Albanien: Tirana, Balkan, Ionisches Meer und Adriaküste - Vlora und Durres, Seite 6

Vlora und Durres - Albaniens größte Hafenstädte und Badeorte an der Adria



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Die Strände von Vlora

Klicke auf das BildAn der Küstenstraße von Vlora, dem groß0en Badeort an der albanischen Adriaküste, reiht sich Hotel an Hotel – obwohl der Strand am südlichen Ende der Stadt so schmal ist, dass er wahrlich nicht zum Sonnenbad einlädt.
Schon eher zum Badeaufenthalt geeignet sind die Strände südlich der Stadt, zum Beispiel Radhime. Hier findet man einen deutlich breiteren Sandstrand als die kleinen Flecken an den Hotels, aber alles in allem erinnert auch Radhime doch mehr an eine Badeanstalt: Der Strand ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche, ausgestattet mit Liegen und Sonnenschirmen, aber eher weniger besucht. Auch die Restaurants sind am frühen Vormittag noch ziemlich leer.

Ein neues Zentrum für Albaniens erste Hauptstadt

Eine Tour durch die Innenstadt: Der Bus hält auf einem abgelegenen Parkplatz am Hafen, zu Fuß geht es die Hafenpromenade, wieder vorbei an etlichen Hotels, Restaurants und Geschäftshäusern, entlang, zur Innenstadt, in die Fußgängerzone. Auch wenn Vlora eine der ältesten Städte Albaniens sein soll, so ist hier davon jedoch nichts zu spüren. Keines der hier stehenden Gebäude erweckt den Eindruck, als sei es vor 1990, vor dem Sturz des kommunistischen Regimes entstanden.
Immerhin: In der Fußgängerzone, so etwas wie Vloras Hauptstraße, scheinen etliche Bauten auch älterenKlicke auf das Bild Datums zu sein, aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Über zwei oder drei Stockwerke geht es jedenfalls nicht hinaus, Hochhäuser fehlen gänzlich. Doch in dieser gut besuchten und geschäftigen Straße gibt es eben kein Haus, dessen erste Etage nicht als Ladenzeile genutzt wird – und auch ein kleiner Park darf an dieser Fußgängerzone nicht fehlen.
Die Straße endet an der eigentlichen Altstadt von Vlora, an seinem historischen Kern, von weitem erkennbar am Minarett der – allerdings ansonsten kleinen und unscheinbaren – Moschee. Wir sind hier am Unabhängigkeitsplatz, dem Platz mit dem Haus, von dessen Balkon aus 1912 die unabhängige Republik Albanien ausgerufen wurde, was Vlora dann auch für kurze Zeit zur ersten Hauptstadt des Landes machte. Daran erinnert heute vor allem ein Kriegerdenkmal, eine Partisanenallegorie in realsozialistischem Stil, pompös wie alle Denkmäler dieser Art.

Ferienzentrum Durres

Sowohl als Hafen- wie auch als Ferienort steht Vlora allerdings im Schatten von Durres. Hier liegt der größte Hafen des Landes und gleichzeitig wegen seines Strandes als auch der Nähe zu Tirana und dem Flughafen Albaniens touristisches Zentrum.
Klicke auf das BildDer gelbe Sandstrand von Durres ist nicht nur breit, sondern auch scheinbar endlos lang, dicht bevölkert von Badegästen und fliegenden Händlern mit den unterschiedlichsten Angeboten. Dazu reiht sich ein Strandrestaurant an das andere, hat sich abseits des Strandes entlang der Straße eine rege Bautätigkeit entwickelt. Da finden sich ganz wildwüchsige Ansammlungen von Bretterbuden mit Strand- und Badebedarf sowie billigen Andenken, gibt es zahllose Hotels und Pensionen, dazu, nicht mehr ganz so nah am Strand, Siedlungen mit Ferienwohnungen.
Allerdings: Gebaut hat hier wohl nach 1990, wer meinte, einen Platz gefunden zu haben und über das Geld verfügte – einen Stadtplan gab es dafür allem Anschein nach jedoch wohl nicht.

Stadtkern mit Antikem

Klicke auf das BildIn einiger Entfernung hierzu liegen der Hafen und das eigentliche Durres. auch das eine von den Städten Albaniens, die auf eine antike Gründung zurückgehen.
Umgeben von kleinen Häusern der Altstadt liegt das größte Überbleibsel der antiken Zeit: das römische Amphitheater. Die Arena dieses Schauplatzes von Gladiatoren- und anderen Kämpfen ist um einiges tiefer als die umliegenden Häuser, und die steinernen Sitzreihen dürften zu ihrer Zeit etlichen Tausend Zuschauern Platz geboten haben, ein guter Beleg für die Bedeutung, die Durres in der römischen Antike hatte.
Nur wenige Schritte entfernt, am Hauptplatz des modernen Durres mit dem Museum und weiteren öffentlichen Gebäuden, steht die große Moschee mit ihrer gelben Kuppel und dem Minarett, ein Bau aus dem Jahr Klicke auf das Bild1938, 1992 als Moschee wieder eröffnet.
Vom Hauptplatz aus geht es in die Fußgängerzone, auf die Flaniermeilen mit ihren Straßencafés und Restaurants – und schon stößt man in einer kleinen Nebenstraße wieder auf ein Reliktaus antiker Zeit, geschützt von einem Bauzaun, umgeben von bescheidenen Mietshäusern. Die Fundamente und Säulenreste, die hier fast unbeachtet stehen, stellten in der Antike Teile des Forums dar, heute nicht mehr so imposant, aber eben doch auch in der Nähe des Amphitheaters – und wie das Amphitheater fast natürlich eingebunden in das moderne Durres.


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