Albanien: Tirana, Balkan, Ionisches Meer und Adriaküste - Gjirokastra, Seite 4

Albaniens Süden - Über Tepelene nach Gjirokastra mit der osmanischen Altstadt und Bergfestung



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Über den Viosa und Tepelene nach Süden

Auf dem Weg nach Süden passieren wir den Vjosa. Als reißender Fluss soll der das Zentrum des Klicke auf das BildWildwasser-Rafting von Albanien sein. Doch davon kann in der Glut und der Dürre des Sommers keine Rede sein. Das breite Flussbrett ist bis auf einige leicht vor sich hin plätschernde Rinnsale fast völlig ausgetrocknet.
Tepelene ist ein unscheinbares Landstädtchen, ein Ort, der von extremer Arbeitslosigkeit betroffen ist, in dem es keine Jobs gibt, weswegen viele Einwohner entweder zur Arbeit ins nahe gelegene Gjirokastra fahren oder gleich ganz dort hinziehen. Auch die auf dem Berg über Tepelene gelegene Burg trägt nicht dazu bei, den Tourismus zu beflügeln.
Dabei wartet Tepelene, etwas außerhalb der Stadt, durchaus mit einer einzigartigen Besonderheit auf: Direkt an der Straße dringt frisches Quellwasser aus dem Felsen, stürzt als kleiner Wasserfall in einen künstlich angelegten Abfluss. Der speist nicht nur die kleinen Forellenbecken, hier wird auch das klare Wasser in Flaschen abgefüllt, die man an den Buden kaufen kann. Schmackhafteres Wasser findet man kaum – und tatsächlich steht unterhalb der Straße, am Fluss, auch die Fabrik, die ganz Albanien mit Mineralwasser versorgt.

In der osmanischen Altstadt von Gjirokastra

Der Hauptplatz von Gjirokastra liegt auf einer Anhöhe, ist der Endpunkt der befahrbaren Straße. Hier ist der Platz der größeren Hotels, der Restaurants – und beginnt die für Autos gesperrte osmanische Altstadt.
Klicke auf das BildGjirokastra ist zwar ein recht großer, weit verstreuter Ort, doch die Altstadt selbst beschränkt sich auf wenige kurze Straßen mit weißen, zwei- selten dreistöckigen Häusern, wobei in den unteren Stockwerken meist entweder ein Restaurant oder ein Andenkengeschäft untergebracht ist. Im Zentrum der Altstadt steht eine Moschee.
Dabei erweist sich die Altstadt momentan als gewaltige Baustelle. Fast alle Straßen sind für laufende Arbeiten aufgerissen – was den Umsatz der Geschäfte aber nicht zu schmälern scheint. Im Angebot sind die üblichen vermeintlichen Handarbeiten, Teppiche, aber auch diverse Devotionalien aus der Zeit der kommunistischen Herrschaft, vorzugsweise Teile von Armeeuniformen, aber auch alte Propagandazeitschriften und ähnliches. Das skurrilste Souvenir, massenweise überall aus neuer Produktion zu finden: Kaffeetassen mit dem Konterfei von Enver Hoxha.

Auf dem Festungsberg

Klicke auf das BildDie auf dem Berg über der Stadt liegende Festung betritt man durch den hallenartigen Wehrgang der mächtigen Außenmauer, passiert dabei die in den offenen Gewölben links und rechts abgestellten Kanonen unterschiedlicher Epochen. Bereits in kommunistischer Zeit wurde die Festung von Gjirokastra als Waffenmuseum genutzt. Zu diesem Museum gehört auch das Flugzeugwrack, das auf Klicke auf das Bildeinem kleinen Platz vor den Mauern stehend die Neugierigen anlockt.
Den meisten Platz auf dem Festungsgelände nimmt allerdings die große ummauerte Freifläche mit einem kleinen Pavillon in ihrer Mitte ein. Die Festung von Gjirokastra ist schließlich nicht nur Waffenmuseum, sondern auch regelmäßig Schauplatz diverser Festivals.
Dominiert wird dieser Teil der Festung aber von dem Vorwerk mit dem massiven Wehr- und Uhrturm, der ganz am Rand über die anderen Bauten hinwegragt.




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