Eine Thailand-Reise zur Andamanensee, über nach Koh Lanta zum Khlong Dao Beach, nach Saladan, Lanta Town, Sang-Ga-U, Koh Hai,  Koh Mook, Koh Kradan, Koh Ma, Koh Rok, zu den Riffen  und Tauchplätzen,Schwarzspitzenriffhaien und Leopardenhaien und einem Stopover in Bangkok

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Thailand, Koh Lanta: Inseln und Tauchplätze der Andamanensee

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Eine Schildkröte - gesehen am Riff von Koh Haa Yai  Saladan, Koh Lantas touristischer Hauptort Schwarzspitzenriffhaie beim Riff Koh Bida Nai Mutter und Kind bei einer Elefantenstation

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Sang-Ga-U - Koh Lantas Dorf der "Seezigeuner" Markttag auf Koh Lanta - im Dorf von Khlong Nin Der Strand von Koh Kradan, einer Ausflugsinsel An den Felsen von Koh Ma nisten die Flughunde

Ein Leopardenhai am Meeresgrund beim Riff von Hin Bida

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Bis zu zwei Metern lang werden die Warane von Koh Rork

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Besuchte Orte, Inseln und Tauchplätze: Krabi - Koh Lanta (Ko Lanta)  mit Khlong Dao Beach, Saladan, Mangrove-Nature-TrailLanta Town, Jee Lee Village, Sang-Ga-U, Khlong Nin Village, Kantiang Bay, den Inseln Koh HaiKoh Mook, Koh Kradan, Koh Ma, Koh Rork (Koh Rok), den Tauchplätzen Koh Haa Lagoon, Koh Haa Yai, Koh Haa I, Koh Bida Nok, Koh Bida NaiBida Hin, Koh Haa Yai Cathedral und Bangkok

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Montag, 18. April 2011: Bangkok – Krabi – Koh Lanta – Khlong Dao Beach

Eine fast perfekt durchterminiere Anreise: Gegen 6.15 Uhr Ortszeit landen wir in Bangkok, haben unseren Weiterflug dann bereits im 8 Uhr. Etwas paradox: Obwohl wir gerade aus de, Flieger kommen, den Transitbereich überhaupt nicht verlassen, befindet sich hinter der Passkontrolle eine weitere Sicherheitskotrolle.

Wie auch immer: Das kostet kaum Zeit – und da wir unser Gepäck bereits in Berlin bis nach Krabi haben durchchecken lassen, müssen wir uns nun auch nicht sonderlich beeilen. Die Maschine nach Krabi ist ebenfalls zíemlich groß, vor allem sehr geräumig, mit viel Beinfreiheit zwischen den Sitzplätzen. Selbst auf den Kurzstrecken setzt die Thai Airways komfortablere Maschinen ein als manche europäische Fluggesellschaft. Der Flug nach Krabi dauert auch kaum mehr als eine Stunde, aber trotzdem werden Getränke und ein kleiner Snack serviert.

Wir landen pünktlich kurz nach 9 Uhr auf dem Flughafen von Krabi, der wohl gerade um ein zweites Terminal erweitert wird. Dabei würde zumindest nach dem Flugaufkommen an diesem Montag Vormittag ein ohnehin schon recht großer Terminal scheinbar vollkommen ausreichen.

Wir werden von einem Wagen der örtlichen Agentur „Krabi-Spesialisten, einer thailändisch-skandinavischen Firma, abgeholt und fahren durch die Stadt Krabi zur Station für die Autofähren. Über eine Stunde dauert diese  Fahrt, wobei nur ein sehr kurzer Abschnitt durch die Stadt selbst führt. Außer einer großen Markthalle sieht man in Krabi aber auch kaum etwas, was länger im Gedächtnis bleibt.

Auf dem Land kommen wir an einigen Fischzuchtstationen vorbei – und in einigen der Dörfer sieht man neben den bescheidenen Steinhäuschen auch noch einfache Basthütten.

Die Fährstation liegt verhältnismäßig weit weg von Krabi, an einem Ort mit mehreren vorgelagerten Inseln, von denen wir die nächstgelegene als erstes Etappenziel ansteuern. Zwei Fähren verkehren zwischen der Festlandstation und dieser Insel, nicht unbedingt nach einem festen Fahrplan, sondern ganz nach Bedarf. Ist die Fähre voll, legt sie auch ab – wobei sie nicht lange warten muss, ehe genügend Wagen für die Überfahrt beisammen sind.

