Malaysia - Singapur und Sarawak, die Höhlen bei Bau, Seite 5

Ein Besuch in der Fairy-Cave und der Wind-Cave bei Bau im Land der Bidayuh



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Im Land der Bidayuh

Drei bis vier Kilometer von der Stadt Bau entfernt, fast an der Grenze zu Indonesien , liegen zwei gewaltige Höhlen, die Wind Cave und die Fairy Cave. Unser örtlicher Führer für die Höhlen, einer von rund 1000 Angestellten des Forest Departements, ist ein Bidayuh - dies ist Bidayuh-Land. Für den Fremden jedoch sind keine Unterschiede zu Malaien zu erkennen.

Heimat der Fledermäuse

Die Wind Cave ist eine Tropfsteinhöhle mit vier Eingängen, die einzelnen Höhlengänge sind mit Holzstegen gangbar gemacht. Trotzdem: Rutschgefahr! Von der Höhlendecke hängen vereinzelte Stalaktiten, am hellen Höhleneingang leben noch Vögel, und im Höhleninneren sind die Fledermäuse Zuhause. Das Licht unserer Taschenlampen vertreibt die Tiere von ihren Stammplätzen. Heute seien nur wenige Fledermäuse zu sehen, sagt unser Führer - zu viele Touristen. Aber das Schreien der Fledermäuse, es erinnert an das Bellen der Hunde, ist überall in der Wind Cave zu hören.

Mit dem Wagen sind es ca. zehn Minuten bis zur Fairy Cave. Ein Bus koreanischer Touristen steht auf dem Parkplatz, die Gruppe kommt gerade die Treppe herab. Vor der Fairy Cave ist eine Baustelle: Eine neue Treppe wird gebaut, damit die Touristen gefahrlos den steilen Felsen emporkommen können.

Höhle mit Tempel

Klicke auf das BildDie alte Treppe ist wahrlich ein Unikum. Die einzelnen Stufen haben mitunter die Höhe eines halben Beines, sind dabei auch noch viel zu schmal für einen europäischen Fuß, und nur ein an manchen Stellen schon morsches Holzgeländer gibt trügerischen Halt.
Chinesische Inschriften, eine Buddha-Statue, ein Heiligenschrein: Am Eingang der Fairy Cave befinden wir uns in einem chinesischen Tempel. An vielen Stellen der Höhle stoßen wir auf abgebrannte Weihrauchstäbchen.
In der Fairy Cave gibt es zwar keine Fledermäuse, dafür aber Krebse, einige hundert Meter über dem Meeresspiegel. Die Tropfen von der Decke haben überall Pfützen und Wasserlachen gebildet.
Dabei hat die Fairy Cavedie Ausmaße einer Kathedrale: Die Haupthöhle entspricht einer riesigen Halle, deren Ruhe - bisher - nur vereinzelt gestört wird. In der knappen Stunde, die wir in der Höhle verweilen, kommt jedenfalls kein weiterer Besucher mehr hinzu.



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