Tauchurlaub am Roten Meer, Ägypten, in Hurghada - mit Beschreibung der Tauchplätze Marsa Abu Galawa und Sahwa Abu Gelawa, den Wracks Carnatic und Giannis D am Abu Nuhas Erg, Umm Gammar und Shaabruhr Umm Gammar, Yo Serdor und Shaab el Erg, Dolphin House, Shaab Abu Nugar und Shaab Iris

 realedition.de - Reiseberichte, Reisereportagen, skurrile Geschichten, Satiren, Numismatik

Forum Gästebuch Linkrotation Seite empfehlen Newsletter Downloadcenter Ausgewählte Links Impressum E-Mail

Ägypten, Hurghada und seine Tauchplätze - Wracks, Muränen, Blaupunktrochen

Sie sind hier: Realedition.de > Reisen > Afrika > Ägypten - Hurghada
Weitere Themen:
Reisebilder und Postkarten Reisevideos Geschichten Satiren Numismatik Bücherstube Quiz

Detlefs Blog
Das virtuelle Tagebuch des Webmaster

Share |

free-website-translation.com
By free-website-translation.com

Weitere Ägypten-Seiten im WWW:

Zu den Reisetagebüchern aus Ägypten
Ägypten-Reisen bei Reisen.Realedition.de

Zu den Ägypten-Fotos
Ägypten-Bilder als Postkarte oder zum Download bei Reisebilder.Realedition.de

Zu den Ägypten-Videos
Reisefilme aus Ägypten bei Reisevideos.Realedition.de

Ägypten-Forum bei 
Realedition.de - Fragen und
Antworten zu Reisen in Ägypten


Zu den ägyptischen Münzen
Ägyptische Münzen bei Numismatik.Realedition.de

 

Zum ersten Bild

Zum zweiten Bild

Zum dritten Bild

Zum vierten Bild

Die Insel Shadwan, militärisches Sperrgebiet vor Hurghada   Im Wrack der Carnatic, einem 1869 gesunkenen Frachter  Am Wrack der Giannis D, ein ehemaliger Holz-Frachter Fisch-Leben auf dem Deck des Frachters Giannis D

Zum fünften Bild

Zum sechsten Bild

Zum siebten Bild

Zum achten Bild

Eine Muräne in ihrem Versteck am Riff von Umm Gammar Das Eiland von Umm Gammar, der "Mutter des Mondes" Ein Blaupunktrochen am Riff  Shaabruhr Umm Gammar Zwei Falterfische - gesehen am Shaab El Erg

Aus der Nähe betrachtet: Kugelfisch am Shaab Abu Nugar 

Zum neunten Bild

Zum zehnten Bild

Shaab Iris: Ein Anemonenfisch, "Clownsfisch" in den Korallen 

Zum Betrachten der Fotos klicken Sie auf die Vorschaubilder

Beschriebene Tauchplätze: Marsa Abu Galawa, Sahwa Abu Gelawa, Abu Nuhas Erg mit den Wracks der Carnatic und der Giannis D, Umm Gammar, Shaabruhr Umm Gammar, Yo Serdor, Shaab el Erg (Dolphin House), Shaab Abu Nugar, Shaab Iris

Reisebericht herunterladen Mehr Bilder von Ägypten als Postkarte oder zum Download
Zum Videofilm dieser Reise
Forum: Fragen und Antworten zu Reisen in Ägypten

 

Haben auch Sie eine Webseite zum Thema Reisen ins Netz gestellt? Dann tragen Sie sich doch bitte in meinem Reisekatalog für alle Themen rund ums Reisen ein. Dazu können Sie sich auch gern in der allgemeinen Linkrotation eintragen, wo es auch um andere Themen geht. Fragen zum Thema dieser Webseite stellen Sie bitte nicht per E-Mail, sondern in meinem Forum.

