Side - von der Uferpromenade in die osmanische Altstadt mit römischem Theater und griechischen Tempeln

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Side - Ferienort mit langer Geschichte zurück bis in die Antike

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Side und Manavgat an der türkischen Südküste -  die Index-Seite dieses Berichtes


Ausflug nach Manavgat
 



Auf dem Manavgat-Stausee


Das antike Seleukia 

 

Side - von der Uferpromenade in die osmanische Altstadt mit römischem Theater und griechischen Tempeln


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Von Antalya nach Side

Die Fahrt mit dem Bus vom Flughafen Antalya nach Side, immer die Küstenstraße entlang, zwischen Meer und Taurusgebirge, vorbei an unzähligen Gewächshäusern und Plantagen, dauert ungefähr eine Stunde - wobei der Ortskern von Side von den ersten Ausläufern dieses Touristenzentrums dann jedoch noch etliche Kilometer entfernt ist. Denn so, wie sich um Antalya herum die Hochhaussiedlungen endlos, bis direkt an die Steilküste ausgedehnt haben, so ist Side ausgeufert. Da liegen die Hotels beidseits der Straße, findet man einen Marktflecken, den man mit seinen Geschäften für so etwas wie einen Ortskern halten könnte, doch dann folgen erst einmal links und rechts Brachland, dann wieder Hotels, schließlich ein neuer Marktflecken...

 

Hotels gibt es aber nicht nur entlang der Küstenstraße und am Strand. Denn der Ferienort Side zieht sich längst auch noch ein gutes Stück ins Landesinnere, mit Siedlungen von Ferienhäusern, zahllosen weiteren, meist kleineren Hotels und Pensionen, hier doch ein gutes Stück vom Meer entfernt, aber meist umgeben von Grünflächen, kleinen Parkanlagen – und auch einer Vielzahl von großzügigen Spielplätzen. So erweckt Side den Eindruck einer vielleicht nicht großen, aber doch gediegenen und aufblühenden Provinzstadt.

 

Am Stadttor im römischen Theater

 

Der Beginn des - historischen - Stadtkerns wird durch ein archäologisches Grabungsfeld markiert. Nach Osten Richtung Altstadt verläuft die kilometerlange Strandpromenade von hier parallel zu den Resten der immer noch massiven Stadtmauer, nach Westen Richtung Neustadt vorbei an Hotels, einigen größeren Restaurants, sind die abgehenden Nebenstraßen  reine Basarstraßen, vor allem für Textilien und Lederwaren, natürlich auch für Andenken aller Art und den üblichen Tourismusbedarf.

 

Richtung Altstadt unterdessen führt fast am Ende der Strandpromenade ein Weg zur höher gelegenen Hauptstraße - zu dem alten Stadttor und dem Theater. Sides Theater ist ein typisches römisches Amphitheater, keines der ganz großen, aber doch um einiges mächtiger, als man es in einer abgelegenen Provinzstadt erwarten würde. 29 Sitzreihen zählt der Bau, auf halber Höhe verläuft der Wandelgang um die Zuschauertribünen, zwischen den dicken Außenmauern dann das „Foyer“. Und von den oberen Zuschauerreihen aus sieht man über die Theaterbühne hinweg auf die Reste der alten Agora mit den Ruinen eines kleinen Tempels.

 

Von den Schautafeln ist über die Geschichte dieses Baus zu erfahren: Errichtet wurde er im zweiten Jahrhundert auf den Überresten eines älteren Theaters – und schließlich diente es in den letzten Jahren des antiken Side der christlichen Gemeinde als Freiluftkirche.

 

Quer durch die osmanische Altstadt

 

Am Ende der Strandpromenade geht es schließlich einen Hügel hinauf, vorbei an einigen Freiluft-Cafés mit Blick über die ganze Bucht, bis zu den großen Hotelkomplexen an ihrem Ende. Es folgen einige kurze, verwinkelte Gassen, und dann steht man auch schon auf einem größeren, bereits zur Altstadt zählenden Platz.

 

Eine breitere Straße – die einzige wirklich breite Straße – führt von diesem Platz ab, eine Straße, die allerdings ebenso von zweistöckigen Holzhäusern, mit kleinen Erkern gesäumt wird die anderen Straßen der osmanisch geprägten Altstadt. Dazu sieht man, ziemlich in der Mitte der Altstadt, das Minarett einer Moschee aufragen.

 

Der Hafen und der Tempel des Apollo

 

Ein kurzer Bummel durch die Altstadt: Die osmanischen Altstadtbauten mögen tatsächlich erscheinen wie vor hundert oder 200 Jahren, alle in einwandfreiem Zustand – aber es gibt eben auch kein Haus, das nicht als Geschäft genutzt wird. Sides Altstadt ist in Gänze ein touristischer Basar – und selbst der recht hübsche Pavillon mit der Waschgelegenheit vor dem Moscheebesuch wird als Ausstellungsfläche für den Teppichhandel genutzt.

 

Sides Hafen besteht aber aus nichts mehr als einem kleinen Becken, geschützt von einer in der Mitte offenen Mauer, dazu einem kaum mehr als zehn oder 15 Meter hohen Leuchtturm. In der Antike mag Sides Hafen ja eine bedeutende Rolle gespielt haben, doch aktuell haben nur einige mittelgroße Jachten und Ausflugsboote hier fest gemacht. Für die meisten größeren, Piratenschiffen nachgebildeten Ausflugsboote, die man von der Strandpromenade aus sieht, ist dieses Becken wohl zu klein.

 

Wie wichtig dieser Hafen aber in der Antike tatsächlich war, sieht man wenige Schritte entfernt. Hier steht die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt, die Säulen des einstigen Apollo-Tempels, dahinter die Reste der Tempelanlage, ein Bau von beachtlichen Ausmaßen.  Und an die Tempelanlage schließen sich wieder eine Geschäftsstraße, Restaurants und ein weiterer Strandabschnitt an: Baden, shoppen, besichtigen sind hier beinahe wirklich eines.

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