Albanien: Tirana, Balkan, Ionisches Meer und Adriaküste - Berat, Seite 7

Berat - die Stadt der tausend Fenster und Treppen an den Ufern des Osum



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Eine Festung als Stadtteil

Berat, gelegen in den mittelalbanischen Bergen, hat gleich drei Altstädte, blieb weitgehend unberührt von den Bausünden der kommunistischen Ära oder den Bausünden der 1990er Jahre.
Die erste Station, die in Berat auf dem Besuchsprogramm steht, ist eine der drei Altstädte: die Festung. Die liegt, wie in Albanien üblich, auf einem Berg über der Stadt, wobei in Berat die Anfahrt zur Festung noch Klicke auf das Bildetwas steiler zu sein scheint, die Gesamtanlage auch etwas größer, die Mauern vielleicht etwas dicker sind – und diese Festung eben nicht als Museum, nicht als Ausstellungsgelände gilt, sondern eben eine eigene Stadt ist, sogar mit einem kleinen Krankenhaus.
Die einstigen Festungsbauten sind nun Wohnhäuser der Einheimischen, werden von denen in der Regel aber auch als Andenkenladen, Restaurant oder kleines Hotel genutzt. An Touristen herrscht hier auch kaum Mangel.
Dabei erfordert ein Bummel durch die Festung von Berat durchaus einiges an Kraftanstrengung. Denn die Kopfsteinwege von der äußeren Befestigungsmauer ins Zentrum führen nicht weniger steil nach oben als bereits die Auffahrt zur Festung, und das Kopfsteinpflaster erweist sich als tückisch glatt.

An den Ufern des Osum

Der Osum trennt die beiden anderen Teile des historischen Berat. Der Osum ist hier ein zwar recht breiter, Klicke auf das Bildaber ruhiger und wohl auch nicht sehr tiefer Fluss. Ein Flussfischer steht mit seinem ausgeworfenen Netz in der Mitte des Stroms, geht gerade seiner Arbeit nach, während wir über eine alte steinerne Brücke, angeblich aus dem 13. Jahrhundert, vom westlichen in den östlichen Teil gehen.
Hier zeigt sich Berat noch von seiner dörflichen Seite. Am Ufer des Osum grast eine Schafherde, die Hauptstraße entlang des Flusses ist praktisch autofrei, und es gibt hier auch so gut wie keine Geschäfte.
Die durchweg in weiß gehaltenen Häuser sehen fast alle völlig gleichförmig aus. Davon heben sich lediglich die weiter oben auf den Berghängen errichteten Kirchenbauten ab.
Völlig anders dagegen sieht es auf der Westseite aus. Ins Auge fallend: Eine kleine Kirche, errichtet auf einem Felsvorsprung über der Stadt, die äußersten, auf die Berghänge reichenden Außenbefestigungen der Burg – und das ungewöhnliche Panorama dieses Teils der Stadt, am besten zu sehen allerdings vom Ostufer des Osum.

Fenster und Treppen

Klicke auf das Bild„Stadt der 1000 Fenster“ lautet eine Bezeichnung für Berat, aber „Stadt der 1000 Treppen“ wäre ebenso zutreffend. Einzige wirkliche Straße ist auch auf der Westseite die Hauptstraße entlang des Flusses, wo sich auch die Geschäfte und Restaurants befinden, dahinter erheben sich mehrere Reihen langgezogener gleichförmiger weißer Häuser im osmanischen Stil, eine Häuserreihe immer über der anderen liegend. Zu erreichen sind diese oberen Häuserreihen nur über Treppen – die so die eigentlichen Verkehrsadern der Stadt sind.
Unmittelbar neben diesem Teil der Altstadt schließt sich der neuere Teil Berats an, gestaltet als großzügige Fußgängerzone mit Cafés und Geschäften.


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