Mehr Reisen suchen

Google

Dienstag, 26. Juli 2007: Hurghada

Etwa 17.15 Uhr Ortszeit landet unsere LTU-Maschine – nach etwas über vier Stunden Flug und einer Stunde Zeitverschiebung – auf dem Flughafen von Hurghada. Beim Anflug vom Sinai hatten wir zuvor einige kleine, scheinbar völlig leere, nur aus Sand oder Stein bestehende Inseln überquert, waren dann in einer Schleife über die durch nicht einen einzigen Flecken Grün durchbrochene Wüste der Küste des Roten Meeres geflogen.

Viel los ist gerade nicht auf dem Flughafen. Jedenfalls ist unser Flug gerade der einzige, der zur Abfertigung ansteht. Es ist eben Hochsommer – und in Hurhgada wohl gerade nicht die Hauptsaison. Die Temperatur dürfte auch gut und gerne noch immer einiges über 30 Grad Celsius betragen.

Dennoch: Hurghada ist eine riesige Baustelle. Bei der Fahrt zu unserem Hotel, dem Sand Beach, gelegen in einem der „älteren“ Viertel, genau am Wasser, passieren wir endlose Neubauviertel, teilweise reine Rohbauten, teilweise schon halbfertige Häuser, deren untere Stockwerke schon bewohnt sind. Dafür wirken die etwas älteren Gebäude mitunter auch schon wieder halb zerfallen.

Ganz in der Nähe vom Sand Beach , noch an der Strandstraße, finden sich eine ganze Reihe von kleinen Geschäften, deren Besitzer uns alle ansprechen, um uns entweder gleich in den Laden zu lotsen oder uns wenigstens die Visitenkarte aufzudrängen. Aber immerhin: Gegen den eigenen Willen regelrecht in ein Geschäft hineingezerrt wird man hier nicht.

Mittwoch, 27. Juli 2007: Tauchplätze Marsa Abu Galawa und Sahwa Abu Gelawa

Pünktlich um 8.20 Uhr, exakt wie vereinbart, holt uns der Wagen der Tauchbasis „Aquarius“ ab, fährt vielleicht 15 Minuten bis zum – bereits außerhalb der Stadt – gelegenen „Palm Beach“, das auch über einen eigenen Hafen für die Tauchboote verfügt.

Unsere beiden Tauchplätze dieses Tages liegen etwa zwei bis zweieinhalb Kilometer vor der Küste, sind selbst nicht weit voneinander entfernt, eigentlich wohl auch Bestandteile eines einzigen größeren Riffs.

Zunächst geht es zum Marsa Abu Galawa, einem zweiteiligen Riff, bestehend aus einem größeren Hauptteil und einem kleineren Nebenteil, in einiger Entfernung mit einer steil abfallenden Riffkante. Für uns heißt es aber: Maximale Tiefe 18 Meter.

Gleich zu Anfang begegnen uns mehrere sicherlich über einen Meter lange Trompetenfische, dazu begegnen wir einem bräunlichen Zackenbarsch, und schließlich entdecke ich, in der Mulde einer Koralle, nicht sonderlich geneigt, ihr Versteck zu verlassen, eine bräunlich gescheckte, wohl zwei Meter Länge messende Muräne, mit einem Körperumfang von gut zwei Oberarmen. Wenig später passieren wir dann noch das Versteck eines Blaupunktrochens, der aber ebenfalls ruhig in seiner Höhle auf dem sandigen Boden liegen bleibt. Dazu gibt es noch einige Papageienfische, schließlich auch ein Kugelfisch.

Ein auf dem sandigen Boden liegender, diesmal etwas größerer Kugelfisch – das ist auch, schon beim Abstieg, unsere erste Begegnung am Tauchplatz Sahwa Abu Gelawa, einem eine Lagune bildendes Riff, bestehend vor allem aus Steinkorallen, die hier richtige, höhere Wände bilden, selbst teilweise über die ganze Höhe bewachsen mit Fächerkorallen, dazu auch mit einigen Weichkorallenfeldern.