Die erste Insel unserer Passage auf der schon altersschwachen Fähre ist nach wenigen Minuten erreicht: Bei der Fahrstation, an der sich schon wieder eine lange Autoschlange gebildet hat, liegt ein kleines unscheinbares Dorf, einige englischsprachige Hinweisschilder heißen den Fremden auf Lanta willkommen. Wir fahren also mit dem Wagen ein kurzes Stück über Lanta Noi, den „untouristischen“ Teil von Koh Lanta, zur nächsten Fährstation, setzen von dort dann über nach Saladan, die neue „Hauptstadt“ von Koh Lanta Yai.

Gegen 11.30 Uhr haben wir unser Ziel erreicht, das „Southern Lanta Resort“ am Khlong Dao Beach, eine weitläufige Anlage aus relativ einfachen, aber ausreichenden Bungalows, eine Anlage mit viel Grün und direkter Strandlage.

Der Ort dazu heißt – jedenfalls laut Karte – Loh Baa Raa Village, ein Name, der allerdings so gut wie nie benutzt wird. Das Örtchen scheint auch aus nicht viel mehr als den wenigen Häusern entlang der Küstenstraße zu bestehen, wobei die meisten dieser Häuser unmittelbar mit dem Tourismus zu tun haben – als Restaurants und kleine Boutiquen. Es gibt aber auch eine größere Moschee mit grünen Minaretten, gegenüber der Moschee ein islamisches Restaurant. Koh Lanta ist eine islamische Insel – und gegen 19 Uhr ruft der Muezzin von der Moschee aus zum Gebet. 

Dienstag, 19. April 2011: Khlong Dao Beach

Wir verbringen den ganzen Tag noch müde von der langen Anreise am Strand.

Die einzige Aktivität besteht darin, dass wir bei der Vertreterin der „Krabi-Spesialisten“ drei Ausflüge buchen: Eine Inselrundfahrt mit dem Taxi, eine Vier-Insel-Tour mit dem Boot und einen weiteren Bootsausflug nach Koh Rok, einer Insel, auf der bis zu zwei Meter lange Warane leben sollen. Von einem Ausflug nach Koh Phi Phi rät die Reiseleiterin eher ab. Koh Phi Phi soll sich inzwischen endgültig zum Ballermann der Andamanensee entwickelt haben.

Von unserem Strand aus sieht man direkt auf Koh Phi Phi, und von hier aus sieht es auch noch recht ursprünglich, geradezu unberührt aus.

Gegen 18.30 Uhr geht die Sonne – allerdings teilweise verdeckt von dunklen Wolken – direkt über Koh Phi Phi unter.

Mittwoch, 20. April 2011: Saladan – Tauchplätze Koh Haa Lagoon, Koh Haa Yai, Koh Haa I

Gegen 7.30 Uhr werde ich mit dem Pick-Up zum Tauchen abgeholt. Die Tauchbasis der „Lanta Diver“ liegt natürlich in Saladan, wenige Schritte vom Hafen entfernt, wobei die Hafenstraße hier vor allem eine Straße der Restaurants, darunter sogar ein skandinavisches, und der Boutiquen ist. Und die Tauchboote sind – neben einigen Ausflugsbooten – auch die einzigen, die in diesem Hafen liegen.

Doch so „modern“ sich Saladan auch geben mag: Etliche Häuser der Hafenpromenade sind ganz traditionelle, einfache Holzbauten, auf Stelzen teilweise im Wasser errichtet

Bei unserer Ausfahrt zum Tauchplatz umfahren wir das Kaw Kwang Cape, den nördlichsten Zipfel von Koh Lanta Yay, ein Kap, das aus einigen kleinen Felsinseln besteht, kenntlich gemacht mit einem kleinen Leuchtturm und buddhistischen Opferkränzen.

Unser erstes Tauchziel, nach etwa einer Stunde erreicht, ist die Koh Haa Lagoon, einer zwischen drei Felsen gelegenen, von Korallen gebildeten Unterwasserlandschaft. Wir gehen auf eine Tiefe von bis zu 28 Metern, begegnen zunächst zwei Feuerfischen, einigen Barrakudas, später noch einem Skorpionfisch und schließlich, fast gegen Ende des Tauchganges, einer großen Muräne. Geradezu auffällig: Die große Anzahl von Seesternen, auf die man hier stößt.

Unser zweiter Tauchplatz, ganz in der Nähe, nennt sich Koh Haa Yai, liegt an einem großen Felsen, der sich zunächst nicht von anderen Felsinseln der Andamanensee unterscheidet. Allerdings: Dieser Felsen ist fast vollständig ausgehöhlt – was man aber erst bei einem Tauchgang feststellt.

