Thailand, Bangkok und Krabi: Eine Tour nach Ao Nang, zu den Tauchplätzen der Andamanen-See, zu den Phi-Phi Inseln Ko Poh Mai, Phi Phi Lay mit dem Maya-Beach und Phi Phi Don

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Thailand: Bangkok, Krabi, Ao Nang,  Tauchplätze der Andamanen-See

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Der Wat Arun, der "Tempel der Morgenröte" Longtail-Boote am Strand von Ao Nang, Krabi Kalksteinfelsen umgeben den den Strand Ao Phranang Ko Lading - auch "Paradise-Island" geannnt

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Ko Pho Mai - die kleinste Insel der Phi-Phi-Gruppe Ein Blaupunktrochen - gesehen am Tauchplatz Ko Talu Ein blauer Kugelfisch, gesehen bei Ko Bida Nok Auf dem Meeresboden bei Ko Bida Nok: Ein Leopardenhai

Tauchplatz Maya Nui: Lieblingsplatz der Schildkröten

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Ko Poda - die Insel der Affen, die das Wasser lieben

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Reiseroute und beschriebene Orte: Bangkok mit Wat Koew Chaemfa, River City, Wat Arun (Tempel der Morgenröte), Dusit, Lumpini-Park, Provinz Krabi mit Ao Nang, Ao Phranang, Ao Nopparatthara, der Stadt Krabi, den Inseln Ko Hong, Ko Lading, Ko Pakbia, Ko Daeng, Ko Poda, den Phi-Phi-Inseln Ko Pho Mai, Phi Phi Lay. Phi Phi Don, und den Tauchplätzen King Cruiser, Anemonen-Riff, Shark-Point, Maya Nui, Ao Nui, Ko Ha, Ko Si, Ko Doc Mai, Ko Talu, Ko Pida Nok

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Montag, 19. März 2007: Bangkok

Kurz nach zehn Uhr Ortszeit landen wir auf dem Suvarnabhumi International Airport. Bangkoks neuer Flughafen hat dabei etwas von gigantischer Zeltstadt an sich, wobei die „Zelte“, die Terminals, natürlich Glas- und Stahlkonstruktionen sind.

Noch liegt dieser neue Flughafen auch nicht unmittelbar in der Stadt, die sich zuletzt bereits um den alten nördlichen Airport bereits ausgebreitet hatte. Jedenfalls fahren wir nun noch ein kurzes Stück durch – fast – unbebautes Gebiet, ehe wir die ersten Viertel von Bangkok erreichen.

Unser Hotel, das „Mandarin“, liegt an der Rama-IV-Road, natürlich ein neuerer Hochhausbau, mit großer mondäner Lobby, aber doch eher bescheiden eingerichteten Zimmern, dafür aber mit einem Swimmingpool. Vom Pool aus sieht man allerdings, dass an der Hausfassade bereits der Zahn der Zeit und des tropischen Klimas nagt. Der Himmel ist bewölkt, wobei das Grau zum guten Teil sicher auch der ewigen Dunstglocke über Bangkok zuzuschreiben ist, und ab und an fällt auch ein vereinzelter Regentropfen.

Gleich in der Nähe unseres Hotels liegt, ebenfalls direkt an der Rama-IV-Road und einer Station der neuen Hochbahn, eine größere Tempelanlage, ein Tempel, der offensichtlich zu irgendeiner buddhistischen Stiftung gehört und nun in den Abendstunden regen Zulauf hat, nicht von Touristen, sondern von Einheimischen.

In den kleinen Nebenstraßen finden sich eine Reihe Garküchen, die Bangkoker Imbissstände, auch eine Reihe teurerer Restaurants und schließlich, vielleicht zehn Minuten Fußweg entfernt, die Padpong-Road mit dem Nachtmarkt, der mit seinem Angebot an kopierten „Markenuhren“ und vermeintlichem Kunsthandwerk ganz auf die Touristen ausgerichtet ist. Allerdings scheint es, dass dieser Nachtmarkt die Strip-Bars, für die die Padpong ja eigentlich berühmt ist, im wahrsten Sinn des Wortes an den Rand gedrängt hat.

Dienstag, 20. März 2007: Bangkok

In den üblichen Touristen-Reiseführern sind die beiden unmittelbar nebeneinander liegenden Tempel Wat Koew Chaemfa und Wat Si Phraya nicht verzeichnet. Auch wir entdecken sie eher zufällig an der Si Phraya Road auf unserem Weg vom Mandarin zum Chao Phraya, wo wir mit dem Boot zum Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte wollen.

Die Tempelanlagen liegen etwas abseits der Hauptstraße, ihre unmittelbare Umgebung wirkt eher wie ein kleines  Gewerbegebiet, und tatsächlich wird an diesen Tempeln auch ständig gearbeitet, werden etwa die Dächer ausgebessert, sind irgendwelche Figuren auf den bunten Bildern, deren Farbe inzwischen etwas verblasst ist, nachzumalen.

Für die hier lebende Bevölkerung erfüllen die Tempel ganz offensichtlich den Zweck der Ahnenverehrung: Die Tempelmauern sind voll von kleinen Gedenktafeln für Verstorbene, keine Gedenktafel dabei ohne Bild.