Auch hier begegnen wir wieder einer großen, bräunlichen Muräne, neben der es sich ein Steinfisch gemütlich gemacht hat. Schließlich schwimmt der graue, kaum von der Umgebung zu unterscheidende Steinfisch davon, und dabei sieht man dann, dass die Innenseiten seiner Flossen, eigentlich gar nicht zu diesem Körper passend, absolut bunt sind.

Dann kreuzen wir einen ganzen Schwarm größerer Trompetenfische, schwimmt eine Muräne vorbei, begegnen wir noch zwei Rotfeuerfischen, einem größeren, der sich gleich in einer Höhle verkriecht, dann einem ganz kleinen, der geradezu majestätisch, seine Stacheln weit ausgebreitet, über dem Boden schwebt.

Im wahrsten Wortsinn zu guter Letzt: Treffen mit einer etwa zwei Finger langen Schnecke, die sich, ihre Fühler ausgestreckt, langsam auf ihrer Koralle vorwärts bewegt.

Bei der Rückfahrt zum Pam Beach kreuzen einige Delfine auf unserem Kurs, die sich aber leider immer nur kurz an der Wasseroberfläche sehen lassen auch rasch wieder in die Ferne entschwinden.

Am Abend ein Ausflug in die Innenstadt, nach Downtown.  Gut einen halben Kilometer laufen wir die  Strandpromenade entlang, diesmal in der anderen Richtung als gestern, erreichen dann eine Moschee und wohl auch die Ausläufer der Altstadt, sind aber vom Stadtzentrum noch immer einiges entfernt. Also halten wir ein Taxi an. 30 Pfund verlangt der Fahrer von uns, geht dann auf 20 runter, aber wir beharren darauf, dass er das Tachometer anstellt, wollen ansonsten aussteigen. Also macht er nun das Tachometer an – und das steht, als er uns an der Kreuzung, wo tatsächlich die Altstadt anfängt, rauslässt, bei gerade vier Pfund und  45 Piastern. Nun will er allerdings erst einmal nicht die 20-Pfund-Note wechseln,  mit der ich jetzt bezahle. Erst, als ich ihm sage, er könne gleich zur Polizei weiterfahren, bekomme ich die 15 Pfund Wechselgeld.

Auf der Straße werden wir von einem jungen Mann angesprochen, der Zwei-Euro-Münzen eintauschen möchte. Diejenigen, die er uns anbietet, sind allerdings dazu noch schlecht gemachte Fälschungen.

Ansonsten bietet die „Altstadt“ von Hurghada, auch sie erst mit dem aufkommenden Tourismus entstanden, außer den üblichen Andenkenläden, aus denen heraus man regelmäßig angesprochen wird, eigentlich keine sehenswerten Besonderheiten.

Donnerstag, 28. Juni 2007:  Tauchplätze „Wrack Carnatic“ und „Wrack Giannis D“ am Abu Nuhas Erg

Knapp drei Stunden dauert die Bootsfahrt zum Riff Abu Nuahs Erg, dem Tauchplatz der Wracks, führt vorbei an der langgezogenen, aber völlig kahlen Insel Shadwan, ein militärisches Sperrgebiet, von dem auch unser Tauchboot einen gehörigen Abstand hält.

Das Wrack der Carnatic, ein aus Holz bestehender Frachter, liegt seit 1869 hier auf Grund, von der ursprünglichen Ladung, Weinflaschen, findet sich längst nichts mehr. Dafür ist aber der Rumpf des Schiffes, von Korallen überwachsen, erstaunlich gut erhalten.

Wir steigen genau über dem Frachter ab, tauchen dann durch die Verstrebungen der alten Frachträume, in denen nun einige kleinere Fische einen halbwegs sicheren Unterschlupf gefunden haben. Auf dem einstigen Deck tummeln sich die Falterfische, ein großer blauer Drückerfisch zieht seine Bahn – und im Sand des Meeresbodens hat sich ein Krokodilfisch eingegraben. Dazu gibt es  hier ganze Schwärme verhältnismäßig großer Silber-Süßlippenfische.

