Malaysia - Singapur und Sarawak, Auswilderungsstation Semonggok, Seite 4

Ein Besuch in Semonggok, der Auswilderungsstation für Orang Utans und in der Krokodilkfarm bei Siban



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Am "Tor zum Dschungel"

Klicke auf das Bild750 Hektar groß ist das Dschungelgebiet der Auswilderungsstation von Semonggok, deren Eingang zunächst einem botanischen Garten gleicht. Bohlen führen über die Gräben entlang, und schließlich sind wir am "Tor zum Dschungel". Nur ein blaues Band, zwischen zwei Bäume gespannt, trennt hier den Urwald von der Zivilisation. Auf der anderen Seite sind die Orang Utans, die gerade von zwei Betreuern - einem Einheimischen und einer Europäerin - gefüttert werden.
Merkwürdigerweise respektieren auch die Orangs die blaue Demarkationslinie. Die Pfleger rufen die einzelnen Tiere beim Klicke auf das BildNamen, Nora und George sind identifizierbar, die jeweiligen Tiere greifen sich ihre Bananen, entschwinden damit auf die Baumkronen, werfen die Bananenschalen auf den Boden. Von den Touristen unten, die im Modder stehen, wird dieses Schauspiel mit "Ahs" und "Ohs" quittiert.
Eigentlich sollten alle Orangs zur Fütterung aus dem Wald kommen - doch zumindest einer hat sich sein hohes Nest in einer Baumkrone gleich über dem Fütterungsplatz gebaut.
Ein Dutzend Orang Utans leben in Halbfreiheit auf diesem Areal: Wer fit für die große Freiheit ist, wird in ein anderes Dschungelgebiet umgesetzt, berichtet uns eine der Tierpflegerinnen.
Zehn andere Orangs warten indes noch in ihren Käfigen auf den Tag ihrer Freilassung.
Doch nicht immer geht der Ausflug in die Freiheit glücklich aus. Abgesondert von den übrigen Tieren sitzt die acht- oder neunjährige Maggy allein in ihrem Käfig. "Sie war aggressiv zu Menschen und griff auch andere Orang-Weibchen an," sagt die Betreuerin. Deshalb kam Maggy zurück - und in Einzelhaft. Nur die Betreuerinnen dürfen sich Maggy ungestraft nähern - und bekommen von der aggressiven Einzelgängerin sogar ein Küsschen.
In der - von der malaiischen Regierung finanzierten - Station werden außer Orangs noch andere Tiere auf die Freiheit vorbereitet. Malaienbären, Stachelschweine und Nashornvögel warten in den Käfigen auf ihre Freiheit.

Auf der Krokodilfarm

Eine viertel Autostunde von Semonggok entfernt liegt die Ortschaft Siban. Hier besuchen wir "Jong’s Crocodile-Farm". Um die 1500 Krokodile - Süß- und Salzwasserkrokodile - leben hier in den Bassins - und werden nach ihrem Ableben zu Handtaschen und Portemonnaies verarbeitet.
Dass die Einheimischen etwas gegen Krokodile haben, scheint verständlich: Knapp vier Meter von der Schwanzspitze bis zum Maul misst der massige "Einsame Mann", den Fischer 1988 im Surong River gefangen und dann hier abgeliefert haben - ein Monstrum, das auch einem Boot gefährlich werden könnte.



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