Zu den Tempelanlagen gehört auch das Wohnviertel der Mönche, ein durch eine Mauer von der Außenwelt getrenntes Areal mit engen Gassen und kleinen Plätzen, dennoch aber für den Besucher zugänglich, ein Viertel, dass sich baulich nicht einmal sehr von anderen Ecken Bangkoks unterscheidet, abgesehen davon, dass hier nirgends ein Auto parkt und vor den Häusern überall die frisch gewaschenen orangenen Mönchskutten zum Trocknen hängen.

Unser Gang durch die Tempelanlagen hat uns allerdings auch vom direkten Weg zur „River City“ abgebracht, wo wir eigentlich das Expressboot besteigen wollten – und nun landen wir, nach einem erheblichen Umweg, am weiter südlich gelegenen Oriental Pier. Die Fahrt mit dem Expressboot kostet – unabhängig von der Länge der Strecke, die man zurück legen will – pro Person 13 Baht, wobei das Boot bei den Einheimischen ein beliebtes Verkehrsmittel ist, um möglichst schnell und ohne im Stau hängen zu bleiben die Stadt in der Nord-Süd-Richtung zu durchqueren.

Der Wat Arun, schon von weitem zu erkennen, Bangkoks höchster Tempelbau, liegt allerdings auf der Westseite des Flusses, die Bootshaltestelle auf der östlichen, weswegen wir nun also noch einmal eine Fähre besteigen müssen. Das hat allerdings auch den Vorteil, dass man von hier den Turmbau noch einmal in seiner vollen Höhe – es sollen 67 Meter sein – erfassen kann.

Natürlich ist auch der Wat Arun, dessen Form an eine Mischung aus indischer Stupa und einem Khmerbau aus Angkor Wat erinnert, nicht einfach nur ein Baudenkmal. Der Haustempel, den sich der König Rama II errichten ließ, ist umgeben von einer weiteren Tempelanlage, die dem normalen religiösen Leben dient, ein Komplex zahlreicher Einzelbauten, darunter auch ein erhöht stehender Pavillon mit einem großen Becken für Münzen, den Opfergaben der Gläubigen.

Der Besuch des eigentlichen Wat Arun kostet 20 Baht Eintritt. Das Areal ist, verglichen mit anderen Bangkoker Tempelanlagen, eher klein, aber eben auch so voll bebaut, dass man die Ausmaße des Turmtempels doch nur von außen, am ehesten sogar noch vom anderen Ufer erfassen kann. Aber dafür sieht man den Turm nun im Detail: Hier gibt es keinen Flecken, der nicht mit Ornamenten versehen ist, bunte Dämonenfiguren schmücken die Fassade ebenso wie wie die ins Mauerwerk eingelassenen chinesischen Keramiken, die fast wie Porzellan wirken – ein Großbau mit Liebe zum Detail, umgeben von weiteren kleineren Türmen, die wie Phalusse gen Himmel ragen.

Nach dem Besuch des Wat Arun fahren wir noch weiter nach Norden, bis zur Station Nr. 13 des Expressbootes, in den Stadtteil Dusit, wo sich in der Nähe des Ufers eine Festung aus der Zeit von Rama I erhebt. Der massive weiße Bau, sternenförmig angelegt, eigentlich nicht mehr als ein ummauerter Turm, erinnert an portugiesische Kolonialfestungen aus dem 16. Jahrhundert – und hat wohl auch einiges mit europäischer Kolonialgeschichte zu tun, wobei er aber eher europäische europäische Eroberer vom freien Siam fern halten sollte.

In diesem Viertel, wo ein Neffe von Susanne ein vegetarisches Restaurant betreibt, geht es um einiges ruhiger zu als im Zentrum von Bangkok: Hochhäuser gibt es hier gar nicht, etliche durchaus breite Gassen sind ganz und gar den Fußgängern vorbehalten.

Abends dann wieder in der Nähe unseres Hotels in der Rama-IV-Road: Etwa hundert Meter entfernt beginnt eine Gasse, die zur Padpong-Road führt. Auch hier gibt es die Padpong-GoGo-Bars – nur. Dass hier die Männer auf den Tischen tanzen. Von der Sportsbar aus beobachten wir das Treiben der so genanten Ladyboys – und lassen uns dabei von  den vier Iranern, die am Nachbartisch sitzen, zu Pistazien einladen.

Mittwoch, 21. März 2007: Bangkok

Für 120 Baht pro Person kaufen wir eine U-Bahn-Tageskarte. Sonderlich ausgebaut ist das U-Bahn-Netz zwar noch nicht, dafür aber blitzblank und hochmodern. Betreten darf man die Bahnstationen erst nach einer, allerdings ziemlich laschen – Sicherheitskontrolle, bei der ein Polizist in die Taschen sieht, betreten.

Nach dieser Kontrolle ist man aber noch nicht auf dem Bahnsteig. Denn erst danach kauft man die Karten und durchquert mit denen die elektronische Sperre. Auf die Gleise stürzen kann sich hier auch niemand: Die sind durch eine Glaswand vom Bahnsteig getrennt – und die U-Bahn-Züge halten exakt an den automatischen Türen in diesen Glaswänden.

Allerdings nicht sehr fahrgastfreundlich: U-Bahn und Hochbahn haben zwar den gleichen Preis – doch von einem auf das andere Verkehrsmittel umsteigen kann man mit einem Ticket nicht. Statt dessen muss man neu lösen. Und während die ziemlich weit ausgebaute Hochbahn mit vollen Zügen fährt, ist es in der U-Bahn ziemlich leer.