Unser nächstes Wrack, nur wenig entfernt, seine Konturen bereits vom Tauchboot aus erkennbar, ist die 1983 gesunkene Giannis D, ein mit Holz beladener Frachter, der nun hier auf der Seite liegt, sein einstiges Deck wie eine Riffwand mit den alten Aufbauten vom Meeresboden aus nach oben ragend.

Wir tauchen auf den 28 Meter tiefen Grund, begeben uns dann in die engen Gänge des Schiffes, jetzt Unterwasserhöhlen, eng, dunkel – und vor allem auch rostig. Im und am Wrack gibt es Barsche, Kaiser- und Falterfische, viele schwarz, und die gleich in ganzen Schwärmen. Ab und an begegnet man einem Papageifisch.

So abenteuerlich das Tauchen durch die Schiffsgänge auch erscheinen mag: Das Verlassen des Wracks hat es aber ebenfalls in sich. Von einer starken  Strömung gepackt werde ich plötzlich Richtung Oberfläche gezogen, bleibe dabei aber zumindest noch so tief, um in Ruhe meinen Sicherheitsstopp hinter mich bringen zu können.

Freitag, 29. Juni 2007: Tauchplätze Umm Gammar und Shaabruhr Umm Gammar

Umm Gammar, zu Deutsch „Mutter des Mondes“, ist ein Riff an einer kleinen, einsamen Insel mit einem unscheinbaren Leuchtturm, ansonsten absolut leer und öde – abgesehen von den Korallen, die dieses kahle, sandige Eiland, zwei Bootsstunden von Hurghada entfernt liegende Eiland umgeben.

Bis weit über 30 Meter Tiefe geht es die Riffwände hinab – wobei es im oberen Teil des Riffs, in einer Höhe bzw. Tiefe zwischen zehn und sechs Metern, am farbenfrohesten zugeht. Hier tummeln sich die Schwärme von kleinen, roten Fahnenbarschen, dazu stoßen wir auf Falter und wieder Doktorfische.

Weiter unten, in einer Tiefe von 30 Metern dann, liegen die Höhlen des Riffs, eine davon geformt wie ein allein stehendes Iglu, aber mit so schmalen Zugängen, dass man kaum hineintauchen kann, aber ohnehin leer – so leer, wie auch eine weitere, lang in die Riffwand gezogene Höhle, in der es – ohne Taucherlampe – nur absolute Dunkelheit gibt. Am Eingang einer anderen Höhle begegnet uns ein einsamer Rotfeuerfisch, langsam davon schwebend.

Gegen Ende des Tauchganges entdecken wir in einer Mulde eine gut zwei Meter messende bräunliche Muräne, die in ihrem Versteck friedlich vor sich hin döst.

Shaabruhr Umm Gammar meint nun, ins Deutsche übertragen, „Zunge der Mutter des Mondes“. Die kleine Insel ist noch gut zu sehen – und hier sind die Korallen nun bereits so hoch gewachsen, dass sie selbst fast eine Insel, zumindest aber eine größere Sandbank bilden. Verschiedene Korallenbrocken ragen dabei auch über die Wasseroberfläche hinaus.

Unter dem Wasser liegen die Maschinen eines hier vor rund 30 Jahren untergegangenen Schiffes, aber eben nur die Maschinen, kein richtiges Wrack, weil die übrigen, leichteren Teile von der Strömung davongetragen wurden. Bei Tauchgängen am frühen Morgen soll es hier mitunter auch Walhaie geben, in den tieferen Regionen auch Haie – aber wir begegnen lediglich einem riesigen blauen Drückerfisch, dazu einigen Thunfischen, entdecken in einer der hier ebenfalls zahlreichen Höhlen eine Muräne. Ein großer Steinfisch schwimmt über den Boden, wir entdecken einen Krokodilfisch – und schließlich zwei schöne Blaupunktrochen, von denen einer dann, vielleicht auf der Suche nach Beute, vielleicht aber auch, um uns zu entgehen, die Riffwand nach oben schwimmt.

