Albanien: Tirana, Balkan, Ionisches Meer und Adriaküste - Elbasan, Seite 2

Elbasan - die Festungsstadt der Osmanen im Osten Albaniens



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Auf dem Weg zur Altstadt

Klicke auf das BildElbasan ist eine weitläufige Stadt, kommt zunächst als Ansammlung dörflicher Siedlungen, wächst dann urban, aber eher eintönig zusammen, schaut aus wie ein moderner Ort nach den Ideen von Städteplanern aus den 1950er Jahren. Altstadt? Historisches? Zunächst einmal nichts davon.
Doch dieser erste Eindruck täuscht. Unser Reisebus hält vor dem ursprünglichen Zentrum von Elbasan, gegenüber der alten Festungsmauer. Unmittelbar neben dem Parkplatz befindet sich ein Park mit einer archäologischen Ausgrabungsstätte. Vor den Festungsmauern, die bis in die römische Zeit zurückreichen, von den Osmanen Jahrhunderte später ergänzt und verstärkt wurden, lag eine frühchristliche Kirche, von der nun zumindest die Fundamente wieder sichtbar gemacht wurden.

Innerhalb der Stadtmauern

Klicke auf das BildDurch eines der Festungstore treten wir in Elbasans Altstadt, in das historische Elbasan ein. Wir kommen in enge Gassen mit Kopfsteinpflaster und einfachen, zweistöckigen Wohnhäusern. In der Nähe des Tores, also an einer der „Hauptstraßen“ der Altstadt, steht eine kleine Moschee, etwas weiter entfernt erhebt sich ein roter Kirchturm über die Hausdächer.
Klicke auf das BildDer erste Programmpunkt unseres Altstadt-Streifzuges: Der Besuch eines angeblich für die Region typischen Wohnhauses. So typisch ist dieses Haus, das ursprünglich zur benachbarten Marienkirche gehörte und deren kleines Krankenhaus beherbergte, zwar sicher nicht – aber die Bauweise dieses etwas großzügigeren Anwesens unterscheidet sich dennoch nicht wesentlich von den Nachbarbauten.
Das – nach osmanischem Stil nach außen durch eine Mauer abgeschirmten Anwesen – verfügt über einen kleinen Innenhof, teilweise als Garten genutzt, und bei dem zweistöckigen Hauptgebäude fallen die beiden Stockwerke recht unterschiedlich aus. Die Wohnräume der Familie nämlich befinden sich allesamt im oberen Stockwerk, zu der auch eine hübsche Terrasse gehört.
Die unteren Räumlichkeiten dagegen sind nicht nur dunkler, sondern auch um einiges niedriger. Hier waren in früheren Zeiten die Haustiere untergebracht, die zur Versorgung der Familie dienten.

Die Marienkirche

Die auf der anderen Seite der engen Gasse liegende Marienkirche zeigt außer ihrem Turm nach außen nicht viel mehr als das abweisende weiße Gemäuer. Tritt man jedoch durch das kleine Tor, befindet man sich jedoch in einem gepflegten Garten, hat man auf der linken Seite die Kolonaden der Kirche, auf der rechten Seite in einem Nebengebäude einen offensichtlich gut besuchten Kindergarten. Im Inneren der Kirche sind die Wände voll und ganz mit Ikonen bedeckt.
Unser Bummel durch die Altstadt von Elbasan führt uns schließlich wieder an die Stadtmauer, deren Ausmaß von innen teilweise noch deutlicher als von außen deutlich wird. Rund um das Haupttor ist diese Stadtmauer mehr Festung als nur zinnenbestückte Mauer, eine Anlage mit Wehrturm und auch Unterkünften für die Verteidiger. Schließlich hatten die Osmanen die ganze Stadt als Festung angelegt.

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