Weil wir nichts besonderes vorhaben, verbringen wir eine Weile im Lumpini-Park, laut Stadtplan das einzige größere Parkgelände Bangkoks, ein weitläufiger Park mit einem Gewässer, in dem noch eine kleine Insel liegt – und ein Park, in dem das Rauchen verboten ist.

Am späteren Nachmittag geht es wieder mit dem Boot – das Verkehrsmittel, mit dem man Bangkok wohl eindeutig am besten kennen lernt – wieder Richtung Norden: Und das Bangkok der nördlichen Vororte scheint eine völlig andere Stadt als die lärmende Metropole des Zentrums. Ein-Familien-Häuser mit Gärten säumen die Straßen, wenige Kilometer außerhalb des Zentrums wähnt man sich beinahe in einer wohlhabenden Landgemeinde.

Und dazu passt auch das Restaurant, wo wir zu Abend essen: Ein Gartenrestaurants mit Pavillons an einer Teichanlage, wo wir die einzigen europäischen Gäste sind. Rund 100 Baht zahlen wir hier pro Person, für Thais vermutlich ein recht stolzer Preis – aber doch nicht mehr als man auch in einem einfachen Lokal der von den Touristen besuchten City zahlen würde.

Donnerstag, 22. März 2007: Krabi – Ao Nang

Etwas mehr als eine Stunde dauert der Flug von Bangkok nach Krabi, und gegen 13 Uhr liegt die grüne Landschaft unter uns.

Der Flughafen von Krabi ist mit seiner Abfertigungshalle und langen Gängen großzügig angelegt – verfügt aber scheinbar trotzdem nur über ein Rollband für das ankommende Gepäck. Und dieses eine Gepäckband reicht auch völlig aus: Die Maschinen kommen nicht all zu häufig.

Unser Weg nach Ao Nang, einem der Touristenzentren der Region Krabi, führt durch eine grüne, von Landwirtschaft geprägte Region, die als absolut flach erscheinen würde – wären da nicht überall die Kalksteinfelsen, die sich steil und abrupt aus dem Boden erheben, zwar kein zusammenhängendes Gebirge ergeben, dafür aber teilweise recht bizarre Formen bilden.

Und bei der Einfahrt nach Ao Nang, vom Meer ist noch gar nichts zu sehen, wähnt man sich eher in einem Zielgebiet für Kletterfans als für Strandsucher und Taucher. Ao Nang zerfällt nämlich in zwei Teile, die an einer scharfen Kurve verbunden sind: Das zur Landseite liegende Ao Nang und das von den Touristen bevorzugte der Strandpromenade.

Unsere Hotel- und Bungalow-Anlage, das „Wannas Place“, liegt beinahe im Zentrum dieser Strandpromenade, unmittelbar gegenüber dem Anlegeplatz der zahlreichen Longtailboote. Von einem breiten Sandstrand kann hier allerdings nicht die Rede sein. Momentan haben wir gerade Flut – und das Wasser reicht bis auf vielleicht knapp zehn Meter an die erhöht gebaute Uferpromenade heran.

Beruhigung von Urlaubern, die noch die Horrorbilder des Tsunami, der Krabi glücklicherweise nur am Rande gestreift hatte, im Kopf haben. Warnschilder weisen Teile der Strandpromenade als „Tsunami-Evakuierungs-Route aus“. Dazu steht dann dort der aber auch nicht sonderlich hilfreiche Hinweis: Suchen Sie die höher gelegenen Gebiete im Landesinneren auf.   

Freitag, 23. März 2007: Ao Nang Beach, Tauchplätze King Cruiser, Anemonen-Riff, Shark Point

Rund eineinhalb Stunden fährt unser Boot bis zum ersten Tauchplatz des Tages, dem in etwas weniger als 30 Meter Tiefe liegenden Wrack der King Cruiser. Seit elf Jahren etwa liegt das Schiff auf Grund, der Kapitän wurde vor fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen – Versicherungsbetrug. Nach dem Untergang der rund 80 Meter langen Fähre hatte man auch noch alles, was sich irgendwie noch verwenden oder verkaufen ließ, aus dem Boot entfernt. Jedenfalls soll der Kapitän das Gefängnis als reicher .Mann verlassen haben.

Aber immerhin kam Krabi so zu einem Wrack-Tauchplatz. Die rostenden Wände des Wracks sind mit Muscheln bewachsen, auf dem Vorderdeck haben sich die Seeigel angesiedelt. Wir entdecken einen Skorpionfisch, einen einsamen Rotfeuerfisch – und trotz der schlechten Sicht einige Schwärme kleiner Fische.

Ganz in der Nähe liegt, bis 24 Meter tief, das Anemonen-Riff, ein Riff voller Canyons und Mulden. Hier wachsen herrliche Fächerkorallen, rotbraun, teilweise mit einer Spannweite von zwei bis drei Metern, selbst bewachsen von Muscheln, dazu gibt es etliche Langnasen-Schmetterlingsfische und natürlich auch Falterfische. Allerdings ist auch hier die Sicht wieder nur bescheiden.