Samstag, 30. Juni 2007: Tauchplätze Yo Serdor und Shaab el Erg (Dolphin House)

Wie fast alle Korallenriffs ist auch das von Yo Serdor bis fast an die Wasseroberfläche gewachsen. Die erste Hälfte unseres morgendlichen Tauchganges führt uns von der Riffwand allerdings etwas weg – und trotz der leichten Strömung erscheint die Unterwasserlandschaft nun wie ein Korallengarten auf einer Tiefe von maximal 15 Metern, ein ebenes Feld von Hart-, Fächer- und Kopfkorallen, wobei einige dieser Korallen schon so etwas wie größere Hügel bilden. In diesem Korallengarten, der irgendwie an einen Kaktusgarten erinnert, begegnen wir einem großen Kaiserfisch, Papageienfischen, Rotmeer-Wimpelfischen, schließlich einem Blaupunktrochen.

Die Rückkehr zum Boot führt uns an der Riffwand vorbei, die hier eine sanfte Hügellandschaft bildet. Dieser Tauchplatz erweist sich so bis zum Schluss als wahrer Unterwasserpark.

Shaab el Erg, auch Dolphin House genannt, gilt eigentlich als Tauchplatz für die Begegnung mit Delfinen, die hier sich sogar in größeren Schulen tummeln. Wir tauchen an einem farbenprächtigen Riff mit einer sanften Wand, durchqueren einen Korallengarten mit einer Reihe von Hügeln. An  Bewohnern fällt natürlich wieder ein Blaupunktrochen auf, dazu Kaiser- und Falterfische, in der Ferne sehen wir einen größeren Langnasendoktorfisch. Zum Schluss schließlich kreuzen Kugelfische unseren Weg, so zahlreich, dass man schon fast von einem regelrechten Schwarm sprechen kann.

Am Abend lernen wir in der Kneipe neben dem Sand Beach eine ältere Deutsche kennen, die hier seit mehreren Jahren lebt, sich als Grundstücksmaklerin bezeichnet. Im nächsten Monat werden in Hurghada wieder 2000 Wohnungen fertig sein, gedacht als Ferienwohnung oder für Leute, die sich hier zur Ruhe setzen möchten. Jedenfalls sollen hier – neben Tauchlehrern – bereits eine ganze Anzahl von Deutschen fest leben. Tatsächlich waren wir am späteren Nachmittag bereits einem deutschen Rentnerpaar begegnet, das nun auch schon seit einigen Jahren fest in Hurghada wohnt, sich in der Stadt eine Wohnung genommen hat, nun seine Tage am Strand des Sand Beach verbringt.

Sonntag, 1. Juli 2007: Tauchplätze Shaab Abu Nugar und Shaab Iris

Die Sonne scheint zwar wie immer, aber es weht doch ein kräftiger Wind, so dass das Boot wegen des mitunter heftigen Wellenganges nicht all zu weit hinausfährt.

Wir legen am Riff Shaab Abu Nugar, am „Riff des Vaters der Pferde“ an, wo gerade ein einzelner Delfin an der Wasseroberfläche seine Runde dreht, für jeweils einige Sekunden aus dem Wasser auftaucht.

