Malaysia - Singapur und Sarawak, Flussfahrt auf Buntal- und Santubong-River, Seite 3

Mit einem Flussfischer von Buntal auf den Buntal- und den Santubong-River - mit einem Abstecher nach Salek



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Mangrovenwälder an der Flusswelt

Anua Epen, ein 36jähriger Fischer, nimmt uns mit auf sein seinem Boot auf seinem Boot zu einer Tour über den Buntal und den Santobong-River.
Erst kreuzen wir durch den Buntal River, biegen dann in den Santubong River, von dort in den Samanan River und schließlich in den Salek River - wobei die einzelnen Flüsse allerdings alles Arme eines einzigen Flusses sind.
Wir kommen an unendlichen Mangrovenwäldern vorbei, die in das Wasser hineinwachsen. Immer wieder macht uns Anua auf den "Jolly Fish" aufmerksam - eine Qualle, die bei der geringsten Berührung auf der Haut einen brennenden Schmerz verursacht. Mitunter sehen wir große weiße Vögel, ähnlich unseren Störchen, dazu auch einige Seeadler und eine Horde Gibbonaffen.

Station im Fischerdorf Salek

Klicke auf das BildKlicke auf das BildKurz vor Mittag gehen wir in Salek an Land. Salek ist ein kleines Fischerdorf, in seiner Anlage vergleichbar mit Santubong, aber kleiner und aus einer rein malaiischen Bevölkerung bestehend. Wir gehen über die "Hauptstraße", ein Brettersteg, der bei Flut nur noch knapp über dem Wasser steht, trinken in einem Café einige Cola und kommen schließlich am Ende der Dorfstraße zum Dorfplatz: Ein modriges Fußballfeld, daneben die "Regierungsgebäude", eine Schule, eine Schulbibliothek, die Gemeindeverwaltung
Der Waschplatz ist ein Tümpel, in dem die Frauen ihre Wäsche waschen, daneben erntet ein Mann gerade im "Duran" -Baum die scharfen Gewürze.

Mit Netz und Leine

Klicke auf das BildHinter Salek versuchen wir, mit Leine und Köder zu angeln, doch die Fische wollen nicht anbeißen. Wir fahren weiter, erreichen die Flussmündung, sehen von hier Santubong und auch Damai Beach, kreuzen dann landeinwärts weiter. Das Wasser schimmert lehmig, am Ufer tummeln sich die Schlammspringer-Fische, einige von beträchtlicher Größe.
Anua wirft sein Fangnetz aus. Was er bei seinem ersten Versuch schließlich an Bord holt, ist eher kümmerlich. Ein Baumstamm hat sich im Netz verfangen und muss mit der Axt losgeschlagen werden. Außerdem ist das Netz voll von Plastikmüll.
Immerhin sind auch zwei Rochen ins Netz gegangen, denen er nun als erstes den Schwanz mit dem Giftstachel abhackt. Dazu besteht der Fang aus einer Menge Garnelen sowie einer Reihe von Kugelfischen, die Anja "Buntal" nennt - und wieder zurück in den Fluss wirft.
Der zweite Fang ist erfolgreicher. Diesmal hat Anua auch ein Rochenweibchen gefangen, bei dem jetzt an Bord die Geburt einsetzt. Der Fischer wirft Mutter und das gerade geborene Rochenjunge ins Wasser zurück.
Obwohl Anua zufrieden ist: Für die harte Arbeit ist die Ausbeute mager, und es fliegen mehr Fische, wenn auch eher tot als lebendig, ins Wasser zurück, als endlich im Korb des Fischers landen.

Besuch in Buntal

Kurz vor fünf Uhr nachmittags sind wir wieder in Buntal. Das Dorf ist größer als Santubong oder Salek, die beiden anderen Fischerdörfer, die wir bisher gesehen haben, hat auch zwei Seafoodrestaurants für die Touristen aus Damai.
Nun gehen wir zu Anuas Haus. Er hat es selbst gebaut, ein einfacher Steinbau mit drei Räumen, die durch Bretterwände voneinander abgetrennt sind. Anuas Frau grillt die Rochen und Garnelen für uns. Die Familie hat vier Kinder, der älteste Sohn ist zwölf, dazu drei jüngere Mädchen. Drei Kinder sind gestorben.
Sein Vater hatte noch zwölf Geschwister, erzählt uns Anua beim Essen. Weil sein Vater früh starb, musste Anua seine fünf Geschwister versorgen, als er gerade 15 war. Der am weitesten entfernte Ort, in den er je kam, ist Sibu, die Hafenstadt an der Mündung das Rajang River.
Aber Anua hat es zu etwas gebracht: Immerhin hat er ein Haus, einen Fernsehapparat, vier Angelruten - und natürlich sein eigenes Boot.

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