagias, über Pyrgos, Karlovasi nach  Kakkari

 
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An der Meerenge zwischen Griechenland und der Türkei

Der eigentliche Teil der Inselrundfahrt, nachdem alle Teilnehmer aus ihren Hotels abgeholt sind, führt als erstes an die Straße von Mykali, an die engste Stelle zwischen Samos und der türkischen Küste. Gerade einen Kilometer misst die Entfernung, und vor einigen Jahren noch, so berichtet die Reiseleiterin, durfte hier auch nicht getaucht werden. Auf dem Meeresboden sollen hier noch unzählige antike Artefakte liegen, Überbleibsel zahlreicher Seeschlachten, die hier stattgefunden haben.

Das Tauchverbot jedenfalls ist aufgehoben, und es gibt wenigstens ein neueres großes Strandhotel, unmittelbar gegenüber einem gerade ausgetrockneten Tümpel, der ein Refugium für Flamingos zu sein scheint.

Die "Heilige Straße"

Kurz darauf fahren wir durch Pythagório, vorbei am Museum, durch den Ort durch zum Parkplatz am Beginn der „Heiligen Straße“. Die war ursprünglich sechs Kilometer lang, führte von der antiken Stadt zum Tempel der Hera, während der nun zum archäologischen Feld gehhörende Wegabschnitt nur wenige hundert Meter misst.

Beherrscht wird das Panorama auf diesem Weg von einer am Endpunkt stehenden, alles überragenden mächtigen Säule. Rechts und links stehen unterdessen die Reste der ursprünglich 6000 Skulpturen, die den gesamten Weg säumten. Hervorstechend unter diesen Skulpturen: die so genannte Geneleos-Gruppe. Die nun kopflosen Figuren stellen die Angehörigen einer reichen Familie aus dem sechsten Jahrhundert vor unserer Zeit dar, die sich hier, wie auch die anderen wohlhabenden Familien der Stadt, verewigt hatte.

Am Tempel der Göttin Hera

Vom Tempel selbst ist, außer der einen, aus aufeinandergestapelten Marmorscheiben bestehenden Säule und einigen mächtigen Säulenkapitellen nicht viel übrig geblieben. Und die eine stehende Säule ist mehr ein Werk der Rekonstrukteure als ein Original.

Wie der Tempel ursprünglich ausgesehen hat, zeigt nun das in einem kleinen Steinhaus untergebrachte Modell. Das war in der Tat eine gewaltige Anlage, errichtet aus Marmorblöcken, die über das Meer hierher geschafft, in dem kleinen Hafen gleich neben dem Tempel ausgeschifft wurden.

Von dem Hafen ist allerdings nichts mehr erhalten geblieben – und ein Großteil der Steine, die damals mühevoll auf Insel transportiert wurden, liegt nun, längst zerbrochen, aufeinandergestapelt und nummeriert in den Regalen um das kleine Haus mit dem Modell, bereit, von den Archäologen wieder zusammengefügt zu werden.

Ein Kloster in den Bergen

Unsere nächste Station ist das Kloster Megali Panagias, angeblich das älteste Kloster der Insel, errichtet in den Bergen, umgeben von einer Mauer, derzeit noch bewohnt von einem halben Dutzend Mönche, die einen dank der Touristen recht florierenden Klosterladen betreiben. In den kleinen Geschäftsräumen im oberen Stockwerk eines der Wohngebäude verkauft ein noch jüngerer Mönch, aber natürlich schon mit langem Bart, Gewürze, Seifen und Öle mit den Kräutern, die die Mönche in der Klosterumgebung gesammelt haben, Honig und andere Naturprodukte.

Die Kirche, überbordend mit Ikonen und Ornamenten aus Messing geschmückt, ist allerdings noch von einem einige Jahre zurückliegenden Brand gekennzeichnet: Die Wandmalereien sind teilweise von schwarzem Ruß überlagert, wohl unwiederbringlich zerstört.

An dem beeindruckenden Bild der Gesamtanlage ändert dieser Schönheitsfehler aber wenig: Das Kloster Megali Panagias bleibt sicher auf der Liste der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Samos.

Auf der Kräuterstraße

Auf der so genannten Kräuterstraße geht es weiter zunächst in das Bergdorf Pyrgos, ein Dorf, dass offensichtlich in zwei Teile zerfällt. Zum einen ist da der Ortsteil an der gewundenen Straße, das „Geschäftsviertel“, mit dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr am Ortseingang, den beiden Dorfkneipen im Zentrum – und dem von Ferne malerisch wirkenden „Wohn-Dorf“ unterhalb eines Berghanges.

Hinter Pyrgos entwickelt sich unsere Inselrundfahrt allerdings zu einer Art Kaffeefahrt. Der nächste Stopp ist in der Nähe von Neochori eine Imkerei, ein Geschäft fernab jeder Ortschaft und auch jeder Sehenswürdigkeit. Hier kann man nicht viel mehr tun als den Bienen beim schwärmen zuzuschauen – und in dem kleinen Geschäft Honig, Honigwein oder andere Produkte zu kaufen.

Auf der Weiterfahrt geht es immerhin vorbei an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Kerkis, mit seinen 1430 Metern der höchste Berg, dann legen wir den nächsten Halt in Karlovasi ein, an der Hauptgeschäftsstraße, einer Töpferei. Das besondere Andenken, das es hier zu erwerben gibt: handgefertigte „Becher des Pythagoras“. Der Trick an diesem Becher: Wegen eines raffinierten Systems von Röhren lässt sich ein gefüllter Becher nicht leer trinken, angeblich eine Erfindung des Pythagoras, mit der er seinen Schülern beibringen wollte, dass dass der Gierige doch nicht das bekommt, was er will.

Von Karlovasi nach Kakkari

Die Inseltour entwickelt sich nun allerdings zur Kaffeefahrt. Am Hafen von Karlovasi steht nun der Besuch einer Wein-Genossenschaft an, genauer gesagt: der Besuch der Verkaufsräume. Die sind in einem alten, aus Feldsteinen gebauten Lagerhaus errichtet, im vorderen Teil mit dem Schankraum – im hinteren dann das Lager mit den Weinfässern.

Nach dem Mittagessen in einem Strandrestaurant – eigentlich liegt das Restaurant an der Straße, zum Sandstrand muss man die Böschung hinabsteigen – steht noch ein Besuch im Nachtigallental an. Ein Bächlein fließt durch den Wald, von Nachtigallen ist weder etwas zu sehen noch zu hören. Vielleicht haben die aber auch wegen des Lärm aus dem Ausflugslokal das Weite gesucht.

Unsere Inselrundfahrt endet an der großen Kirche von Kakkari, einem Badeort an der Nordküste. Der recht hübsche Ort mit seinen kleinen Häusern ist gänzlich vom Tourismus geprägt: In den Gassen der Innenstadt gibt es scheinbar kein Haus, das nicht entweder einen Andenkenladen oder ein Café beherbergt, und entlang der Kaimauer gibt es scheinbar nur noch Restaurants mit Blick aufs Meer.

Der eigentliche Hafen, in dem auch einige wenige Boote liegen, scheint dagegen recht klein, und einen Strand, sonst eigentlich Voraussetzung für jeden Badeort, können wir auch nicht entdecken.

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