In vielleicht 20 Metern Tiefe liegt an der steilen Felswand der breite Eingang in die Kammern. Im unteren Bereich tummeln sich ein Drücker- und einige Falterfische, dann geht es langsam nach oben – und schließlich taucht man in einer großen, dunklen Kuppel auf, über sich der Felsen von Koh Haa Yai.

Aus der Höhle zurück tauchen wir über einem Unterwasser-Plateau, begegnen einem Trompetenfisch, Drücker und Kugelfischen und schließlich, am Rand des Riffs, gegen Ende des Tauchganges noch einer Schildkröte.

Koh Haa I ist der Name unseres dritten Tauchplatzes. In einer Tiefe von 18 Metern durchqueren wir eine beeindruckende Unterwasserlandschaft am Rande eines Felsens, eine Unterwasserlandschaft aus Schluchten und auch einer kleineren Grotte. Eine Seeschlange kreuzt unseren Weg, wir entdecken in den Nischen des Felsens einige Shrimps, es gibt einige Kugelfische, schließlich eine Schildkröte, die an den Korallen äst, dann ein sich langsam in den Fluten bewegendes Seepferdchen, das ebenfalls an den Korallen zu äsen scheint.

Donnerstag, 21 April 2011: Tauchplätze Koh Bida Nok und Koh Bida Nai und Saladan

Koh Bida Nok, mit 17 Metern ein eher flacher Tauchplatz, liegt in unmittelbarer Nähe der Inseln von Koh Phi Phi wird markiert durch einen Felsen im Wasser. Auffällig sind hier vor allem die großen Fächerkorallen – und schließlich die feie Sandfläche in der Mitte. Auf dieser Sandfläche bekommen wir einen Blaupunktrochen zu sehen, schließlich, wieder in der Nähe der Korallen, eine große Muräne auf Wanderschaft, dann einen Barsch, der verärgert nach einem seiner kleineren Nachbarn schnappt, ihn aber nicht erwischen kann.

Angeblich soll der Nachbar-Tauchplatz Koh Bida Nai der Ort sein, bei dem man mit ziemlicher Sicherheit auf Schwarzspitzenriffhaie stößt. Also halten wir die ganze Zeit über nach den Haien Ausschau, bekommen aber zunächst nur eine größere Muräne, dann einen prächtige Schnapper zu Gesicht. Und den Höhepunkt verpassen wir ganz: Die andere Gruppe von unserem Boot hatte zu der Zeit, als wir vergeblich auf Haie warteten, eine Begegnung mit einem Walhai.

Aber es gibt ja noch einen weiteren Tauchgang, der sich allerdings wegen der inzwischen schlechter gewordenen Sicht auch etwas schwerer anlässt. Ein Feuerfisch in einer Höhle scheint zunächst die einzige erwähnenswerte Besonderheit dieses Tauchganges zu bleiben. Dann aber treffen wir doch noch auf zwei Schwarzspitzenhaie, zwei eher kleine Tiere, kaum länger als 1,50 Meter, die in einer geraden Linie an der Riffwand entlang patrouillieren, sich rasch von uns fortbewegen, dann aber wieder umdrehen, ihren Weg zurück nehmen, ohne uns dabei aber zu beachten. Allerdings verläuft ihr Weg auch ein gutes Stück entfernt von unserem Standort.

Am Abend fahren wir noch einmal mit dem Tuk-Tuk von unserem Hotel am Khlong Dao Beach nach Saladan, zahlen wir die Hinfahrt zu Dritt 120, für die Rückfahrt später dann 100 Baht, beides allerdings Preise, die um etliches zu hoch sind, wie wir später noch erfahren.

Saladan jedenfalls besteht tatsächlich aus nicht mehr als aus zwei eher kurzen „Hauptstraßen“, eine, die zum Hafen hinführt, eine, die am Hafen entlang führt. Die zum Hafen führende Straße ist dabei vor allem die Geschäftsstraße, die Hafenstraße selbst die Restaurantstraße – wobei sich beim näheren Hinsehen aber auch die größeren Restaurants als einfache Bretterbauten erweisen, die bei einem Unwetter wahrscheinlich einfach weggespült würden.

Freitag, 22. April 2011: Mangrove Nature Trail – Lanta Town – Jee Lee Village – Sang-Ga-U – Khlong Nin Village – Kantiang Bay

Unsere Inselrundfahrt mit einem als Kleinlaster für Passagiere konstruierten Tuk-Tuk beginnt fast pünktlich kurz nach 9.30 Uhr, führt uns zunächst auf der Küstenstraße Richtung Süden, vorbei an weiteren Hotels und Restaurants, bis wir schließlich auf die Straße ins Inselinnere abbiegen.