Der Shark-Point – Haie sind heute nicht zu sehen – ist die Heimat der großen Seesterne in allen möglichen Farben und auch wieder der übergroßen Fächerkorallen. Ich entdecke eine Babymuräne, die aus ihrem Versteck hervorlugt, sehe jede Menge Seebrassen, Trompetenfische, und – als Besonderheit dieses Tauchganges – in einer Nische des  Riffs eine große gestreifte Garnele, deren Fühler fast die Länge von vielleicht eineinhalb bis zwei Metern erreichen.

Gegen 17 Uhr ziehen dunkle Wolken auf – und auf der Rückfahrt erleben wir einen regelrechten Wolkenbruch.

Samstag, 24. März 2007: Koh Phi Phi mit den Tauchplätzen Maya Nui und Ao Nui

Ausfahrt mit dem Tauchboot vom Ao-Nang-Beach: Vorbei geht es an den Kalksteinfelsen, die die vorgelagerten Inseln bilden, einige mit – momentan – menschenleeren weißen Sandstränden, mitunter vor so einem weißen Strand noch ein weiterer Felsen, der wie eine Nadel aus dem Wasser ragt.

Doch auch die größten dieser Inseln sind Winzlinge verglichen mit den Inseln von Koh Phi Phi. Die Hauptinsel dieser Gruppe, etwa eineinhalb Bootsstunden von Ao Nang entfernt, erscheint dabei wie ein zweigeteilter, nicht einmal sonderlich hoher, grün bewachsener Berg, in seiner Mitte eine Talmulde mit einem weißen Strand.

Unser erster Tauchplatz heißt Maya Nui, liegt unmittelbar vor einer langen Steilwand, die hier die Küste einer der Nebeninseln bildet. Kaum mehr als 18 Meter tief geht es an diesem Tauchplatz hinunter, und auf dem flachen Grund türmen sich weitere kleine Gebirge auf, wachsen die Fächerkorallen. Das alles bildet eine fantastische Unterwasserlandschaft, die auch gut ohne „Sensationen“ auskommt, wobei hier schon regelmäßig auch die Riffhaie auftauchen sollen. Bei diesem Tauchgang sehe ich allerdings statt Haien lediglich einen eher kleinen Kofferfisch und, gegen Ende des Tauchganges, etliche Papageienfische, die in einer Tiefe zwischen fünf und sieben Metern die Korallen abgrasen.

Am Nachmittag gehen wir bei Ao Nui unter Wasser, tauche  den Steilhang entlang, der sich hier auch unter Wasser fortsetzt, bewachsen mit Muscheln, so dass man fast den Eindruck eines Schädelberges wahrnimmt. An dieser Wand tummeln sich die Drücker- und Falterfische, und zum Schluss begegnen wir noch zwei schwarz-weiß gescheckte Clowns-Drückerfische.

Auf der Rückfahrt fängt es wieder zu regnen an, wenn auch nicht mehr so stark wie gestern.

Sonntag, 25. März 2007: Ao Nang Beach, Local Islands – Tauchplätze Ko Ha und  Ko Si

Die unmittelbar vor Ao Nang liegenden Felsinseln – die Tauchplätze zu den kleineren Meeresbewohnern.

Bei Ko Ha ist der Tauchgang zunächst aber ein Kampf gegen die schlechte Sicht. Am sandigen Boden herrschen die Trichterkorallen vor, aber es gibt auch einige Fächerkorallen. An der Wand tummeln sich unter anderem einige wenige Falterfische und eben ab und an winzige Meeresschnecken.

Gegen Ende des Tauchganges, wir überqueren ein Feld von Hartkorallen, in das sich unzählige Muscheln eingegraben haben, wird die Sicht allmählich besser. Allerdings bewegen wir uns inzwischen auch in geringerer Tiefe. Hier begegnen wir zwei Seenadeln, die ihres Weges ziehen und ich entdecke eine Mördermuschel, auf der sich eine bläulich schimmernde Koralle angesiedelt hat. Zuletzt stoßen wir noch auf einen über den Boden tänzelnden Harlekin-Süßlippenfisch.

Auch Ko Si, eine aus drei Felsen bestehende Inselgruppe, wartet vor allem mit den kleineren Tieren auf. Wie bei Koh Han bewegen wir uns wieder in einer Tiefe von maximal 15 Metern, schauen aber zunächst einmal in die große Höhle an der Westwand, eine Höhle, deren Wände auch einigen Vögeln sichere Nistplätze bietet. Eigentlich kann man diese Höhle auch durchtauchen, aber wir nehmen doch den Weg um den Felsen herum. Bei dieser Unterwasser-Felsumrundung stoßen wir auf der Ostseite auf mehrere Schnecken, schließlich ein in der Felswand verstecktes Seepferdchen und, von den Armen der Fächerkoralle, die er sich als Unterschlupf gesucht hat kaum zu unterscheiden, auf einen Fetzengeisterfisch.

Das reizvollste Bild sicherlich: Wieder ein tanzender Harlekin-Süßlippenfisch – und in seiner Nähe ganze Schwärme von kleinen Barrakudas und Süßlippenfische.

Montag, 26. März 2007: Ao Phranang

Einen richtigen Badestrand hat Ao Nang nicht wirklich – aber dafür liegt praktisch unmittelbar vor unserem Hotel die Station der Longtailboote, die uns für 120 Baht pro Person zum Phranang Beach und auch wieder zurück bringen.

Der Phranang Beach, etwas mehr als zehn Bootsminuten von unserem Hotel entfernt, ist ein vielleicht zwei bis dreihundert Meter langer Sandstrand, an beiden Seiten von Kalksteinfelsen begrenzt, dazu mit einem weiteren vorgelagerten Kalksteinfelsen versehen, vielleicht hundert Meter vor der Küste, ein beliebtes Ziel der Kajak-Fahrer.

Interessant aber auch die Kalksteinfelsen, die den Strand von Phranang begrenzen: Der südliche Felsen scheint von einer Höhle durchzogen, und an seiner dem Meer zugewandten Seite hat das Wasser eine tiefe Mulde gegraben, die – bei Ebbe – nun eine weitere Höhle bildet.

Dienstag, 27. März 2007: Tauchplätze Ko Doc Mai und Shark Point

Ko Doc Mai ist einer der vielen Felsen, dessen Steilwände sich unter Wasser – es geht hier auf eine Tiefe von ungefähr 20 Metern – fortsetzen. An dieser Unterwasserfelswand, durchsetzt von Aushöhlungen und Mulden, wachsen die Fächer- und Trichterkorallen. In einer der Mulden entdecken wir eine größere, grünliche Muräne, wir begegnen einem Kofferfisch, bekommen eine Schnecke zu sehen – und gegen Ende des Tauchganges kreuzt ein ganzer Schwarm von Wimpelfischen unseren Weg.

Der zweite Tauchgang führt uns wieder zu den drei Unterwasserfelsen des Shark Point, des Tauchplatzes, der nicht durch einen über Wasser ragenden Felsen, sondern durch einen kleinen Leuchtturm markiert wird – und durch die Vielzahl von Tauchbooten, die hier bereits vor uns vor Anker gegangen sind.

Dieses mal ist die Sicht um einiges besser als bei unserem ersten Besuch am Shark Point – und so lässt sich diesmal auch die ganze Farbenpracht des Riffs von Rot bis Blau erfassen. Dazu bekommen wir eine Reihe größerer Barsche zu sehen, jede Menge Füsiliere, einen Kofferfisch, Trompetenfische und auch zwei Blaupunktrochen.

Mittwoch, 28. März 2007: Krabi und Ao Nopparatthara

Rund eine halbe Stunde fährt der Pick-Up von Ao Nang zur Stadt Krabi, kostet pro Person 60 Baht.

Interessanter als die Stadt Krabi selbst ist allerdings die Fahrt dorthin: Vorbei an grünen Wiesen, auf denen vereinzelte Kühe grasen, kleineren Ansiedlungen – und vor allem immer wieder an steilen Kreidefelsen. Auf einem dieser Kreidefelsen steht auf einem kleinen Vorsprung sogar ein kleiner Tempel.

Unmittelbar vor Krabi dagegen steht eine größere Moschee. In Krabi selbst begegnen uns dann zwar auch drei buddhistische Mönche in ihren gelben Kutten – aber die Bevölkerungsmehrheit in und um Krabi ist islamisch. Diese Moschee ist jedoch auch so ziemlich das einzige, was Krabi an „Traditionellem“ zu bieten hat, auch, wenn auf einem der Hügel einer der Hauptstraßen gerade noch ein buddhistischer Tempel neu hergerichtet wird.

Ansonsten scheint Krabi aus einigen wenigen Hauptstraßen und Nebengassen zu bestehen, umsäumt von maximal drei- bis vierstöckigen Häusern, allerdings auch kein Haus ohne Geschäfte im Erdgeschoss.

Der eigentliche Markt in der Nähe eines der Hafenpiers besteht dagegen nur aus einigen wenigen Buden – von denen die meisten nun am späten Vormittag schon wieder geschlossen sind.

Wenige Meter entfernt, an einem Fluss- oder Meeresarm, kurz vor einer Anlegestelle für die Boote, ist von der Stadt kaum noch etwas zu spüren. Hier, wo wir auf einem Restaurantschiff zu Mittag essen, sieht man auf das unbebaute gegenüberliegende Ufer, das ausschaut, als würde dort gleich der Dschungel beginnen.

Auf dem Rückweg nach Ao Nang stoppen wir kurz am Nopparatthara-Beach, einem doch ziemlich breiten Strand, der durch die Ebbe gerade noch breiter erscheint, mit vorgelagerten Inseln und einem gleich daneben liegenden Park, in dem es sich etliche einheimische Familien zum Picknick oder Badeausflug gemütlich gemacht haben. Von Ao Nang ist dieser Strandabschnitt bequem mit dem Tuk-Tuk erreichbar – und damit eine sinnvolle Alternative zu den Touristenstränden, die nur mit dem Longtailboot angefahren werden.

Donnerstag, 29. März 2007: Ko Hong, Lading, Pakbia und Ko Rai, Daeng

Kurz nach neun bricht das Longtailboot zur „Five-Islands-Tour“ von Ao Nang Richtung Westen auf. Etwa eine Stunde sind wir – meist in Küstennähe, fast immer irgendwelche steilen Felsinseln vor Augen – zu unserem ersten Ziel Ko Hong unterwegs.

