Malaysia - Singapur und Sarawak, Bako-Nationalpark, Seite 6

Ein Besuch bei den Nasenaffen und Gibbons im Bako-Nationalpark



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Von der Anlegestelle in den Urwald

Klicke auf das BildDer "Eingang" zum Bako-Nationalpark ist eine Anlegestelle: Auf der anderen Seite des Wassers liegt ein Fischerdorf mit einer Moschee, über der sich eine goldene Kuppel erhebt. Bako ist eine Insel und nur mit dem Boot zu erreichen. 20 Minuten kreuzt unser außenbordmotorgetriebenes Boot, bis wir an der Anlegestelle auf der Insel ankommen.
Zunächst führt ein Brettersteg über morastiges Ufergelände. Unten im Schlick tummeln sich die Krebse, die Luft ist voll vom Ruf der Grillen. Schließlich führt der weiß markierte Weg direkt in den Dschungel.
1,2 Kilometer lang soll der Weg sein, in einer halben Stunde zu bewältigen, jedenfalls nach der Karte des Nationalparks. Allerdings müssen wir über Felsbrocken klettern, stolpern über die Baumwurzeln, suchen ständig Halt an herunterhängenden Ästen und Bambusstangen.
Etwa nach der halben Strecke machen wir unsere erste Tierbeobachtung. Rund 50 Meter entfernt, kurz vor dem Strand, tummelt sich im Geäst der letzten Urwaldbäume eine drei- bis vierköpfige Gruppe von Nasenaffen.

Paku - Bucht der Gibbonaffen

Klicke auf das BildKlicke auf das BildSchließlich erreichen wir Paku, eine Bucht mit weißem Sandstrand, umrahmt von bizarr geformten gelblich schimmernden Felsen. Obwohl wir gerade Ebbe haben, ist der Boden feucht.
Die Gibbonaffen kommen bis an den Strand, sitzen im Gebüsch, und während wir meinen, die Affen zu beobachten, scheinen die Tiere in Wahrheit uns aufmerksam zu beobachten. Jedenfalls nutzt einer der Affen die Tatsache, dass die Horde uns ablenkt - und macht sich an unserer Tache zu schaffen. Mit lautem Schreien können wir gerade noch verhindern, dass er mit seiner Beute im Gebüsch verschwindet - aber immerhin hat er es geschafft, alle Bonbons aus der Tüte zu erhaschen. Das erstaunlichste dabei ist: Er hat die Bonbons auch noch ordentlich aus dem Papier ausgepackt.
Die Hinterlassenschaften der Menschen scheinen für die Affen überhaupt das Interessanteste zu sein: Ein Flaschendeckel wird ebenso inspiziert wie eine leere Zigarettenschachtel, und schließlich stellt sich der Anführer der Horde, ein älteres größeres Männchen, uns wütend fauchend in den Weg, als wir uns wieder auf den Rückweg machen wollen und dabei die Mülltonne passieren müssen.
Der Weg, den wir kamen, nehmen wir nun als Rückweg, nur sind diesmal auch die Gibbons durch den Schlick unterwegs. Und schließlich stoßen wir nun auch vor der Kantine überall auf Gibbons, die sich hier äußerst vorsichtig den Menschen nähern, aber selbst niemanden an sich herankommen lassen..



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