Der Weg führt, vorbei an dschungelartigen Gummiplantagen, zu einer Elefanten-Trekking-Station, die aber nun, gegen Ende der Saison, keine Gäste mehr anzulocken scheint. Zehn Tiere soll die Station haben, drei davon, dabei ein Jungtier, sind nun an ihren Futterstellen neben der Straße. Interessant: Die Dickhäuter schlagen die Pflanzenstauden erst an ihren Füßen weich, schieben sie sich dann in den Mund.

Wenige Kilometer weiter liegt in einer Gummibaumplantage eine weitere Elefanten-Station. Hier stehen eine Elefantenkuh und ihr acht Monate altes Baby am Eingang, bereit zur Fütterung durch vorbeikommende Touristen. 100 Baht kostet die große Holzschale voller Obst, wobei das Elefantenbaby alles andere als dankbar zu sein scheint: Als ich mich ihm mit den Früchten nähere, schlägt er mit dem Rüssel erst auf die Schale, woraufhin das Obst natürlich in den Sand fällt – und dann bekomme ich noch einen Rüsselschlag in den Magen. Aber so bedient sich nun die Elefantenmutter von den auf dem Boden verstreuten Früchten.

An der Nordostküste von Lanta Yai, gegenüber von Lanta Noi, davon nur durch einen schmalen Meeresarm getrennt, liegt der Mangrove-Nature-Trail. Am Eingang zu dem Naturpfad präsentiert sich die Landschaft als ein Feuchtgebiet, das von schmalen Wasserläufen durchzogen wird, wobei an manchen Stellen in diesen Wasserläufen ausrangierte Holzboote langsam vor sich hin verrotten.

Ein Holzsteg führt am Mangrovenufer vorbei, ein Holzsteg, von dem aus man  die unzähligen Krebse und  Schlammspringer beobachten kann, die sich auf dem Boden tummeln.

Wir fahren nun auf der Ostseite der Insel nach Süden, nach Lanta Town, der Stadt mit dem Pier für die Personenfähre aus Krabi, das einstige wirtschaftliche Zentrum Koh Lantas, bevor es durch das touristischere Saladan abgelöst wurde.

Lanta Town vermittelt auch viel eher als Saladan den Eindruck einer eher gediegenen, beschaulichen Kleinstadt. Am Hafen ist ein überdimensionales Bild des Königs aufgestellt, am Hauptplatz steht in einem tempelartigen Pavillon eine Statue von König Rama V. Hier, ein gutes Stück vom Pier entfernt, beginnt dann auch die direkt am Wasser liegende, aber doch ziemlich kurze Haupt- und Geschäftsstraße des Ortes.

Die Stadt besteht aus Holzhäusern, teilweise über das Wasser auf Stelzen gebaut, aber gründlicher, als dies in Saladan der Fall ist. Und vor allem: Praktisch vor jedem Haus blühen hier die Blumen, so, als wäre Lanta Town eine kleine, schmucke Gartenstadt.

Auf dem Weg wieder Richtung Norden nach Jee Lee Village kommen wir an einem am Straßenrand stehenden Baum vorbei, an dessen Ästen eine Frucht blüht, deren Schale voller Baumwollfasern ist. Aber dies ist ein Baum, der hier wild wächst, trotz seiner nützlichen Frucht nicht landwirtschaftlich genutzt wird.

Bei Jee Lee Village haben wir in einem auf einer Anhöhe gelegenen Restaurant unser Mittagessen. In den Touristen-Karten Koh Lantas wird dieser Ort als besonderer Aussichtspunkt ausgewiesen – und tatsächlich schaut man beim Essen über den dichten Wald unterhalb der Anhöhe, auf das Meer und einige vorgelagerte kleine Inseln.

Nun geht es wieder an der Ostküste nach Süden – wobei uns auf der Straße ein Waran begegnet, der gemächlich die Fahrbahn überquert, vor den Fahrzeugen keine all zu große Angst zu haben scheint.

Unser Ziel ist Sang-Ga-U, das Dorf der so genannten Seezigeuner von Koh Lanta. Dieses Dorf, neu gebaut nach dem Tsunami von 2004, unterscheidet sich allerdings kaum von anderen Fischerdörfern Thailands. Die höher gelegenen Steinhäuser sind das Ergebnis eines Regierungsprogramms, doch die meisten Einwohner haben davon nicht profitiert oder profitieren wollen. Sie wohnen in ihren auf Stelzen stehenden Holzbauten am und über dem Wasser, und zwischen den einzelnen Gebäuden liegen die einfachen Fischerboote, baden die Kinder, während auf der Dorfstraße einige Hühner nach Futter picken.