Ko Hong ist eine lang gezogene Insel, bei der, wie auch sonst meist, die bewachsenen Felsen unmittelbar aus dem Wasser ragen, verfügt an einer Stelle aber auch über einen, von Felsen begrenzten, schmalen Sandstrand, dem sich dann ein kleines Wäldchen anschließt. Vor allem verfügt Ko Hong aber über eine Polizeistation – die Insel ist schließlich das „Tor“ zu einem als Nationalpark ausgewiesenen Meeresschutzgebiet.

Durch das Wäldchen führt ein so genannter Naturlehrpfad – dessen eindrucksvollste Schaustücke die Trümmer von vier Booten sind, die beim Tsunami Weihnachten 2004 vom Wasser hierher geschleudert wurden und hier nun auf natürliche Weise verrotten bzw. von den Pflanzen irgendwann einmal überwuchert werden sollen. Dazu erinnert eine von den 13 überlebenden Tagestouristen gestiftete Ehrentafel an die Ausflügler und Einheimischen, die wegen des Tsunamis nicht mehr lebend von der Insel kamen.

Lading, auch als Paradise Island, verfügt ebenfalls über einen schönen Strand, der allerdings versteckt in einer Lagune liegt. Bis vor einigen Jahren durfte die Insel nur von den Einheimischen betreten werden, die in den Felsen nach Schwalbennestern suchten – und diese Leute haben hier auch einige Hütten errichtet, dazu in einer Felsnische einen winzigen Tempel, eigentlich nicht mehr als ein Schrein, verziert von Muscheln.

Pakbia und Rai – zwei nebeneinander liegende Felsinseln mit Strand, auf Pakbia langgezogen am Rand des Felsens, auf Rai als hervorragende Landzunge: Zwischen diesen Inseln ist das Wasser so niedrig, dass man bei Ebbe auch zu Fuß von einem auf das andere Eiland gelangen könnte.

Unser letzter Stop, die Insel Daeng, hat keinen Strand, nicht einmal eine Anlegestelle für die Boote. Dafür laden aber die vor der Insel wachsenden Korallenbänke zu einem Schnorchelgang.

Freitag, 30. März 2007: King Gruiser, Shark Point und Anemonen-Riff

Die See ist zwar ziemlich unruhig, aber dafür herrscht heute in etwa 25 Meter Tiefe am Wrack der King Cruiser eine akzeptable Sicht. Wir erreichen das Wrack an seinem ehemaligen Autodeck. Zu den unvermeidlichen Seeigeln gesellen sich Schwärme gelber Brassen und etliche Schnapper, dazu entdecken wir einen Skorpionfisch. Eine Skurrilität im hinteren Teil des Wracks: Eine der Toiletten dient zwei Muränen als sicheres Zuhause.

Am Leuchtturm, der den Shark Point markiert, hat sich eine größere Delfin-Schule eingefunden. Die Meeressäuger kreuzen vor unserem Tauchboot, einer will wohl mit uns um die Wette schwimmen, wagt sich jedenfalls ziemlich dicht an unser Boot heran.

Haie sind dagegen auch unter Wasser wieder nicht zu sehen. Dafür sehen wir jede Menge größerer Schnapper, natürlich wieder die Seesterne, und gegen Ende des Tauchganges, am dritten Riff des Shark Points, kreuzt ein großer, farbenprächtiger Drückerfisch unseren Weg.

Auch am Anemonen-Riff ist es heute über Wasser beinahe interessanter als unter der Oberfläche. Unmittelbar an der Stelle, wo wir abtauchen wollen, schwimmt gerade eine Meeresschildkröte neben uns. Unter Wasser tummeln sich dann an dem eher kleinen Riff Schwärme gelber Süßlippenfische, ein größerer Kofferfisch und eine Baby-Muräne, sehen wir zum Schluss, versteckt neben einer Trichterkoralle liegend, noch einen Skorpionfisch. 

Samstag, 31. März 2007: Phi Phi Islands mit Ko Pho Mai, Phi Phi Lay, Phi Phi Don und Hin Klang 

Nach etwa 45 Minuten erreicht das Speedboot Ko Pho Mai, auch Bamboo-Island genannt, die nördlichste Insel der Phi-Phi-Gruppe. Bei der Anfahrt sieht man zunächst einen weißen Strand, dazu einige einfache Hütten, die durchaus auch Strandbungalows sein könnten – die sich dann aber, hat man die Insel betreten, als einfachste Fischerhütten erweisen, in denen auch einige Einheimische leben.

Die Hütten, aus Bambus gefertigt und mit Palmendächern versehen, stehen auf Stelzen am Strand, verfügen lediglich über einen Raum, in dem dann offenkundig auch ganze Familien leben.

Aber immerhin: Selbst diese winzige Insel, auf die sich lediglich die – allerdings zahlreichen – Tagestouristen verirren, verfügt über einen ausgewiesenen „Tsunami-Evakuierungspfad“. Der führt von den Strandhütten an einem kleinen Palmenhain vorbei zum höher gelegenen Inselteil. Ob das im Ernstfall etwas nutzt oder ob die Hinweisschilder nur der Beruhigung dienen sollen  - das steht aber wohl auf einem anderen Blatt.

Nun geht es mit dem Schiff weiter nach Süden, vorbei an Phi Phi Don, der Hauptinsel der Gruppe, wo man an dem weißen Strand eine große Bungalowanlage sieht (die dann auch wirklich eine ist) zur Viking-Höhle an der Nordspitze der Süd-Insel Phi Phi Lay. Allerdings kreuzen wir nur kurz vor der Höhle – die Einfahrt selbst, falls überhaupt möglich – ist durch massive Felsbrocken versperrt. Die Viking-Höhle ist aber nicht die einzige an diesem Teil der Felswand. Weiter oberhalb der Wasserfläche sieht man in noch mindestens zwei weitere Höhlen – wobei natürlich nicht zu erkennen ist, wie tief sie in den Fels hineinreichen.

Unser nächstes Ziel, ebenfalls Teil von Phi Phi Lay, ist die Pileh Lagune – eine von hohen Felswänden umschlossene Lagune, von der Meeressseite in ihren Ausmaßen kaum wahrnehmbar, wahrscheinlich ein absolut abgeschiedener Ort, böte er den Tagesausflüglern auf ihren vielen Booten nicht das Gefühl eines absoluten Naturerlebnisses.

Von Felswänden versteckt, kaum erreichbar – diesen Eindruck hinterlassen auch die kleinen weißen Strände, die man bei der Umrundung von Phi Phi Lay entdeckt. Klein, kaum zu erkennen und unerreichbar gilt aber nicht für die Maya Bay, deren Strand die Kulisse für den Hollywood-Streifen „The Beach“ bot.

Von Unberührtheit kann hier nu beim besten Willen keine Rede mehr sein, hier liegen die Boote dicht an dicht, tummeln sich die Ausflügler – während keine hundert Meter entfernt, von Felswänden abgeschirmt, ein tatsächlich noch menschenleerer Strand zu sehen ist.

Doch trotz der Fülle hat auch der Maya-Beach seinen Reiz – denn unmittelbar an den Strandabschnitt scheint sich eine regelrechte „Wildnis“ anzuschließen, mit sandigen Trampelpfaden durch Gebüsch und vorbei an Palmen, auch wenn es sich hier nur um den Gang zu den öffentlichen Toiletten handelt.

Unseren Lunch nehmen wir auf der Hauptinsel Phi Phi Don. Auf der Ostseite der flachen Landzunge, die die beiden höher gelegenen Teile von Phi Phi Don verbindet, gibt es wieder eine Anlegestelle für Boote, eine große Kantine für die Tagestouristen, Bungalows und auch ein paar Verkaufsstände. Nur der Palmenhain weist noch die Lücken auf, die der Tsunami gerissen hat.

Nach dem Essen laufen wir noch die Affen-Bucht auf der gegenüberliegenden Seite von Phi Phi Don an, ein Strand, an dem man angeblich auch regelmäßig die auf der Insel lebenden Affen zu Gesicht bekommt, aber wegen des niedrigen Wasserstandes kann unser Speedboot hier heute nicht anlegen. Also bleibt uns nur ein halbstündiger Schnorchelgang vor dem weißen Strand.

Zu den Auffälligkeiten gehört hier, wie auch beim nächsten Schnorchelgang beim Korallenriff Hin Krang nördlich von Phi Phi Don, dass sich in den Kopfkorallen große, farbenprächtige Mördermuscheln eingenistet haben, die bei jeder Wasserbewegung ihren Schlund öffnen.

Sonntag, 1. April 2007: Tauchplätze Ko Si und Ko Talu

Am Vormittag lassen wir uns zum Ao Phranang übersetzen. Zunächst stoppt das Boot aber am benachbarten Railay-Beach, etwas kleiner als der Phranang-Beach, dafür aber mit deutlich mehr Bungalowanlagen und Touristenrestaurants.

Da das Wasser heute höher steht als beim ersten Besuch von Phranang, ist der Strand kaum wieder zu erkennen: Nur ein kleiner Streifen, an manchen Stellen nicht einmal das, ist geblieben. Die Höhlen am Ende des Strandes, die man beim letzten mal noch zu Fuß betreten konnte, stehen unter Wasser – und der winzige Sandstrand am gegenüberliegenden Felsen ist ebenfalls überspült.

Unser erster Tauchgang am Nachmittag führt uns an die Westseite der drei Felsen von Ko Si: In einer Tiefe zwischen acht und fünf Metern lässt sich hier die Farbenpracht des Korallenfeldes noch am besten bestaunen. Gleich zu Anfang begegnen wir einem Kugelfisch, stoßen dann auf mehrere Trompetenfische, beobachten bei den Muschelfeldern, wie Wimpel- und Falterfische gerade die silbrigen Reste eines Fischkadavers erlegen, stoßen schließlich noch auf eine Nacktschnecke und einen still lauernden Skorpionfisch, kaum von der Koralle, bei der er sich versteckt hat, zu unterscheiden.

Ko Talu, unser zweiter Tauchplatz, ist ein einzelner Felsen, durchsetzt von Höhlen und Nischen. In einer dieser Nischen hat sich ein großer brauner Zackenbarsch angesiedelt, dazu gibt es hier Seepferdchen, kleine, meist weiße Schnecken, dazu winzige Garnelen in den Anemonen. Kleinere Korallenfelder und Sandboden umgibt den Felsen – wobei der Sandboden ein Paradies der Blaupunktrochen zu ein scheint, die hier ebenfalls in größerer Zahl anzutreffen sind.

