Ägypten, Hurghada, Rotes Meer: Das Touristenzentrum, Seite 1

Ägypten, Hurghada: Vom Fischerdorf zum Touristenzentrum am Roten Meer



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Stadt der Neubauviertel

Bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt zeigt sich Hurghada ist eine riesige Baustelle. Man passiert zunächst endlose Neubauviertel, teilweise reine Rohbauten, teilweise halbfertige Häuser, deren untere Stockwerke aber schon bewohnt sind. Dafür wirken die etwas älteren Gebäude mitunter auch schon wieder halb zerfallen.
Ganz in der Nähe vom Sand Beach, unserem Hotel in einem der ‚,älteren“ Viertel, noch an der Strandstraße, finden sich vor allem eine ganze Reihe von kleinen Geschäften, deren Besitzer alle Passanten ansprechen, um sie entweder gleich in den Laden zu lotsen oder wenigstens die Visitenkarte aufzudrängen. Aber immerhin: Gegen den eigenen Willen regelrecht in ein Geschäft hineingezerrt wird man hier nicht.
Ganz in der Nähe liegt ein weiteres großes Hotel, das Empire Three Corner, eine Anlage aus drei Gebäudeblöcken, die eine Pool-Landschaft umschließen, großzügig ausgestattet, aber eben ohne eigenen Strandabschnitt, daneben dann die üblichen Cafés, Restaurants und Andenkengeschäfte, ein kleiner Platz, gebaut wie ein geschlossener Basarbereich. Irgendwo die Auslagen der Schaufenster in aller Ruhe anschauen ist allerdings auch hier nicht möglich: Ständig versuchen die Händler die Passanten in die Geschäfte zu ziehen, natürlich nie zum Verkauf, sondern immer nur „zum Tee, ganz ohne Geschäft“...

Zu Fuß und Taxi in die Innenstadt

Ein Ausflug in die Innenstadt, nach Downtown: Gut einen halben Kilometer laufen wir die Strandpromenade entlang, erreichen dann eine Moschee und wohl auch die Ausläufer der Altstadt, sind aber vom Stadtzentrum noch immer einiges entfernt.
Das Feilschen um den Preis für eine Taxifahrt gestaltet sich als nerviges Abenteuer. 30 Pfund verlangt der Fahrer, um uns von der Moschee zum Zentrum, der vermeintlichen Altstadt zu bringen, geht dann auf 20 runter. Nur widerwillig schaltet er das Tachometer ein, weil wir drohen, ansonsten auszusteigen. Das Tachometer steht dann an der Kreuzung, wo tatsächlich die Altstadt anfängt, bei gerade vier Pfund und 45 Piastern. Nun will er allerdings erst einmal nicht die 20-Pfund-Note wechseln, mit der ich bezahle. Erst, als ich ihm sage, er könne gleich zur Polizei weiterfahren, bekomme ich die 15 Pfund Wechselgeld.
Eine andere Variante, um an das Geld der Touristen zu kommen: Geld wechseln: Auf der Straße werden wir von einem jungen Mann angesprochen, der Zwei-Euro-Münzen eintauschen möchte. Diejenigen, die er uns anbietet, sind allerdings dazu noch schlecht gemachte Fälschungen.
Ansonsten bietet die „Altstadt“ von Hurghada, auch sie erst mit dem aufkommenden Tourismus entstanden, außer den üblichen Andenkenläden, aus denen heraus man regelmäßig angesprochen wird, eigentlich keine sehenswerten Besonderheiten.
Die als Einbahnstraße beginnende Hauptstraße an der Ecke kurz hinter dem Touristenhafen wird irgendwann zur breiten Allee mit modernen Geschäftsgebäuden auf der einen, großen Hotelanlagen auf der anderen Seite. Wie urwüchsig das allerdings entstanden ist, sieht man bei einem Blick in die Nebenstraßen. Die sind zum großen Teil nicht einmal gepflastert.
Die eigentliche „Altstadt“ unterdessen zeichnet sich durch einstöckige, einfache Häuser aus, viele leer und halb zerfallen, vermutlich noch vor dem Touristenboom entstanden. Daneben werden dann schon wieder neue Häuser hochgezogen, etliche schon fertig, aber trotzdem noch leer stehend.

Ferienwohnungen für die Ruheständler

Von einer Deutschen, die hier seit mehreren Jahren lebt und als Grundstücksmaklerin arbeitet, hören wir, dass im Monat bis zu 2000 Wohnungen fertig gestellt werden, gedacht als Ferienwohnung oder für Leute, die sich hier zur Ruhe setzen möchten. Jedenfalls sollen hier – neben Tauchlehrern – bereits eine einige Tausend Ausländer als Ruheständler fest leben.



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