Weil in Sang-Ga-U die Straße endet, kehren wir nun wieder nach Norden um, treffen unterwegs eine kleine Affenhorde, die sich allerdings scheu im Gebüsch am Straßenrand versteckt hält, von der man mehr hört als sieht, fahren dann über Khlong Nin Village zurück auf die Westseite der Insel.

In Khlong Nin Village ist gerade Markttag. In den Buden an der Straße werden fast ausschließlich billige Textilien angeboten, an den Marktständen auf dem Platz gibt es vor allem Obst, Gemüse und Fisch zu kaufen. Hier sieht man, dass Koh Lanta wirklich eine vorherrschend von Moslems bewohnte Insel ist. Die Markthändlerinnen tragen allesamt ein Kopftuch, ebenso wie ihre Kundinnen. Nun, am frühen Nachmittag, hat sich der Markt allerdings schon weitgehend geleert.

Noch einmal fahren wir ein kleines Stück nach Süden, zur Kantiang Bay. Es gibt hier ein größeres, recht luxuriös erscheinendes Hotel, allerdings nicht direkt am Strand, sondern in den Hügeln, die Touristendörfer erscheinen kleiner und ruhiger als im Norden.

Aber der Strand ist beinahe noch schöner mit seinen kleinen Buchten und eben nur wenigen Besuchern.

Auf dem Rückweg stoppen wir an einer Neubausiedlung: An der Küste sind einige Ferienhäuser entstanden, kleine Villen mit Swimmingpool, aber die meisten stehen wohl noch leer, warten auf Käufer. Der Bauboom hat auch Koh Lanta nicht verschont – und auch die Immobilienkrise ist an der Insel wohl nicht spurlos vorüber gegangen.

Samstag, 23. April 2011: Tauchplätze Koh Bida Nok, Koh Bida Nai und Bida Hin

Der erste Tauchgang des Tages bei Koh Bida Nok beginnt mit einem Ärgernis: Ich habe vermutlich meine Unterwasserkamera nicht richtig befestigt – und als ich sie benutzen will, ist sie weg. Außer einer Seeschlange und einigen Fischschwärmen sehe ich nicht all zu viel, was aber auch daran liegen kann, dass ich mich natürlich gewaltig ärgere.

Auch der zweite Tauchgang bei Koh Bida Nai verläuft nicht wirklich spektakulär. Einige große Fischschwärme bedecken den Korallenboden, es gibt wieder eine Seeschlange zu sehen, einen Feuer- und einen Kugelfisch vor einer Höhle.

Bida Hin, unser dritter Tauchplatz, bei dem wir auf eine Tiefe von 15 Metern heruntergehen, ist ein Unterwasser-Plateau mit rötlichen Korallen, einigen größeren Clownsfischen, Kugelfischen, aber zumindest heute ohne Haie.

Sonntag, 24. April 2011: Insel-Tour nach Koh Hai, Koh Mook, Koh Kradan und Koh Ma

Gegen 8.30 Uhr werden wir mit dem Schnellboot direkt vom Hotelstrand zu unserer Insel-Tour abgeholt. Das Boot nimmt, immer die Küste Koh Lantas entlang, Richtung Süden, steuert unser erstes Ziel Koh Hai an.

An einem kleinen Strand, zwischen den Felsen gelegen, stehen einige kleine Häuser, doch ansonsten scheint Koh Hai weitgehend dem Dschungel überlassen. Wir gehen hier auch nicht an Land, unternehmen nur einen Schnorchelgang an einem Riff voller Kopfkorallen, großen Muscheln in unterschiedlichen Farben, offensichtlich ein bevorzugter Platz der Papageienfische.

Bei unserem nächsten Ziel, Koh Mook, legt das Boot vor einer Felswand an. Hier geht es nun ins Wasser, dann, immer dem Befestigungsseil folgend, schwimmend durch eine breite Höhle, die Morakot-Cave. Rund 80 Meter soll die lang sein, wird auch rasch ziemlich dunkel, und ohne die Taschenlampen der Guides könnte man vermutlich nicht viel sehen. Dafür hört man aber um so mehr. Vor allem die thailändischen Ausflügler, die nun am Sonntag zu Dutzenden unterwegs sind, verhalten sich hier wie in einer Geisterbahn, geben ein ständiges Gejohle von sich.

Doch am anderen Ende dieser durchfluteten Höhle wartet wirklich eine Überraschung. Wir sind in einer Lagune, gänzlich von Felsen umschlossen, mit einem kleinen versteckten Sandstrand, hinter dem sich gleich ein kleiner Dschungel anschließt, auch der aber begrenzt durch die Felsen, ein Ort, der völlig von der Außenwelt abgeschirmt ist, erreichbar nur durch diese Unterwasserhöhle, und auch das nur am Vormittag. Denn am Nachmittag kommt die Flut, setzt die Höhle als auch den kleinen Strand unter gänzlich Wasser. Dann, so sagt unser Bootsführer, bliebe nur noch der höher gelegene Urwald trocken.

Und dann kämen  vermutlich auch die Affen zurück, die man sonst bei anderen Ausflügen hier hören könnte, die heute aber vor den Besucherscharen geflohen sind.

Das Affengebrüll hören wir, wenn auch aus der Ferne, aus dem Dschungel von Koh Kradan, der nächsten Insel, die wir besuchen. Koh Kradan gehört eher zu den „größeren“ Inseln dieses Teiles der Andamanensee, hat einen herrlichen weißen Sandstrand, ist offiziell zwar Teil des Meeresschutzgebietes, es gibt in der Nähe des Strandes auch eine Station der Ranger – aber vor allem ist Koh Kradan eine Ausflugsinsel, wo die Ausflügler auch ihr Mittags-Picknick unternehmen. Und für die Affen mag das ein Grund sein, sich nicht in der Nähe des Strandes blicken zu lassen.

Eine einsame, halb zerfallene Hütte auf einem Felsplateau unterhalb der steilen Klippen ist die einzige sichtbare Hinterlassenschaft von menschlichen Aufenthalten auf Koh Ma. Soweit wir die Insel zu Gesicht bekommen, ist es aber auch ein höchst unzugängliches Eiland, fast überall mit abweisenden, steilen Felsen als Küste.

Zwischen den Schlingpflanzen an diesen Felsen nisten nun aber hunderte von Flughunden, auch vom Boot aus gut sichtbar, doch in ihrer sicheren Höhe praktisch unerreichbar.

Vor der einsamen Hütte machen wir noch einen Schnorchelgang zwischen den Felsen, fahren dann wieder zurück an unseren Hotelstrand.

Montag, 25. April 2011: Tauchplätze Koh Bida Nai und Hin Bida

Gleich zu Anfang unseres Tauchganges bei Koh Bida Nai stoßen wir auf eine Riesenmuräne, danach zwei Babymuränen.  Dazu begegnen wir noch größeren Schnappern und auch Thunfischen, schließlich auch einer großen weißen Qualle, die sich in der Strömung treiben lässt. Schon eher selten schließlich dieser Anblick: Ein gewaltiger, vielleicht einen Meter langer Kugelfisch unter einer Koralle.

Unser zweiter Tauchgang bei hin Bida wird zunächst durch die eher schlechte Sicht beeinträchtigt.. Aber dann endlich entdecken wir ganz ruhig im Sand liegend einen schlanken, wohl noch jungen Leopardenhai, keine zwei Meter lang. Es scheint, als würde das Tier uns anblinzeln, während wir es beobachten, hebt dann vom Meeresboden ab, schwimmt davon.

Dienstag, 26. April 2011: Insel-Tour nach Koh Rork

Wie bei unserer Vier-Insel-Tour am Sonntag werden wir wieder gegen 8.30 Uhr mit dem Schnellboot direkt vom Hotelstrand abgeholt, fahren nun nach Koh Rork – wobei diese Inselgruppe mitunter auch als Koh Rok bezeichnet wird.

Dabei handelt es sich allerdings um zwei Inseln, um das bis ans Wasser bewaldete Koh Rork Noi und Koh Rork Nok mit dem breiten Sandstrand, die Insel, bei der wir an Land gehen.

Zunächst ist aber ein Schnorchelgang zu den Weich- und Kopfkorallen angesagt, wobei hier auf denen überall erstaunlich viele Weihnachtsbaumwürmer wachsen, in rot, blau. Lila und auch anderen Farben vorkommen, wie ein Strauß bunter Punkte die Kopfkorallen bedecken.

Am Strand, bewachsen auch mit einigen Gummibäumen von teilweise extremer Größe,  krabbeln kleine Krebse im Sand, schleppen dabei ausgehöhlte Muscheln mit sich, so wie eine Schnecke ihr Schneckenhaus.

Vor allem ist Koh Rork aber die Insel der Warane! Vier der Tiere, alle sicherlich mindestens eineinhalb Meter lang, wobei sie es sogar auf zwei Meter bringen sollen, haben es sich bei einer Mülldeponie hinter dem Campingplatz gemütlich gemacht, liegen dort faul im Schatten der Bäume, schnuppern mitunter nur an den leeren Plastikflaschen.  Die Tiere müssen die Nähe von Menschen gewöhnt sein, zeigen keine Scheu, aber auch keinerlei Aggressivität gegenüber den Zweibeinern – wobei es aber wohl doch besser ist, sie nicht in ihrer Ruhe im Gestrüpp zu stören.

Dienstag, 26. April 2011: Insel-Tour nach Koh Rork (Koh Rok)

Wie bei unserer Vier-Insel-Tour am Sonntag werden wir wieder gegen 8.30 Uhr mit dem Schnellboot direkt vom Hotelstrand abgeholt, fahren nun nach Koh Rork – wobei diese Inselgruppe mitunter auch als Koh Rok bezeichnet wird.

Dabei handelt es sich allerdings um zwei Inseln, um das bis ans Wasser bewaldete Koh Rork Noi und Koh Rork Nok mit dem breiten Sandstrand, die Insel, bei der wir an Land gehen.

Zunächst ist aber ein Schnorchelgang zu den Weich- und Kopfkorallen angesagt, wobei hier auf denen überall erstaunlich viele Weihnachtsbaumwürmer wachsen, in rot, blau. Lila und auch anderen Farben vorkommen, wie ein Strauß bunter Punkte die Kopfkorallen bedecken.

Am Strand, bewachsen auch mit einigen Gummibäumen von teilweise extremer Größe,  krabbeln kleine Krebse im Sand, schleppen dabei ausgehöhlte Muscheln mit sich, so wie eine Schnecke ihr Schneckenhaus.

Vor allem ist Koh Rork aber die Insel der Warane! Vier der Tiere, alle sicherlich mindestens eineinhalb Meter lang, wobei sie es sogar auf zwei Meter bringen sollen, haben es sich bei einer Mülldeponie hinter dem Campingplatz gemütlich gemacht, liegen dort faul im Schatten der Bäume, schnuppern mitunter nur an den leeren Plastikflaschen.  Die Tiere müssen die Nähe von Menschen gewöhnt sein, zeigen keine Scheu, aber auch keinerlei Aggressivität gegenüber den Zweibeinern – wobei es aber wohl doch besser ist, sie nicht in ihrer Ruhe im Gestrüpp zu stören.

Mittwoch, 27. April 2011: Tauchplätze Koh Bida Nok, Koh Bida Nai und Hin Bida

Zumindest die großen Muränen kommen an Tauchplätzen in der Andamanensee noch häufig vor. Dazu begegnen wir während des ersten Tauchganges bei Koh Bida Nok noch einigen Kugelfischen, entdecken, geschmiegt an einen Korallenblock, auf den ersten Blick von dem kaum zu unterscheiden, einen Steinfisch. Ein größerer Schnapperschwarm kreuzt unseren Weg, schließlich noch ein Trompetenfisch.

Bei unserem zweiten Tauchgang des Tages bei Koh Bida Nai beobachten wir zwei kleinere Steinfische,, die sich Kopf an Kopf gegen liegen, dabei ab und an sich gegen den Kopf stoßen, solange, bis schließlich einer von ihnen davonschwimmt. Unklar aber, ob das nun Paarungsverhalten oder ein Revierkampf war...

Bei Hin Bida bewundere ich zunächst eine extrem große Muschel, bekomme dann eine Muräne zu Gesicht – und schließlich kommt ein Leopardenhai angeschwommen, ziemlich dicht an uns vorbei, so, als nehme er uns gar nicht zur Kenntnis, aber höchst elegant, seine starke Schwanzflosse kaum bewegend. Kurz darauf entdecken wir einen weiteren Leoradenhai, der sich in Begleitung eines Putzers am Boden niedergelassen hat, aber bald, der Beobachtung durch uns überdrüssig, abhebt, dicht an meinem Kopf vorbeischwimmt und am Riff verschwindet.

Donnerstag, 28. April 2011: Tauchplätze Koh Haa Lagoon und Koh Haa Yai Cathedral

Ein letzter Tauchtag, zunächst mit einem Tauchgang bei Koh Haa Lagoon: Gleich zu Anfang sehen wir in einer Sandmulde einen Drückerfisch, kurz darauf zwei winzige Zwergmuränen. Die beiden Winzlinge haben sich ihre Erdlöcher in unmittelbarer Nachbarschaft gegraben, schauen nun gleichzeitig aus ihren Schlupflöchern, die Mäuler, gerade einen Finger hoch über dem Meeresboden, weit aufgerissen, ständig nach vorbeitreibendem Fressen schnappend, dazu aber jederzeit bereit, sich bei dem geringsten Anzeichen von Gefahr wieder in ihre sicheren Erdlöcher zurück zu ziehen.

Es gibt aber auch wieder große Muränen, Feuerfische, einen Stein- und einen Flötenfisch, schließlich noch eine Flunder, die kaum vom sandigen Boden zu unterscheiden ist. Und schließlich stößt man hier auch immer wieder auf Seegurken in allen Farben, zwei davon eng aneinanderliegend, wie bei einer Paarung.

Danach gehen wir noch einmal bei Koh Haa Yai Cathedral 20 Meter in die Tiefe, begegnen zunächst einem kleineren Barrakudaschwarm, sehen eine Riesenmuschel, schließlich eine Schildkröte, die, vielleicht durch das Tauchboot gestört, eilig von der Oberfläche in die Tiefe abtaucht. Vor einer Höhle liegt ein vielleicht ein Meter langer Kugelfisch. Diese Höhle erweist als ein „Bau“ mit mehreren hohen Kammern, und, schaut man oben in die Tiefe, hat man tatsächlich den Eindruck, von der Galerie einer Kathedrale herab zu schauen.

Freitag, 29. April 2011: Khlong Dao Beach

Den letzten Tag auf Koh Lanta verbringen wir überwiegend am Hotelstrand. Der Himmel ist immer wieder bewölkt, mitunter regnet es auch. Man spürt, dass sich die Saison ihrem Ende entgegen neigt.

Samstag, 30. April 2011: Bangkok

Der Transfer von Koh Lanta zum Flughafen Krabi, der Flug nach Bangkok und von dort dann die Fahrt zum Hotel verlaufen geradezu fahrplanmäßig.

Bangkoker Kontraste auf dem Weg zum Hotel: Zwischen den Hochhäusern und neu gebauten Bürobauten sieht man ab und an noch schmale Wasserläufe, Khlongs, an deren Ufern kleine Blechhütten stehen.

Unser Hotel, das Royal Benja, liegt am Ende einer kleine Gasse, die zu den zahllosen Nebengassen der Sukhumvit gehört, keine zehn Gehminuten von der Skytrain-Station „Nana Place“ entfernt, also in absolut zentraler Lage.

Der Skytrain würde zwar ebenfalls direkt dorthin fahren, aber dennoch nehmen wir nun das Taxi zum Siam- und HBK-Center, da ich auf der Suche nach einer neuen Unterwasser-Kamera bin. Die beiden Einkaufszentren sind schon jedes für sich größer als die großen deutschen Einkaufszentren, doch die darin untergebrachten Geschäfte sind meistens eher klein, manche auch nicht mehr als „Marktstände“ in den Gängen.

Auf der Straße findet gerade eine Casting-Show statt: auf einer Bühne treten verschiedene Bands auf, jede Menge junge Leute stehen an, um sich in abenteuerlichen Kostümen fotografieren zu lassen -  wohl eine Art „Bankoks next Top-Model“.

Am Abend unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang. Die Gassen der Sukhumvit verwandeln sich in das übliche Vergnügungsviertel, auf der Hauptstraße hat sich ein Nachtmarkt für Billigwaren aller Art etabliert. Dabei scheint zumindest ein Teil des Viertels um den Nana Place Bangkoks arabisches oder muslimisches Viertel zu sein. Man sieht auf den Straßen auch verschleierte Thailänderinnen, in den Lobbys der umliegenden Hotels zahlreiche Araber – und auch ein Großteil der Imbiss-Stände bietet arabisches Essen an.

Wir beenden den Abend in Gulliver’s Traveler’s Tavern, ein gediegen wirkender Touristentreffpunkt mit Kellnerinnen in Uniform, einem gut dicht besetzten Außenbereich, dazu weiteren Gasträumen in einem weißen Gebäuden, das vor einigen Jahrzehnten wohl als Prunkbau anzusehen war.

Vor dem Restaurant versuchen die Straßenhändler, mit ihrem Schnickschnack, in sind wohl gerade leuchtende Spring-Bälle, die Aufmerksamkeit der Restaurantgäste und Passanten auf sich zu ziehen.

Sonntag, 1. Mai 2011: Bangkok

Wir werden pünktlich am Vormittag zum Flughafen abgeholt. Der Himmel ist bewölkt, und es fängt auch wieder an zu regnen. Die Regenzeit hat jetzt wohl endgültig begonnen.

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