Montag, 2. April 2007: Ko Poda

Obwohl von Ao Nang auch nicht weiter entfernt als der Phranang-Beach kostet die Bootsfahrt nach Ko Poda, der nächstgelegenen Insel, einschließlich der Rückfahrt pro Person stolze 300 Baht – Inselzuschlag. Ein Hinweisschild weist Poda allerdings auch als Insel im Privatbesitz aus, und deshalb müsse jeder, der Personen oder Verpflegung hierher bringe, 20 Baht Gebühr an den Eigentümer zahlen.

Später hören wir dann in der Tauchbasis von Aqua-Vision, was es mit dieser Gebühr auf sich hat. Der Eigentümer eines der größeren Touristenressorts von Ao Nang hat auch eine Anlage auf Poda – und hielt sich damit für den Eigentümer der gesamten Insel. Vor einiger Zeit hatte er sogar einen eigenen Sicherheitsdienst, der die Leute am Strand abkassieren sollte, was aber nicht richtig funktionierte – in Thailand sind Strände nämlich generell öffentlich.

Wie dem auch sei: Der normale Besucher bleibt nun jedenfalls von Gebührenforderungen unbehelligt.

Attraktion von Poda ist natürlich der Strand: Und der zieht sich - mit Unterbrechungen - um weite Teile der Insel, ist ziemlich voll mit Tagesgästen in der Nähe der Anlegestelle für die Longtailboote und dem Restaurant, etwas weiter ab dagegen, an den kleineren Abschnitten, aber fast menschenleer. An den Strand schließt sich ein ein Hain mit Kokosnusspalmen an - und die Inselmitte wird überragt von einem mächtigen Kalksteinfelsen. Die Kokosnüsse werden übrigens regelmäßig abgeerntet.

Dienstag, 3. April 2007: Tauchplätze Ko Bida Nok und Maya Nui, Phi-Phi-Islands

Ko Pida Nok - ein Felsen am Südzipfel der Phi-Phi-Inseln: Beim Abtauchen an der Steilwand begegnet uns ein Drückerfisch, der aber sofort eilig davonschwimmt. Auf dem sandigen Boden liegt ein Blaupunktrochen, und schließlich stoßen wir noch auf einen Sepir, von Form und Farbe kaum von den Korallen zu unterscheiden, gut getarnt. Dann, ebenfalls im Sand liegend und wohl gerade fest schlafend, ein vielleicht zwei Meter langer Leopardenhai mit seinem Schiffshalter auf dem Rücken. Der Hai lässt sich auch durch die Taucher nicht aus seiner Ruhe bringen, so, als stellte er sich tot. Ganz in seiner Nähe tummelt sich, als ob hier keinerlei Gefahr drohe, ein bläulicher Kugelfisch.

Der zweite Tauchgang führt uns die Steilwand von Maya Nui entlang, ganz in der Nähe des Maya-Beach. Wir begegnen einem Kugelfisch, mehreren Barschen, einem Rochen - und schließlich einer Schildkröte, die gerade beim Fressen ist. Kurz darauf stoßen wir auf eine weitere Schildkröte, ebenfalls beim Fressen - die dann aber ganz allmählich auftaucht.

Abstecher in eine Unterwasserhöhle: Hier haben sich einige mittelgroße Fische niedergelassen - während sich vor der Höhle ganze Schwärme über dem Korallenplateau tummeln. Kurz vor dem Auftauchen sehen wir dann noch einen Schwarm mittelgroßer Barrakudas.

Mittwoch. 4. April 2007: Ko Poda

Wieder mit dem Longtailboot nach Ko Poda: Und diesmal begegnen wir gleich beim Anlegen den interessantesten Bewohnern von Ko Poda - einer Horde Affen, die gleich an dem Felsen an der Anlegestelle haus, mit Aussicht auf einen weiteren Felsen im Wasser.

Zunächst sind es nur zwei oder drei Affen, die hier unter den Palmen sitzen und frssen, was sie gerade gefunden haben, aber nach der Mittagszeit wagen sich immer mehr Tiere hinunter Richtung Wasser, balgen sich - und springen dann von den Ästen in die Fluten, schubsen sich gegenseitig hinein, stuken sich unter Wasser, ganz so, wie spielende Kinder im Schwimmbad.

Abends in Ao Nang: Unmittelbar am Strand gibt es eine Reihe von Fischrestaurants - in denen man mehr Haie sieht als im Wasser. Hai-Steak ist eine häufig angebotene "Delikatesse" - und wird offenbar auch gern gegessen. Wenigstens die Taucher gehen aber nicht hierher um zu essen.

 

Donnerstag, 5. April 2007: Ao Nang - Bangkok

 

Unser Flug nach Bangkok geht erst um 17 Uhr. Bis 15 Uhr verbringen wir also die Wartezeit am Swimmingpool der Bungalow-Anlage, steigen dann in unseren Wagen.

Diesmal nimmt der Fahrer eine andere Route: Wir sehen mehr Berge, mehr Felsen - und in einigen dieser Felsen liegen auch riesige Höhlen, schon von der Straße erkennbar.

In Bangkok verbringen wir unsere letzte Nacht wieder im Hotel "Mandarin", bevor wir am nächsten Morgen unseren Rückflug nach Deutschland antreten.

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