Wir selbst bewegen uns nach dem Abtauchen zunächst vom Riff weg, durchqueren in einer Tiefe von zehn bis 14 Metern wieder einen Korallengarten, wobei manche Fächerkorallen hier sogar wie Pilze gewachsen sind. Durch diesen Korallengarten ziehen sich einige Sandwege, ganz so, als wären das die Routen, die man beim Spazieren gehen einzuhalten hat. Ein Blaupunktrochen schwimmt eilig davon, wir entdecken eine knallbunte Schnecke, dazu viele große Muscheln, die in die Korallen hineingewachsen sind. Dazu begegnen uns ganze Schwärme von Zitrusfaltern. Dann überqueren wir eine riesige, wie zum Berg gewachsene, grünliche Kopfkoralle, durchsetzt von Muscheln, die sich in ihr eingenistet haben. Am sanften Riffwand tauchen wir allmählich zum Boot zurück – wobei die Korallen an unserem Bootsliegeplatz allerdings bereits zum größten Teil abgestorben sind.

Das Riff Shaab Iris, angeblich benannt nach der ersten Taucherin, die hier unter Wasser ging, liegt nicht weit von unserem ersten Tauchplatz entfernt, beinahe direkt daneben.

Attraktion dieses Riffs sind die zahlreichen Pinnacles, die die Korallen hier gebildet haben, Pinnacles, die von Höhlen durchzogen sind, Heimat vor allem für die Schwärme von Fahnenbarschen und anderer kleiner Fische. Dazu gibt es auch hier wieder einen Korallengarten, leider teilweise abgestorben. Gegen Ende des Tauchganges begegnen wir wieder zahlreichen Kugelfischen, dazu eine große, etwa anderthalb Meter lange grünliche Muräne, die sich aber ziemlich eilig davon macht.

Am Abend erkunden wir die landeinwärts gelegenen Straßen in der Nähe unseres Hotels. Der Unterschied zur Innenstadt und deren Hauptstraßen ist nicht wirklich gravierend: Ganz in der Nähe liegt ein weiteres großes Hotel, das Empire Three Corner, eine Anlage aus drei Gebäudeblöcken, die eine Pool-Landschaft umschließen, großzügig ausgestattet, aber eben ohne eigenen Strandabschnitt, daneben dann die üblichen Cafés, Restaurants und Andenkengeschäfte, ein kleiner Platz, gebaut wie ein geschlossener Basarbereich. Irgendwo die Auslagen der Schaufenster in aller Ruhe anschauen ist allerdings nicht möglich: Ständig versuchen die Händler die Passanten in die Geschäfte zu ziehen, natürlich nie zum Verkauf, sondern immer nur „zum Tee, ganz ohne Geschäft“...

Montag, 2. Juli 2007: Hurghada

Wir lassen den Tag langsam am Strand des Hotels angehen, fahren am Nachmittag mit dem Taxi in die Innenstadt.

Diesmal gehen wir die als Einbahnstraße beginnende Hauptstraße an der Ecke kurz hinter dem Touristenhafen weiter – und schließlich wird sie dann zur breiten Allee mit modernen Geschäftsgebäuden auf der einen, großen Hotelanlagen auf der anderen Seite. Wie urwüchsig das allerdings entstanden ist, sieht man bei einem Blick in die Nebenstraßen. Die sind zum großen Teil nicht einmal gepflastert.

Beim Rückweg passieren wir dann einen Teil der eigentlichen „Altstadt“ – wobei das hier auch nicht mehr heißt, als dass die einstöckigen einfachen Häuser, viele leer und halb zerfallen, vor dem Touristenboom entstanden sind. Danben werden dann schon wieder neue Häuser hochgezogen, etliche schon fertig, aber trotzdem offensichtlich noch leer stehend.

Dienstag, 3. Juli 2007: Hurghada

Gegen 5.45 Uhr werden wir von unserem Hotel abgeholt, fahren zum Flughafen – und passieren dabei immer neue Touristenviertel, die hier aus dem Boden schießen, angelegt mit breiten Alleen mit Palmen, die einzelnen Ressorts noch größer als die im älteren Kern von Hurghada.

Es scheint, als sollte die ganze Küste bebaut werden.

Auf dem Flughafen herrscht allerdings relativ wenig Verkehr und pünktlich gegen 8.30 geht unsere Maschine an den Start.

Online: